Monatsarchiv für Juli, 2008
Bonn war als Bundeshauptstadt einst politischer Mittelpunkt Deutschlands. Seit Berlin 1999 zum Regierungssitz ernannt wurde, haben nur noch sechs Ministerien ihren Hauptsitz in Bonn, unter anderen das Verteidigungsministerium und das Bundesministerium für Bildung und Forschung.Doch Bonn hat immer noch viel zu bieten und lockt Freunde historischer Sehenswürdigkeiten. Gerade bei gutem Wetter lohnt ein Besuch der schönen Stadt am Rhein, denn viele der Ausflugsziele liegen unter freiem Himmel. Von der Bonner Innenstadt ausgehend können nahezu alle wichtigen Punkte zu Fuß gut erreicht werden. Im Zentrum liegt der Bonner Münster, der im 11. Jahrhundert vom Cassius-Stift errichtet wurde. Der Bau im romanischen Stil verfügt noch über die ursprünglichen Glocken, die alle von Martin Legros um 1756 gegossen wurden. Nur die kleinste Glocke stammt nicht von ihm, sondern von Johannes Bourlet und ist rund 70 Jahre älter. Von hier aus führt der Weg über den Münsterplatz am Beethovendenkmal vorbei zu dessen Geburtshaus. