Monatsarchiv für Juni, 2008
Die immer umfangreicheren Sicherheitskontrollen insbesondere auf Flügen in und aus den USA führen zu immer längeren Wartezeiten an den Schaltern. Die Vorschriften für Passagiere, was mit an Bord darf und was nicht und wie Koffer gepackt werden müssen verschlingen beim Check-in viel Zeit. Die Kofferkontrolle dauert natürlich umso länger, je weniger Erfahrung der Fluggast mit dieser Prozedur hat. Wer das erste Mal in die USA unterwegs ist, hat mit ziemlicher Sicherheit einige der Bestimmung überlesen oder falsch verstanden und irgendetwas dabei, was er nicht dabei haben dürfte und sei es nur eine Zahnpastetube mit zuviel Inhalt. Der Geschäftsreisende, der zwischen Europa und Amerika hin und her pendelt, weiss dagegen genau was geht und was nicht.Bislang stehen aber sowohl der Profi als auch der Laie in der gleichen Schlange am Abfertigungsschalter an und letztere halten naheliegenderweise den ganze Verkehr auf. Um dieses Problem zu lösen, haben die US-Behörden sich eine neue Abfertigungsmethode ausgedacht, die den Ablauf beschleunigen soll. Die Idee dabei ist, die Passagiere in Erfahrungsgruppen aufzuteilen. Wer sich auskennt, bekommt einen eigenen Schalter, Semiprofis einen anderen und die ganz hilflosen werden ebenfalls separat abgefertigt. Damit man sich leicht zurecht findet, sind die einzelnen Schlangen farblich gekennzeichnet. Wo man sich anstellen will, ist allerdings von der eigenen Einschätzung des Fluggastes abhängig. Wer sich für erfahren hält, stellt sich eben in die entsprechende Schlange. Ob seine Einschätzung zutrifft, das erfährt er spätestens während der Kontrolle.
In der Praxis sieht es allerdings danach aus, als würden sich viele für erfahrener halten, als sie sind. Während an den Profischlangen die meisten anstehen, mag sichscheinbar kaum jemand als unerfahren outen – gut möglich, dass menschliche Eitelkeit dieses System dauerhaft lähmen wird.
Erste Messungen zeigen zwar, dass die Profiabfertigung schneller geht als bislang. Aber auch das könnte sich bald wieder ändern, sobald neue Durchleuchtungsgeräte in Betrieb genommen werden, die den Gepäckinhalt sehr viel deutlicher zeigen, als bisherige Systeme. Dies könnte zu noch mehr Handkontrollen führen, da die Erkennung von potentiell verdächtigen Gegenständen zunehmen wird.
Die Umstände, die die Sicherheitsmassnahmen den Passagieren abverlangen, bewegen inzwischen immer mehr Reisende dazu, sich nach anderweitigen Transportmitteln umzusehen.
18. Juni 2008
Eine Flugreise Richtung Ferien hebt die Stimmung meistens gewaltig, besonders wenn man sich ein Jahr oder noch länger auf den ersehnten Urlaub gefreut hat. Aber nach der Buchung und dem Kofferpacken sind noch nicht alle Hürden überwunden um bald im Flieger Platz zu nehmen und mit dem Erholen zu beginnen. Bevor es richtig losgeht, müssen sie sich noch ein Reihe von Informationen besorgen, falls ihr Reisebüro oder ihr Reiseveranstalter das nicht bereits erledigt hat. Gerade bei einer Flugreise müssen sie ihr Gepäck nämlich mit grosser Umsicht einpacken, da es eine ganze Reihe strenger Vorschriften gibt, was alles mit an Bord darf und was nicht. Hier gibt es nochmal eine Unterscheidung zwischen den Koffern, die im Frachtraum mitreisen, und dem Gepäck das sie mit in die Kabine nehmen.Sind sie reise erfahren, denke sie vielleicht es sei eine kluge Vorsorgemassnahme, wenn man alles unverzichtbare direkt bei sich führt, falls die Koffer in der falschen Maschine landen sollten oder verloren gehen – es passiert nicht allzu häufig, aber es kommt vor. Da ist es angenehm, wenn man wenigstens eine Zahnbürste parat hat und Zahncreme gleich mit. Da fangen die Probleme mit den Sicherheitsvorschriften aber schon an. Reisen sie ab einem Flughafen der europäischen Gemeinschaft, darf alles Flüssige nur in Gebinden von maximal einhundert Millilitern mitgeführt werden und auch nur bis zu maximal einem Liter insgesamt. Haben sie sich eine normalgrosse Tube Zahncreme einpackt, nimmt sie ihnen der Kontrolleur am Check-in gleich wieder aus dem Gepäck. Auch ihr Deo oder Haarwaschmittel fällt unter diese Regel, weshalb sie ihre Kosmetikartikel nur im Kleinformat kaufen sollten. Von der Flüssigkeitsregel gibt es nur Ausnahmen für Arzneimittel und Kleinkindernahrung. Aber selbst die Arzneien dürfen nur mit rein, wenn sie auch einen Nachweis dafür haben, dass sie sie einnehmen müssen.
Alles was gefährlich werden könnte, also spitz oder scharf ist, gehört ebenfalls in die Koffer, nicht in ihre Handtasche. Nagelfeilen zählen dazu genauso wie Scheren oder kleine Taschenmesser.
Haben sie richtig eingekauft und gepackt, steht dem Start in den Urlaub nichts mehr im Weg.
11. Juni 2008
Öko ist in, und das ist auch gut so. Das Bewusstsein, das jeder auch selbst für eine intakte Umwelt und für gerechte Verteilung der Ressourcen verantwortlich ist, setzt sich in immer breiteren Bevölkerungsschichten durch. Die Reiseanbieter haben schon lange diesen Trend erkannt, und bieten angeblich ökologisch unbedenkliche Reisen an. Eine so klassifizierte Unterkunft wird mit naturnahem Erleben beworben, aber die Deutungshoheit über die Umweltverträglichkeit der Unterkunft liegt bislang bei den Betreibern und Tourismuskonzernen – eine verbindliche Definition dafür fehlt bislang. Wer also sicher gehen will, dass seine persönlichen Vorstellungen sich auch am Urlaubsort widerspiegeln, sollte informiert sein und nicht alles für öko halten, was unter diesem Label angeboten wird. Da man für diesen besonderen Trip in aller Regel auch kräftig zur Kasse gebeten wird, was durchaus gerechtfertigt ist, sofern die Voraussetzungen stimmen, zahlt man bei etlichen Reisen zuviel, da das Etikett keine wirkliche Grundlage in der dortigen Realität hat.So versteht man im angelsächsischen Raum unter „Eco” etwas ganz anderes als wir hierzulande unter „Öko”. Während es dort um das Naturerlebnis in der Hauptsache geht, spielt der schonende Umgang mit der Umwelt dort, wenn überhaupt, nur eine untergeordnete Rolle. Das muss man wissen, wenn man keinem Irrtum bei der Buchung unterliegen will. Dabei liegt bei solchen Angeboten kein Täuschungsversuch vor, es liegt ganz einfach an unterschiedlichen Definitionen eines Begriffes.
Um nach unseren Kriterien als ökologisch zu gelten, sind einige Voraussetzungen zu erfüllen. So müssen die Einnahmen im Land bleiben und nicht in die Ferne auf ein Grosskonzernkonto wandern. Die ganze Anlage sollte ein geschlossenes Konzept verfolgen, dass Naturerlebnis mit Umweltschutz und Stärkung der lokalen Wirtschaft umfasst. Eine Unterkunft gilt nicht als ökologisch, wenn die Einheimischen dabei nicht profitieren. Dazu gehört auch eine Küche, die lokale Gerichte aus im Land angebauten Produkten anbietet. Da gerade in der Dritten Welt oft das Geld für die chemische Behandlung von Ackerfrüchten fehlt, sind die dortigen Nahrungsmitteln ohnehin biologisch unbedenklich.
Auch die Architektur ist eine Kompetente. Kein Betonklotz, sondern ein Gebäude, das mit der Landschaft harmoniert, ist ein Beitrag zum Schutz der Umwelt. Gleiches gilt für die Energieversorgung und den Umgang mit Ressourcen wie Frischwasser.
11. Juni 2008
Damit die schönsten Wochen des Jahres nicht in einer Pleite enden, sollte man sich auch bezüglich der Zahlungsmittel, die man am Urlaubsort verwenden will, gut vorbereiten. Hier sind vorab Informationen nötig, zum Beispiel darüber, welche Bezahlmöglichkeiten am Zielort überhaupt akzeptiert werden. Wer nur seine Scheckkarte dabei hat, steht möglicherweise schnell ohne Bares da, weil es vor Ort keine Geldterminals gibt oder das Zahlungsmittel im ganzen Land nicht üblich ist. Auch Gebühren sind ein wichtiges Thema, da sie zum Teil je nach verwendeter Methode ganz erheblich die das Budget strapazieren können.Auf der sicheren Seite was Liquidität angeht ist man auf jeden Fall immer mit Barem. Man kann sicher sein, dass Geld immer und überall akzeptiert wird. Ausnahmen bestehen mit Einschränkung in den USA, wo man sich mit höheren Bargeldbeträgen entweder schnell verdächtig macht oder mitunter die Zahlung nicht möglich ist. Hier ist die Kreditkarte absolut üblich und oft auch erforderlich. Im Rest der Welt wird man diese Problem eher nicht haben, im Gegenteil. Der Nachteil von Bargeld ist die Gefahr von Diebstahl beziehungsweise der Ersatzlose Verlust, da verlorenes Geld keine Versicherung ersetzt. Daher sollte man nicht allzu viel bei sich führen und wenn möglich vor Ort Nachschub besorgen. Ob man schon in Deutschland oder im Zielland umtauscht, hängt vom jeweiligen Wechselkurs ab. Innerhalb der Eurozone stellt sich die Frage ohnehin nicht, ausserhalb macht man beim örtlichen Geldwechsler meist das bessere Geschäft als bei hiesigen Banken.
Weit verbreitet ist auch die Scheckkarte beziehungsweise EC-Karte. Sie wird weltweit in über hundert Staaten angenommen, sowohl beim Einkaufen oder Essen gehen, als auch an den unzähligen Automaten. Die Gebühren sind moderat, meist 1 % der Kaufsumme. Hier sollte man auf Zusammenschlüsse von Banken achten, die ihre Kunden gegenseitig bessere Konditionen oder sogar kostenlose Abhebungen anbieten. Am besten man fragt bei seiner Hausbank nach den günstigen Alternativen im Zielland.
Da berühmte Plastikgeld in Form der Kreditkarte hat einen weltweiten Siegeszug hinter sich. Verwendet man nicht gerade eine exotische Karte, kann man damit fast überall bezahlen. Die Gebühren sind höher als bei der EC-Karte. Bares gibt es allerdings nur gegen happige Gebühren, da gibt es bessere Alternativen. In manchen Ländern braucht man auch seine Geheimzahl, da allein die Unterschrift nicht ausreicht. Also nicht vergessen, sie sich zu merken.
Die bewährte und sichere Methode im Ausland Geld mit sich zu führen ist der altbekannte Reisescheck. Besonders in Gegenden mit wenigen Geldautomaten kommt man damit mit ähnlichen Gebühren weiter wie bei Kreditkarten. Die Beträge der einzelnen Schecks sollten nicht zu hoch sein, da sie oft als Bargeldersatz verwendet werden.
Geht eine Karte im Ausland verloren, sollte man seine Bank oder die Kreditkartengesellschaft umgehend informieren, damit, falls sei gestohlen wurde oder jemand sie findet, er damit nicht das Konto leer räumen kann. Notieren sie sich also die entsprechende Telefonnummer, damit sie danach nicht lange suchen müssen.
11. Juni 2008
Glaubt man einer aktuelle Studie, kommt es bei der Frage wie willkommen man im Gastland ist nicht zuletzt darauf an, woher man stammt. Nicht jede Nationalität ist überall gleich gerne gesehen und Vorurteile mischen sich hier mit Erfahrungswerten zu einer Beliebtheitsskala mit interessanten Aspekten. Um herauszufinden, welche Eigenschaften und welches typische Verhalten man den einzelnen Staatsangehörigen überwiegend zuordnet, wurden mehrere tausend Hotels nach ihrer Einschätzung befragt. Dabei wurden Fragen nach dem Verhalten dieser Reisenden als auch solche über ihr Eigenarten gestellt und zu einer Gesamtnote zusammen gefasst. Beispielsweise sollten Angaben gemacht werden, ob die entsprechende Gruppe lieber gewohnte Kost am Urlaubsort zu sich nimmt oder sich auch auf Experimente mit der regionalen Küche einlässt. Selbst die Höhe der Trinkgelder spielt bei der Beurteilung eine Rolle.Gute Betragensnoten erhielten nicht nur fast erwartungsgemäss japanische Touristen; schliesslich ist deren Höflichkeit sprichwörtlich, was sich auch in der Realität zu bestätigt scheint. Auch wir selbst schneiden dabei überraschend gut ab, auch weil der Wille, sich in der jeweiligen Landessprache verständlich zu machen, bei uns wohl sehr ausgeprägt ist. Was Grosszügigkeit angeht liegen reisende US-Bürger allerdings weit vorne.
Geiz ist keine gern gesehene Eigenschaft am Urlaubsort, aber auch ?usserlichkeiten prägen das Bild des Touristen. Wie fast zu erwarten, punkten hier unser französischen Nachbarn und natürlich Italiener, die traditionell grossen Wert auf ihre Garderobe legen. Hier nachlässig zu sein ist ein Vorwurf, den auch wir uns gefallen lassen müssen, allein weil er zutrifft. Noch entspannter gehen US-Bürger mit ihrem Outfit um, ganz im Sinne amerikanischer Lebensart, die praktische Lösungen bevorzugt.
Gut abgeschnitten haben neben den genannten Völkern auch die kanadischen Globetrotter die auch bei sich zu Hause beliebt sind. Ganz am Ende der Wertung landen neben unseren französischen Nachbarn, die besonders wegen ihrer sprachlichen Arroganz so weit abgeschlagen sind, chinesische Staatsbürger und Inder.
11. Juni 2008
Wer nach günstigen Übernachtungsmöglichkeiten auf Reisen sucht, wird im Internet schnell fündig. Hier sollte man allerdings vor der Buchung eine gewisse Vorsicht walten lassen, will man vor Ort nicht unangenehme Überraschungen erleben.Gerade besonders preiswerte Angebote gilt es gründlich unter die Lupe zu nehmen. Die gibt es zahlreich, da die Hotels ihre Restplätze im Internet anbieten um ihre Auslastung sicher zu stellen. Dabei kann man wirkliche Schnäppchen machen. Die Online-Börsen zu vergleichen ist dabei die erste Massnahme, um nicht zu viel zu bezahlen. Das gleiche Zimmer kann in den verschiedenen Portalen zu unterschiedlichen Preisen angeboten werden, die um bis zu einem Drittel voneinander abweichen können. Ausserdem schwanken die Preise mitunter täglich, so dass man durchaus öfter die Angebote checken sollte.
Dabei sind die Online-Dienste durchaus praktisch, da die wählbaren Optionen die Zimmersuche deutlich erleichtern. Sehr schnell findet man ein Angebot, dass den eigenen Vorstellungen möglichst nahe kommt. Wer etwas seinen Hund mit auf Reisen nimmt, hat schnell ein Hotel heraus gesucht, das die Unterbringung von Tieren gestattet.
