Monatsarchiv für Juni, 2008

Sanfter Sicherheitscheck auf USA – Flügen

Was man auf Flugreisen alles beachten muss, wenn es um das Gepäck geht haben wir bereits berichtet. Allerdings ist die Gepäckkontrolle nur eine Teil der Sicherheitsmaßnahmen bei Flugreisen. Auch die Passagiere selbst werden überprüft und dies ist gerade in den Staaten für die Reisenden bislang eine besonders unangenehme Prozedur. Abertausende Beschwerden von Flugreisenden über die Art und Weise der Kontrollen zeigen nun ersten Wirkungen, wenn auch der eigentliche Anlass zu mehr Rücksicht die Absicht ist, Attentäter leichter zu enttarnen.Bislang werden die Reisenden bei den Kontrollen hart angefasst. Nicht nur langes Anstehen an den Schaltern ist anstrengend und nervenaufreibend, auch der Check selbst ist oft demütigend. Besonders Frauen führen die Beschwerdeliste an, die sich durch das Abtasten intimer Körperteile und den Zwang, sich vor dem Personal bei Aufforderung zumindest teilweise ausziehen zu müssen, erheblich beeinträchtigt fühlen. Das rüde Verhalten des Personals, das seine Machtposition mitunter ausnutzt, trägt nicht zur Verbesserung der Lage bei. Das hat die zuständigen Behörden in den USA bisher nicht wirklich gestört, aber man ist auf eine Aspekt dieser Methode aufmerksam geworden, der es Attentätern erleichtert, die Kontrollen zu passieren. Dem liegt die Überlegung zugrunde, das der potentielle Terrorist beim Sicherheitscheck aus nahe liegenden Gründen nervös sein muss, da er eine Entdeckung fürchten muss. Nun stehen bei der jetzigen Kontrollmethode alle Beteiligten unter starkem Stress und die gesamte Stimmung trägt zur allgemeinen Nervosität bei. Ein ebenfalls angespannter Krimineller fällt da nicht weiter auf, da ja nicht erkennbar ist, ob Angst oder Ärger für seine Gemütslage verantwortlich sind.

Um diese Personen heraus zu filtern, sollen die Kontrollen jetzt stressfrei vonstatten gehen. Neue Technik soll dabei helfen. Die erste wahrnehmbare Veränderung ist die Berieselung mit angeblich entspannende Musik am Kontrollpunkt. Blaues Licht soll die Nerven beruhigen und den Reisenden die Angst nehmen. Sitzgelegenheiten und ansprechende Gestaltung und Farbgebung der Räumlichkeiten sollen ein Übriges tun, um keine Nervosität aufkommen zu lassen. Die besonderes unangenehme Untersuchung von Körper und Kleidung nach verdächtigen Gegenständen übernimmt die eigentliche Innovation bei dem neuen Prozedere. Ein neuartiges Gerät tastet berührungsfrei den ganzen Körper ab und kann auch unter die Kleidung sehen. Der Kontrollierte ist dabei alleine in einer Kabine und nicht den direkten Blicken des Personals ausgesetzt. Das sitzt nebenan vor einem Monitor und betrachtet das Röntgenbild der in der Kabine befindlichen Person. Um das Schamgefühl zu schonen, werden bei diesen Bildern die Gesichter unkenntlich gemacht und sie werden direkt nach dem Check, sollte nichts verdächtiges zu sehen sein, wieder gelöscht. Die Strahlung ist völlig ungefährlich. Im Vergleich zur bisherigen Praxis schont das Verfahren die Nerven von Kontrolleuren und Kontrollierten. Man hofft nun, das nervöse Attentäter unter den jetzt entspannten Passagieren schneller auffallen.

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„Haben Sie etwas zu verzollen”? – was ist auf Reisen erlaubt

Die Entstehung der europäischen Union und der gemeinsame Markt haben zwar enorme Freiheiten für den Einzelnen gebracht. Dies darf aber nicht darüber hinweg täuschen, dass es nach wie vor Zollvorschriften gibt, die bei der Ein,- und Ausreise zu beachten sind. Die Tatsache, dass die Grenzkontrollen weitgehend weggefallen sind, bedeutet nicht, dass man hier tun und lassen könnte was man will. Wer Pech hat, gerät ein paar Kilometer hinter der Grenze in eine Kontrolle und muss Rede und Antwort stehen. Wer mit dem Flugzeug reist, hat ohnehin schlechte Karten, sich um eine Kontrolle herum zu drücken.Wer innerhalb der europäischen Union reist und nach Deutschland zurückkehrt, hat das Recht eine bestimmte Menge an Waren ohne Formalitäten und ohne Abgaben mit zu bringen. Diesen Vorteil hat, wer mit diesen Waren keine Handel treiben will, sondern sie zur privaten Nutzung einführt. Das verbotenen Gegenstände und Waren nicht einführt werden dürfen, versteht sich dabei von selbst. Um privaten Gebrauch von gewerblicher Nutzung abzugrenzen, gibt es Richtlinien, an denen man sich orientieren kann, will man am Zoll nicht in Schwierigkeiten geraten. So fallen achthundert Zigaretten noch unter persönlichen Bedarf, genauso bis zu zehn Liter Schnaps oder gar sechzig Liter Wein. Bei Bier darf man sogar einhundertzehn Liter einführen, ohne dies gesondert begründen zu müssen. Bis zu zehn Kilo Kaffee sind ebenfalls erlaubt.

Voraussetzung ist dabei, dass man die Waren auch persönlich mitführt. Man kann also seine Freimengen nicht einfach auf eine andere Person übertragen. Auf diese Weise soll verdeckter Handel verhindert werden. Wer mehr mitbringt hat die Chance der Zollbehörde nachzuweisen, dass auch diese Menge für den privaten Bedarf bestimmt ist. Die oben genannten Mengen sind lediglich Richtwerte und keine fixen Grenzen.

Für den Handel bestimmte Waren müssen in Deutschland versteuert werden – das bedeutet vor allem, dass dafür der entsprechende Mehrwertsteuersatz an das Finanzamt abzuführen ist.

Wer mit dem eigenen Fahrzeug reist, muss übrigens, sofern er kein neue Euronummernschild hat, einen Aufkleber anbringen, der auf seine Nationalität hinweist.

Benzin darf genau in der Menge einführen, die in den eigenen Tank und den mitgeführten Reservekanister passt, sofern er nicht mehr als zwanzig Liter enthält.

Ausführen darf man aus Deutschland übrigens was und soviel man will, sofern es sich nicht wiederum um gewerbliche Waren handelt. Ob man sie im Zielland auch einführen darf, hängt von den dortigen Zollvorschriften ab, über die man sich vorab informieren sollte.

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Solo in die Ferien – auch Singles wollen reisen

Die Urlaubszeit ist nicht nur eine Versuchung für Paare und Familien. Auch wer ohne Partner durchs Leben geht, sei es zeitweise oder dauerhaft, will den wohlverdienten Urlaub nicht unbedingt zu Hause verbringen. Laut einer aktuellen Umfrage sind Singles sogar besonders reiselustig – allein heißt eben nicht unbedingt einsam. Diese Erkenntnisse sind gerade deshalb wichtig, weil es immer mehr Solohaushalte nicht nur in Deutschland gibt. In den Großstädten lebt im Schnitt bereits die Hälfte der Einwohner alleine, Tendenz steigend. Das hat mit der hohen Scheidungsquote zu tun, die in Städten noch dramatischer ist als auf dem Land. Ebenso spielt die steigende Lebenserwartung eine Rolle. Viele verlieren im Alter durch Tod ihren Partner, haben aber selbst noch etliche Jahre zu Leben. Neue Lebensentwürfe, die eine Familie oder eine dauerhaften Partner nicht zwingend mit einschließen, sind eine weitere Ursache für die steigende Zahl der Einzelhaushalte.Fast ein Drittel der Singles verreist genauso, wie sie es täten, wenn sie nicht alleine leben würden. Die Hälfte der verreist auch ohne Begleitung und verbringt den Urlaub ebenso alleine wie das übrige Leben zu Hause. Nur eine ganz kleine Minderheit verzichtet mit der Begründung alleine zu sein auf eine Urlaubsreise und nutzt die heimischen Erholungsangebote. Es ist offensichtlich, dass Alleinlebende die Freiheiten nutzen, die ihre Lebensweise mit sich bringt und sie auch bei der Urlaubsplanung voll auskostet. Der Vorzug, auf niemanden bei der Wahl des Reiseziels Rücksicht nehmen zu müssen, begeistert immer mehr Solisten. Über die Hälfte genießen diesen Vorteil inzwischen. Hier ist ein deutlicher Anstieg zum Vorjahr zu beobachten.

Unterschiede was die Reisegestaltung angeht, sind geschlechtsspezifisch. Deutlich mehr Männer wagen eine Reise allein, während Frauen lieber einen Reisepartner mitnehmen. Auch legen mehr Männer Wert auf die totale Freiheit bei der Reiseplanung. Spezielle Angebote der Reiseveranstalter für Singles sind allerdings noch nicht sehr beliebt. Nur ein Bruchteil greift auf so etwas zurück, kann sich aber in Zukunft vorstellen, so eine Reise einmal aus zu probieren.

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Urlaub für immer – im Alter ins Ausland

Endlich in Rente, werden sich viele denken. Zeit im Überfluss, mit der richtigen Vorsorge auch genug Geld, die Gelegenheit endlich alles zu tun und nachzuholen, was man während des Berufslebens nicht machen konnte. Wer dann an einem grauen kalten Novembertag aus dem Fenster sieht, dem fällt vielleicht das erste Mal auf, dass er jetzt nicht nur zeitlich und finanziell, sondern auch örtlich völlig unabhängig ist. Kein Arbeitsplatz hält einen am Ort, die Kinder sind lange erwachsen. Statt also im Lande auf den fernen Sommer zu warten, überlegt sich so mancher Pensionär, ob er nicht dauerhaft dorthin geht, wo immer gutes Wetter herrscht und das Leben vielleicht sogar noch etwas günstiger ist.Gesagt, getan, aber vorher benötigt man auch bezüglich der Finanzen und Versicherungen grundlegende Informationen, damit es am Ziel nicht zu unangenehmen Überraschungen kommt.

Problemlos ist es im Großen und Ganzen, innerhalb der europäischen Union den Wohnort zu wechseln – Freizügigkeit für alle Bürger ist schließlich eine der wesentlichen Errungenschaften der EU. Die Rentenzahlungen erhält man in jedem Mitgliedsstaat der EU genauso wie in Deutschland. Ein Antrag genügt, dann wird die Rente in die Wahlheimat überwiesen. Besondere Kosten fallen dafür nicht an außer gegebenenfalls für die Umrechnung in einer andere Währung, falls das Mitgliedsland den Euro noch nicht eingeführt hat. Dies hängt aber von der dortigen Bank ab.

Unnötig ist es auch, in Deutschland einen Wohnsitz zu behalten, innerhalb der EU wird jeder so behandelt, als sei er im jeweils als Wohnsitz gewählten Staat ein Inländer.

Ähnlich problemlos erhält man sich auch den Krankenversicherungsschutz. Ganz ohne zusätzlichen Aufwand kann man bei seiner bisherigen Kasse Mitglied bleiben. Einen Unterschied gibt es auf Grund internationaler Abkommen im Leistungskatalog. Der deutsche Standard gilt nur im Inland – ansonsten richtet sich der Schutz nach den Gesetzen des Gastlandes. Sollte dort Leistungen wegfallen, auf die man großen Wert legt oder die man dringend benötigt, ist an eine Zusatzversicherung zu denken.

