Tagesarchiv für den 22. Mai 2008

Felsenstadt Petra – Sieben Weltwunder Reloaded

Die meisten werden den Presserummel im vergangenen Jahr mitbekommen haben: die Neuwahl der Sieben Weltwunder. Nachdem von den antiken Weltwundern allein die ägyptischen Pyramiden die Zeiten überdauert haben, startete zur Jahrtausendwende eine Initiative, die würde Zeugnisse für die Gegenwart darstellen.Einer der erfolgreichen Kandidaten bei der weltweiten Abstimmung war die jordanische Felsenstadt Petra, die sich nun stolz als Weltwunder bezeichnen darf. Entsprechend groß war die Freunde in dem ansonsten eher kargen Wüstenland über die alte und neue Touristenattraktion.

Man nennt die etwas zweitausend Jahre alte Siedlung die Königin der Karawanenstädte. Im neunzehnten Jahrhundert nach langem Schlummer in der Vergessenheit, entdeckte ein Schweizer Forscher die Kulturstätte für die Neuzeit. Die Ausgrabungen dauern bis heute an, über eintausend Gebäude und Gräber sind bereits frei gelegt worden.

Das diese Stadt so lange im Verborgenen bleiben konnte, liegt wohl an ihrer gut getarnten Lage. Nur über einen schmalen über zwei Kilometer langen Weg durch eine Schlucht  gelangt man hinein. Berühmt und vermutlich jedem von Bildern bekannt ist das so genannte Schatzhaus, ein Prachtbau direkt in den harten Fels geschnitten. Dort lagerten wohl das Gold der einstigen Bewohner, den Nabatäer, die von ihrer Hauptstadt Petra aus in der ganzen damals bekannten Welt Handel trieben und große Reichtümer anhäuften. Über die Karawanenstraße durch Petra wurde Kostbarkeiten von überall her transportiert.

Weiterer archäologische Höhepunkt in der alten Stadt ist ein ebenfalls wie das Schatzhaus aus dem gehauenes römisches Theater für bis zu fünftausend Besucher. Es wurde wie viele andere Gebäude hier ohne einen einzigen Ziegelstein erbaut. Der Aufwand für diese Bauweise lässt noch heute den damaligen Reichtum der früheren Herrscher erahnen.

Wie die Römer beherrschten auch die Nabatäer die Kunst des Wasserbaus in Vollendung. Ruinen alter Kanäle sind als Spuren dieser Fertigkeiten erhalten geblieben.

Die Stadt verlor zuerst durch Einverleibung ins römische Reich und später durch Verlagerung der Handelswege an Macht und Einfluss. Das Ende brachte ein Erdbeben im sechsten Jahrhundert, dem nur die in den Fels gehauenen Gebäude stand hielten.

Die unmittelbar vor der Stadt gelegenen Mosesquelle, die heute durch eine Moschee überbaut ist, spielt schon im alten Testament eine Rolle und spendet noch heute Wasser.

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Auf den Spuren der Pioniere

Das Angebot an Kreuzfahrten ist riesig und nimmt ständig zu. Aber es gibt nur ganz wenige Klassiker darunter, die wohl niemals ihren Reiz verlieren. Eine dieser ganz besonderen Fahrten ist eine Amerika-Kreuzfahrt. Ein Klassiker deshalb, weil man sich auf den Spuren einer der wohl bedeutendsten historischen Auswanderungsbewegungen bewegt. Quasi jede Welle auf der Reise über den Atlantik kann eine Geschichte erzählen von den unerhörten Mühen und Gefahren, die vor vielen Jahren die Amerika-Auswanderer durchzustehen hatten. Was damals ein riskantes Unterfangen war, den weiten Weg über den Ozean in einem oft überfüllten Schiff zurück zu legen, kann man heute mit allem denkbaren Komfort genießen. Selbst die preiswerteren Angebote umfassen selbstverständlich eine umfassende Verpflegung und bequeme Kabinen. Alle Kreuzfahrtschiffe verfügen über ein großes Angebot an Freizeitangeboten, die die lange Reise bis in den New-Yorker-Hafen verkürzen helfen. Je nach Größe des Schiffs kann man sich am Pool, in der Einkaufsmall, im Sportstudio oder im Tanzsaal vergnügen, während man auf die nächste Mahlzeit wartet.Kreuzfahrten sind entgegen noch verbreiteter Ressentiments schon lange keine Rentnerveranstaltungen mehr. Das Publikum, dass sich heute für eine Schiffsreise begeistert, ist im Schnitt deutlich jünger als noch vor wenigen Jahren. Dies liegt nicht zuletzt auch an den sehr viel größeren Angebot. Inzwischen hat man die Wahl, ob man wie früher üblich mit größtem Luxus nebst Abendgarderobe und Kapitänsdinner zur See sticht, oder ob man es lieber etwas bescheidener aber deutlich preiswerter mag. Auch auf dem gleichen Schiff sind die Preisunterschiede mitunter erheblich. Günstiger unterwegs ist man in einer Kabine ohne Außenfenster, noch günstiger wird diese, je weiter unten sie im Schiff liegt. Dabei muss man noch nicht einmal Abstriche bei Komfort in Kauf nehmen, der Preisunterschied für die verschiedenen Decks hat auch einen Prestigewert. Wer also auf eine Ausguck verzichten kann, kommt deutlich billiger über den großen Teich. In der Kabine wird man sich ohnehin nur zum Schlafen aufhalten, da das Unterhaltungsangebot an Bord groß ist. Außerdem reist man ja auf diese gemächliche Art, um sich auch mal an Deck in der Sonne zu entspannen.

Wer mit dem Gedanken an eine Kreuzfahrt spielt, schaut sich am besten einmal im Internet um. Dort finden sich umfassende Informationen zu Schiffen, Routen und Preisen.

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