Auf den Spuren der Sultane
Unsere Tour durch die Altstadt von Istanbul ist noch nicht beendet, obwohl wir auf Grund der tausenden Eindrücke kaum mehr neue Informationen aufnehmen können. Ein Höhepunkt dieser Stadtbesichtigung ist ein Bummel über den weltberühmten Basar. Hier erlebt man den Orient so, wie man ihn aus Filmen und Büchern kennt. Durch verwinkelte Gassen wandert man am Angebot von aberhunderten Läden vorbei, die allesamt vollgepackt mit Waren aller Art sind. Hier erhält man schlicht alles, was man sich nur vorstellen kann. Vom Teppich über Gewürze, Lebensmittel aller Art, jeden Gegenstand des täglichen Bedarfs, Schmuck und Hausrat, alles wird verkauft und selbstverständlich muss man den Preis aushandeln – schliesslich sind wir auf einem orientalischen Basar. Eine solche Einkaufstour ist verdammt anstrengend, zumal wir wegen des naturgemäss sehr beschränkten Platzangebots auf unseren Rädern uns sehr zurückhalten müssen. Aber ein Vergnügen ist es trotz alledem; wer zu erschöpft ist, findet auch massenhaft kleine Kaffeehäuser, in denen man sich zwischendurch ausruhen kann.Istanbul verfügt übrigens über ein Strassenbahnnetz, das für Touristen eine praktische Methode zur Fortbewegung ist. Man kann sich nicht so leicht verirren und den Rückweg findet man auf jeden Fall wieder, man muss ja nur in die entgegen gesetzte Richtung zurückfahren. Auf diese Art gelangen wir zum Hafen und entschliessen uns zu einem kleine Ausflug auf dem Bosporus. Vorher erwerben wir gegrillten Fisch mit Brot, der fangfrisch verarbeitet wird und herrlich schmeckt. Überhaupt gibt es beinahe keine Stelle in dieser Stadt, an der nicht irgendetwas gehandelt wird. An jeder Ecke findet sich ein Händler. So vergeht rasch der Tag und wir müssen an die Rückfahrt nach Bulgarien denken, wo sich noch unsere Räder befinden. Wir hoffen, dass sie sich noch unversehrt an ihrem Platz befinden, als wir um sechs Uhr abends losfahren. Die längste Zeit der Rückfahrt werden wieder die Grenzkontrollen einnehmen – viel Gelegenheit zum Ausschlafen.
jetzt kommentieren? 02. Juni 2008