In einem Nicht-EU-Land hängt der Versicherungsschutz von entsprechenden Abkommen der Länder untereinander ab. Gibt es kein Abkommen, bleibt eine private Krankenversicherung als Alternative. Gleiches gilt auch für die Pflegeversicherung. Innerhalb der EU bleibt der Versicherungsschutz bestehen, außerhalb nur im Falle eines Abkommens.

Auch ein Finanzamt gibt es leider in jedem Land der Erde. Steuern muss man daher auch in der Wahlheimat zahlen. Unter das ausländischen Steuerrecht fällt man dann, wenn man dort länger als ein halbes Jahr seinen Lebensmittelpunkt unterhält. Hat man noch ein Einkommen in der Heimat, hängt es von entsprechenden Abkommen ab, wo diese versteuert werden müssen.

Ob man im Süden allerdings günstiger lebt als zu Hause, ist nicht immer gesagt. Besonders attraktive Gastländer haben inzwischen ein hohes Preisniveau erreicht. Wer aber bereit ist, etwas außerhalb des Mainstreams zu siedeln, kann auch in dieser Hinsicht Vorteile genießen.

jetzt kommentieren? 27. Juni 2008

Perfekter Versicherungsschutz im Urlaub

Damit die kostbaren Urlaubswochen nicht durch ungeplante Zwischenfälle zu einer Katastrophe werden, sind manchen Reisende etwas zu vorschnell, wenn ihnen der Reiseveranstalter entsprechende Versicherungen verkaufen will. Viele setzen ihre Unterschrift unter Verträge, die eigentlich viel zu umfangreich und teuer sind. Auch hier lässt sich Geld sparen, wenn man die richtigen Risiken abgedeckt und überflüssige Teile außen vor lässt. Gerade Kombi – Versicherungen enthalten oft Unnötiges und der scheinbar günstige Gesamtpreis kann sich schnell als zu teuer erweisen.Was man abschließen sollte, ist eine Versicherung, die die Kosten eines Reiserücktritts abdeckt. Ein Rücktritt ist zwar grundsätzlich immer möglich, aber leider nicht immer kostenlos. Bei sehr kurzfristigen Stornierungen kann der volle Reisepreis fällig werden. Ist man versichert, übernimmt die Gesellschaft diese Kosten abzüglich einer Eigenbeteiligung, deren Höhe von der gezahlten Prämie abhängt. Wer jetzt aus einer Laune heraus seine Reise storniert, hat nun aber noch lange nicht automatisch Versicherungsschutz. Nur bestimmte Anlässe gelten als relevant und führen zur Kostenübernahme. Eine ernste Erkrankung gehört natürlich dazu, ebenso ein Todesfall bei einem nahen Angehörigen. Ist man Opfer einer Naturkatastrophe, muss man die gebuchte Reise ebenfalls nicht bezahlen. Gleiches gilt, falls man zwischen Buchung und Reiseantritt arbeitslos wird und dies nicht selbst verschuldet hat. Umgekehrt verhält es sich genauso: findet man zwischen Abschluss und Reise einen neuen Job, kann dies ebenfalls zum Rücktritt berechtigen.

Unverzichtbar ist eine Krankenversicherung, ganz unabhängig davon, ob man hier gesetzlich oder privat versichert ist. Kassenpatienten sind zwar bei Reisen in der europäischen Union krankenversichert, aber sie müssen zum einen die Behandlungskosten vorlegen und erhalten nur den Betrag zurück, der in Deutschland für die Leistung abrechenbar ist. Ein Extra – Police benötigt man auf jeden Fall für einen eventuell notwendigen Rücktransport. Diese Kosten zahlt die Kasse keinesfalls. Außerhalb der EU ist eine Reisekrankenversicherung ohnehin obligatorisch, da dort kein heimatlicher Schutz greift. Manche Kreditkartenunternehmen haben eine solche Versicherung übrigens mit im Leistungskatalog, wenn man die Reise mit Karte bezahlt.