Nicht blind verlassen sollte man sich auf Abbildungen in den elektronischen Katalogen. Hier sind öfters nicht die konkret angebotenen Zimmer zu sehen, sondern nur Beispiel aus dem Hotel. Was das offerierte Zimmer tatsächlich zu bieten hat, kann man nur aus der Beschreibung ablesen.
Bewertungssysteme von Nutzern sind im Web weit verbreitet, so auch in der Hotelsparte. Günstige Beurteilungen von angeblichen Gästen sind allerdings auch kritisch zu betrachten, da hier Betrug ziemlich leicht ist und mitunter die Wertung vom Anbieter selbst stammt.
Technik hat ihre Tücken. Die Buchungsbestätigung des Online-Dienstes könnte im Zweifel fehlerhaft sein. Gut beraten ist man, das Hotel selbst um eine Bestätigung zu bitten um sicher zu stellen, dass die Buchung auch wirklich angekommen ist. Zwar hat man Schadenersatzansprüche gegen den Vermittler, aber der verdorbenen Urlaub kann damit nicht ersetzt werden.
Um vor Ort die Klärung von Missverständnissen leichter klären zu können, sollte man die Buchungsbestätigung ausdrucken und mitnehmen. Dann steht einem preiswerten Hotelurlaub nichts mehr im Wege.
08. Juni 2008
In der spanischen Provinz Astrurien locken nicht nur herrliche Strände den Touristen, sondern auch einen einmalige Attraktion. Im Felsgestein der Küstenregion finden sich gewaltige Fussabdrücke, der grösste von ihnen ist über einen Meter breit. In früheren Zeiten hätte man diese Spuren gewiss für Teufelswerk oder die Abdrücke von märchenhaften Riesen und Drachen gehalten. Heute wissen wir, wer sie hinterlassen hat, nämlich die Dinosaurier, die hier einst im schlammigen Ufergrund wanderten und mit ihrem gewaltigen Gewicht tiefe Spuren in den Untergrund pressten. Günstige Umstände haben diese Hinterlassenschaften erst konserviert und später verwandelte sich der weiche Schlamm in Äonen langsam in festen Stein. Dieses glückliche Zusammenspiel von günstigen Umständen ermöglicht nicht nur Forschern mehr über diese ehemaligen Herrscher der Erde in Erfahrung zu bringen, sondern jedermann kann bis jetzt noch seine eigenen Feldforschung betreiben und im Abdruck eine Riesen stehend seiner Einbildung freien Lauf lassen, wie der Verursacher dieser Abdrücke wohl einst ausgesehen haben mag. Die Abdrücke in allen Grössen, vom Giganten bis zu Kleinsauriern finden sich nicht nur am Boden, sondern auch in den Felswänden entlang der Küste. Es soll jetzt aber niemand glauben, die enormen Tiere seinen glatte Wände empor gegangen, dazu waren sie ganz bestimmt nicht in der Lage. Vielmehr haben geologische Entwicklungen die ursprünglich horizontalen Flächen verschoben, sie quasi im Verlauf der Erdgeschichte aufgerichtet und präsentieren sie heute als kleine Kuriosität. Kein Wunder, dass sich hier ganz besonders Kinder wohl fühlen. Sie kommen voll auf ihre Kosten, wenn sie staunend in den Überbleibseln dieser im Augenblick so populären Kreaturen umher wandern. Am Ende des Weges wartet als Höhepunkt noch eine ganz besondere Überraschung, nämlich eine Dinosauriermuseum, in dem passend zu den Fussspuren die Skelette der einstigen Bewohner zu betrachten sind. Das Gebäude hat passenderweise die Form eines Fussabdrucks der vorzeitlichen Echsen.Dieser besondere Landstrich ist noch ein echter Geheimtipp, der bislang nur von wenigen Deutschen besucht wird. Es lohnt, wer daran Interesse hat, sich bald dorthin auf zu machen, da sich der Bekanntheitsgrad in Kürze deutlich erhöhen könnte. Diese besondere Fundstätte steht auf der Liste zur Ernennung zum Weltkulturerbe. Sobald es soweit kommt, wird sich der Besucheransturm sicherlich merklich erhöhen.
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06. Juni 2008
Wer zu Zeiten des kalten Krieges wenigsten einmal in den Ostblock und insbesondere in die DDR eingereist ist, erinnert sich gewiss mit Schrecken an das Prozedere der Grenzkontrolle. Akribische Prüfung der Papiere, des Fahrzeugs, des Gepäcks nach allen Regeln der Kunst war Standard. Will man heutzutage in die Vereinigten Staaten einreisen, entsteht leicht der Eindruck, die Mauer sei nicht gefallen, sondern stünde heute nur an einem anderen Ort. Als Tourist oder als Geschäftsmann in die USA hinein zukommen wird ständig komplizierter. Die beizubringenden Informationen und die vom Einreisenden erfassten Daten übersteigen den Kontrollzwang der Zonengrenzer längst bei weitem.Ab nächstem Jahr wird ein Abstecher in The Land of the Free noch ein weniger schwieriger. Ganz aussen vor bleiben dann jene Zeitgenossen, die sich bislang noch keinen Internetzugang eingerichtet haben oder sich gar mit der Bedienung eines Computers nicht auskennen. Obligatorisch wird nämlich eine Online-Registrierung eingeführt. Ob die Amerikaner jeden, der sich nicht im Cyberspace bewegen will oder kann für potentielle Terroristen halten, weiss man nicht. Die offizielle Begründung für diesen Schritt ist die angebliche Vereinfachung des Einreiseverfahrens, zum Beispiel durch die Einsparung der Formulare, die man bislang auf dem Hinflug ausfüllen musste. Keinesfalls eine Vereinfachung, jedenfalls nicht für den Reisenden, ist die gesetzte Frist für diese Registrierung. Wer sie nicht spätestens drei Tage zuvor macht, braucht gar nicht erst in den Flieger zu steigen, da er nicht durch die Grenzkontrolle kommen wird. Ein ungeplanter Trip nach New York zum Wochenend-Shopping fällt damit schon einmal flach. Unvorhergesehene Ereignisse wie plötzliche Geschäftstermine sollten künftig auch nicht mehr vorkommen – sorgfältige Planung ist jetzt angesagt.
In das Online-Formular gehören übrigens sämtliche Angaben, die bislang auch in Papierform zu machen waren. Zusätzlich wird man bei der Einreise auch Abdrücke aller zehn Finger nehmen, statt bisher nur die der Zeigefinger. Es empfiehlt sich also, bei drüben geplanten Verbrechen und Anschlägen Handschuhe zu tragen, besonders, da künftig auch bei der Ausreise die Fingerabdrücke gescant werden. Immerhin darf nach dieser Prozedur die folgenden zwei Jahre ohne erneute Registrierung die US-Grenze passieren.
Die Europäische Union stellt sich seit Bekanntwerden dieser Pläne übrigens die Frage, ob da durch die Hintertür die für Deutschland weggefallene Visumspflicht wieder eingeführt wird. Man war in Brüssel über das Vorgehen der Amerikaner nicht sonderlich begeistert.
06. Juni 2008
Welcher Fan träumt nicht davon, seinen Lieblingsprominenten einmal anfassen und abkuscheln zu können. Diese Privileg erhalten allerdings nur ganz wenige und wer sich den ersehnten Kontakt erzwingt, bekommt mächtig Ärger mit dem Gesetz. Aber es gibt Grund zur Hoffnung. In Berlin wird in der bekanntesten Strasse der Stadt Unter den Linden im Juli dieses Jahres ein neuer Streichzoo eröffnet – randvoll mit beinahe einhundert Promis aus allen Sparten. Aber Spass beiseite: was dort nach Berlin kommt, ist schon jetzt weltberühmt – Madame Tussauds Wachfigurenkabinett bekommt eine Ableger in Deutschland. Dabei wird die deutsche Hauptstadt erst recht spät um diese Attraktion bereichert. Weltweit existieren bereits mehr als ein Dutzend Pendants des englischen Originals, das dort schon Anfang des Neunzehnten Jahrhunderts seine Tore öffnete.Jeder, der schon einmal London besucht hat, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit auch dort die Ausstellung besucht haben, schliesslich ist sie eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt und gehört zum Pflichtprogramm jedes Touristen. Bei deutschen Reisenden ist sie sogar ganz besonders angesagt; sie stellen eine Grossteil der jährlichen Besucher.
Das Berliner Kabinett wird allerdings eine Besonderheit aufweisen, die vielleicht auch so manchen Briten zu einer Reise auf den Kontinent veranlassen könnte, da er diesen Vorzug in der Heimat nicht geboten bekommt. Die Figuren in Berlin wird nämlich jederman ganz nach Gusto berühren dürfen – in London und sonst auf der Welt streng verboten. Wer also Steffi Graf schon immer mal in den Arm nehmen wollte, hat bald die Gelegenheit dazu. Ganz preiswert ist der Eintritt zur Ausstellung nicht. Fast zwanzig Euro werden für einen Besuch fällig. Das hat unter anderem auch den Grund, dass das „Anfassen erlaubt” für die empfindlichen Figuren natürlich Folgen hat. Die laufenden Reparaturen, die der Veranstalter erwartet, sind im Eintrittspreis bereits mit eingerechnet. Berlin ist also wieder mal eine Reise wert, natürlich nicht nur wegen Madame Tussaud.
06. Juni 2008
Sollte man raten würde man gewiss auf die USA tippen, wenn man nach der grössten und Wildwestveranstaltung der Welt gefragt würde. Da hätte man sich aber gründlich getäuscht – die findet im benachbarten Kanada statt, genauer in der Metropole Calgary. Vor der modernen Kulisse dieser Grosstadt wird jedes Jahr das das grösste Rodeo Amerikas abgehalten. Dieser Publikumsmagnet zieht nicht nur Besucher, sondern vor allem auch Cowboys des ganzen Kontinents an. Die Veranstaltung dauert ganze zehn Tage und bietet alles, was man vom Wilden Westen erwarten darf. Ein Höhepunkt ist das Bullenreiten, so ziemlich der verletzungsträchtigste Sport der Welt. In grössere Gefahr begibt man sich vermutlich nur noch im Kriegseinsatz.Die Preigelder sind hoch, insgesamt geht es um Millionen. Die Cowboys sind allesamt Profis, die mit Bullenreiten ihren Einkommen bestreiten. Schlecht daher, wenn man verliert. Nur der Gewinner bekommt eine Prämie. Hier treten ohnehin nur die Besten gegeneinander an. An diesem Turnier kann man nicht einfach nach Belieben teilnehmen. Nur wer sich schon andernorts ausreichend profiliert hat wird nach strengen Kriterien ausgewählt und nach Calgary eingeladen. Das lohnt auch, wenn man in einem Jahr mal leer ausgeht. Allein der Ruhm und das Prestige dabei gewesen zu sein, sind schon bares Geld wert. Der Marktwert des Athleten steigt auf alle Fälle.
Die wenigen Sekunden die der Ritt dauert, haben es in sich. Die Tiere sind wild, riesig und schwer. Entsprechend oft tragen die Reiter Verletzungen davon. Wer diesen Job ein paar Jahre macht, hat sich meistens schon fast jeden Knochen einmal gebrochen und kaum ein Körperteil bleibt ohne Narben.
Das Rodeo existiert schon seit Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts und hat sich in dieser Zeit zu der heutigen berühmten Show gemausert. Täglich wollen fast zwanzigtausend Besucher sehen, wie die harten Jungs mit den Stieren kämpfen oder Wildpferde in der Arena einreiten – oder es zumindest versuchen. Kutschenrennen gehören genauso zum Programm wie ein Hindernisparqour im Sattel. Langeweile kommt da keine auf, die Stimmung ist jeden Tag bombig. Im Juli ist es wieder soweit – für jeden Wildwestfan ein absolutes Muss. ´
03. Juni 2008
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