Eine Versicherung für das Reisegepäck scheint zwar wichtig zu sein, nur sind die Bedingungen in der Regel so gefasst, dass ein Versicherungsschutz nur selten greift. Sinnvoller ist es, keine wertvollen Dinge mit zu nehmen und auf sein Gepäck gut auf zu passen.

Für Reisen mit dem eigenen Wagen empfiehlt sich ein entsprechender Schutzbrief, der Pannen und Unfälle abdeckt.

jetzt kommentieren? 27. Juni 2008

Souvenirs und der Zoll

Wer eine Reise unternimmt kommt selten ohne das eine oder andere Mitbringsel wieder nach Hause. Ganz davon abhängig, wo man seinen Urlaub verbracht hat, locken im Vergleich zur Heimat oftmals günstige Preise für bestimmte Waren, die leicht dazu verführen können einen Vorrat anzuschaffen. So ist Gold in Ägypten besonders preiswert zu haben, in den USA kauft man Jeans um ein vielfaches billiger ein als in Deutschland. Erst recht reizt es Dinge zu kaufen, die bei uns gar nicht oder nur sehr schwer auf zu treiben sind. Bevor man den Koffer voll packt, sollte man jedoch an eine Sache denken, damit der Schnäppchenkauf nicht nachträglich zum Reinfall wird, nämlich der deutsche Zoll. Abgabenfrei dürfen nämlich nach wie vor nur bestimmte Menge eingeführt werden, wenn sie aus einem Land einreisen, dass kein Mitglied der europäischen Union ist.Habt man die erlaubte Höchstmenge einer Ware überschritten, ist man verpflichtet ohne Aufforderung den Zollbeamten davon in Kenntnis zu setzen. Also antwortet man auf die klassische Frage, ob man etwas zu verzollen habe, in diesem Fall mit Ja. Wie hoch die fällige Abgabe wird, hängt vom Wert der eingeführten Sachen ab. Gut beraten  ist man die Kaufquittungen aufzuheben und bei sich zu tragen. An Hand des Beleges kann der Zollbeamte die Abgaben errechnen, da er den Kaufpreis als Wert der Ware zu Grunde legt. Wer bei Einkauf clever war, hat sich eine niedrigere Quittung ausstellen lassen, als er tatsächlich bezahlt hat. Realistisch sollte der Betrag jedoch sein, damit der Betrug bei der Grenzkontrolle nicht auffliegt. Fehlt eine Quittung, wird der Wert geschätzt, was in der Regel zu Ungunsten des Reisenden ausgeht.

Übersteigt der Wert nicht den Betrag von dreihundertfünfzig Euro kommen Pauschalsätze zur Anwendung, die zum einen die Abwicklung erheblich schneller machen und zum anderen gegenüber einer konkreten Berechnung günstiger ausfallen. Ist ihr Souvenir mehr als dreihundertfünfzig Euro wert, kommt die Pauschalierung nicht zur Anwendung und es wird nach dem so genannten Zolltarif abgerechnet. Zahlen muss man übrigens sofort. Kann man das nicht, bleiben die Sachen beim Zoll bis man sie auslösen kann.

jetzt kommentieren? 27. Juni 2008

Regress für Reisemängel – wie viel ist der Schaden wert?

Reisemangel ist nicht gleich Reisemangel. Nicht jede Beanstandung löst einen Regressanspruch gegen den Reiseveranstalter aus. Ob und wie viel sie von dem Geld, das sie für die Reise gezahlt haben, zurück bekommen, kommt ganz auf den individuellen Fall an. War der Mangel besonders gravierend, kann gegebenen falls ein Anspruch auf die gesamte Summe bestehen. Üblich ist zur Kompensation eines verdorbenen Urlaubstages eine Pauschale von etwas fünfzig Euro. Dabei kommt es aber auch auf die persönlichen Verhältnisse des Anspruchsstellers an. So wird beispielsweise berücksichtigt, wie hoch das Einkommen ist. Auch fliesst in die Entscheidung mit ein, wie nötig man die Erholung gehabt hätte, was sich etwa an Hand des ausgeübten Berufes ermitteln lässt. Wer einen besonders stressigen Job hat darf einen höheren Schadensersatz erwarten als etwas eine Hausfrau. Worauf man sich nicht einlassen muss, ist eine Gutschrift für eine andere Reise. Zum einen, weil das Vertrauen in den Veranstalter nach einem verdorbenen Urlaub erschüttert sein dürfte, zum anderen, weil die Kompensation zeitnah erfolgen soll, und nicht erst ein Jahr später.Ungefähre Werte, was man erwarten darf, enthält eine spezielle Liste, in die alle zum Thema ergangenen Urteil eingearbeitet sind und die Gerichtspraxis widerspiegeln. Grosse Abweichungen von diesem Massstab sind nur bei besonders krassen Fällen zu erwarten, ansonsten muss man damit rechnen, dass sich das Gericht, sofern es zur Verhandlung kommt, an diesen Werten orientiert. Andere Regeln gelten übrigens für Ferienwohnungen, da hier ein anderes Rechtsgebiet relevant ist als bei Reisen, nämlich das Mietvertragsrecht.
Man sollte allerdings, auch wenn man der Auffassung ist, der Mangel sei besonders schwer, nicht voreilig die Reise abbrechen. Sieht das Gericht die Sache später anders, bleibt man auf den Reisekosten für die Heimfahrt sitzen. Auf jeden Fall müssen sie vorher dem Veranstalter Gelegenheit geben, dem Mangel abzuhelfen. Dazu hat er ein Anrecht. Vereiteln sie diese Möglichkeit, stehen die Chancen auf Schadensersatz schlecht.

jetzt kommentieren? 23. Juni 2008

Oldtimer unterwegs

Die Kunst des Reisens hatte in den frühen Zeiten des Automobils noch gänzlich Aspekte als dies heute der Fall ist. Statt verstopfter Strassen und zugestauter Autobahnen konnte man bei mässigem Tempo die Fahrt durch schmale kurvige Strassen noch geniessen. Die Wege waren noch nicht für das Auto optimiert, sondern für Fussgänger, Pferde und Fuhrwerke geschaffen. Was den damaligen Automobilisten vielleicht ein lästiges Hindernis war, suchen die Autoreisenden heute wieder. Schöne, so genannte Nebenstrecken, die ihren ursprünglichen Charakter erhalten haben und die sich in die Landschaft einfügen, statt sie zu durchpflügen, sind für den typischen Oldtimer – Fahrer erste Wahl.Wer eine schickes altes Auto sein eigen nennt, vielleicht ein alter Jaguar, der noch vor den Zeiten konstruiert wurde, als Energieeffizienz das Design zu prägen begann und heute alle Fahrzeuge ähnlich aussehen lässt, will nicht schnell irgendwo ankommen, sondern für ihn ist, ganz im Sinne der Kalenderweisheit, der Weg das Ziel. Da spielt auch das Wetter keinen Rolle; der echte Fan schont sich nicht, er nimmt höchstens Rücksicht auf das oft kostbare und liebevoll gepflegte Fahrzeug. So ein Oldtimer fordert vom Fahrer auch deutlich mehr, als ein moderner Wagen. Während letztere allesamt gleich bedient werden und sich ohnehin ähnlich und gutmütig verhalten, hat jeder Klassiker seine ganz besonderen Eigenheiten, die man kennen muss, will man nicht im Graben landen. Gerade diese Besonderheiten ziehen immer mehr Menschen in ihren Bann, die Technik noch hautnah erleben wollen, statt abgekapselt in einer gut isolierten Kabine zu sitzen, die Umwelt,- und Motorgeräusche aussperrt.

Sobald das Frühjahr herankommt, kann man seinem Steckenpferd Oldtimer beinahe an jedem Wochenende auf den verschiedensten Veranstaltungen frönen. Ob es um ein Wettrennen der Veteranen geht, eine Oldtimermarkt zur Ersatzteilsuche oder ein Treffen bestimmter Automarken – es wird dem Oldtimerfan niemals langweilig und Kontakt zu Gleichgesinnten zu finden ist das leichteste auf der Welt.

Das Beiprogramm kann sich meisten ebenso sehen lassen. Der Automobilist ist ja meist auch Genussmensch und schätzt durchaus nach der Fahrt einen kulinarischen Leckerbissen – eine gute Gelegenheit die Erlebnisse des Tages auszutauschen und den neusten Klatsch aus der Branche zu erfahren.

Für diese Hobby muss man übrigens nicht unbedingt reich sein – auch mit kleinem Budget ist der Einstieg schon zu schaffen – es muss ja nicht gleich ein Rolls sein.

jetzt kommentieren? 19. Juni 2008

Reisemängel richtig reklamieren

Am Urlaubsort ist vieles anders als gewohnt – nicht zuletzt deshalb verlässt man ja auch die Heimat um einmal etwas anderes kennen zu lernen. Aber für das investierte Geld möchte man natürlich auch eine adäquate Gegenleistung haben und keine unangenehmen Überraschungen erleben. Entspricht die Reise nicht dem, was der Reiseveranstalter versprochen und vertraglich zugesichert hat, sollte man Abweichungen geltend machen. Aber nicht alles, was einem im Urlaub nicht gefällt, rechtfertigt es, Geld zurück zu verlangen.Kleinigkeiten wie irgendein lästiges Insekt im Zimmer oder feierlustige Nachbarn im Nebenzimmer sind noch nicht unbedingt ein statthafter Reklamationsgrund. Anders sieht es aus bei dem kürzlich im Eis gefangenen Kreuzfahrtschiff, ein unvorhergesehener Vorfall, der den Abenteuercharakter der Reise zwar ohne Zweifel unterstreicht, wobei es unklar ist, ob dieses der Natur einer Seereise innewohnende Risiko Grund genug für eine erfolgreiche Reklamation ist. Hier wird wohl bei der Entscheidung wichtig sein heraus zu finden, ob ein schuldhaftes Verhalten des Anbieters oder des Kapitäns vorlag.

Was relavant ist und was nicht, hat die Gerichte schon reichlich beschäftigt, obwohl die meisten Fälle auf Kulanzbasis geregelt werden. Ob man es zumutbar ist, das man im Hotelrestaurant nicht Rauchen darf oder ob die ausländische Küche den Reisegenuss beeinträchtigt, sieht nicht jedes Gericht gleich. Um bei berechtigten Einwänden erfolgreich den Reisepreis zu mindern, sollte man einige Regeln beachten.
Dazu gehört zu erst, alles sorgfältig aufzuschreiben und Beweise zu sichern. Dazu gehören Unterlagen und auch Fotos, die den Mangel beschreiben. Dieser Mangel muss bedeutend genug sein und darf sich nicht auf Nebensächlichkeiten beschränken. Wem es am Zielort nicht gefällt, hat noch lange kein Rücktrittsrecht. Ist ein Unterhaltungsprogramm gebucht, findet aber nicht statt, sieht es schon anders aus. Ob die Unterkunft den Vereinbarungen entspricht, kann der Richter nur feststellen, wenn sie die tatsächlichen Zustände hinreichend belegen können. Ein Foto der Grossbaustelle vor dem Hotel wäre zum Beispiel ein wichtiges Beweismittel. Am Besten sie nehmen alle Unterlagen, auch den Katalog, mit in den Urlaub. Mit etwas Glück und Beharrlichkeit können sie ihre Reise vielleicht noch retten und anstatt sich zu ärgern den Urlaub geniessen. Der Reiseunternehmer hat nämlich in aller Regel ein Recht auf Nachbesserung. Vereiteln sie dies, indem sie ihn nicht informieren oder zumindest sich vor Ort beschweren, entgehen ihnen entsprechende Ansprüche auf jeden Fall. Zeit haben sie einen Monat um ihre Reklamation geltend zu machen. Warten sie länger, ist muss der Veranstalter nichts mehr zahlen.

jetzt kommentieren? 19. Juni 2008

Sanft Reisen

Die grassierende Umweltzerstörung verursacht vielen bewusst lebenden Menschen ein schlechtes Gewissen, wenn sie glauben durch ihr Verhalten dazu beizutragen. Dies gilt auch für das Reisen. Wer unterwegs sein möchte um fremde Länder kennen zu lernen und um sich zu erholen, für den gibt es durchaus Möglichkeiten, dies ohne allzu schädliche Auswirkungen für Umwelt und Menschen zu tun und dabei auch eventuell noch ein wenig Entwicklungshilfe zu leisten.Es ist keineswegs so, dass Tourismus generell eine schädliche zerstörerische Erscheinung wäre. Schliesslich besuchen schon seit Urzeiten Menschen andere Regionen, andernfalls würden wir alle völlig isoliert voneinander leben. Der kommunikative und verbindende Aspekt des Reisens ist ein wichtiger Beitrag zur Verständigung und um Verständnis für andere Lebensweisen zu entwickeln und damit ein Baustein für eine friedlichere Welt. Viele Länder, gerade in der Dritten Welt, sind sogar zwingend auf Tourismus angewiesen; bliebe er aus oder leidet er wegen einer Katastrophe oder politischen Zwischenfällen, stürzt dies allzu oft Millionen in grösste Not. So ist etwas Ägypten dafür ein gutes Beispiel – das Gros der Staatseinnahmen und die meisten Arbeitsplätze hängen am Tourismus. Als der wegen akuter Anschlagsgefahren zurück ging, litt das ganze Land darunter.

Aber auch ökologische Aspekte finden heute bei vielen Reiseanbietern in ihrem Angebot Berücksichtigung. Die einzelnen Teile der Reise sind dort im Hinblick auf die Umwelt so schonend wie möglich zusammen gestellt. Die häufigsten Transportmittel sind dabei solche mit günstiger Ökobilanz, also Busse und natürlich die Eisenbahn. Flugreisen haben generell eine hohe Belastung pro Passagier zur Folge – selbst das Auto ist da noch um Längen ökologisch verträglicher. Auf den Flieger sollte man also erst zurück kommen, wenn die Distanz keine andere Wahl lässt und das Ziel andernfalls in vertretbarer Zeit nicht erreichbar wäre. Je weiter man reist, desto länger sollte man auch am Zielort bleiben um die Schädigung durch den Transport dadurch wieder auszugleichen.

Am Urlaubsort sollte die bevorzugte Unterkunft keine internationale Hotelkette sondern möglichst ein regionaler Anbieter sein, damit das Geld auch im Land und idealerweise auch vor Ort bleibt, anstatt wieder ins Ausland transferiert zu werden und der regionalen Wirtschaft entzogen wird. Auch sollte das Hotel ressourcenschonend wirtschaften; das bedeutet sparsamen Umgang mit Wasser und Energie.

Für Ausflüge vor Ort haben energieeffizieten Transportmittel natürlich den Vorzug. Statt eines Mietautos kann es auch ein Fahrrad sein oder man nutzt öffentliche Verkehrsmittel.

Konsumieren sollte man örtliche Produkte, möglichst keine Importwaren. Sich an der regionalen Küche zu versuchen, die Produkte verwendet, die im Land angebaut oder hergestellt wurden, nutzt nicht nur, um den eigenen Horizont zu erweitern, sondern hilft auch den Einheimischen, sich wirtschaftlich zu entwickeln. Meiden sollte man dabei allerdings Fleisch von geschützten oder bedrohten Arten.

Sich auf einem aufwendig in der Wüste angelegten Golfplatz zu amüsieren, hat allerdings wenig mit ökologischem Reisen zu tun. Auch bei den Aktivitäten im Reiseland sollte man auf Verträglichkeit achten.

jetzt kommentieren? 18. Juni 2008

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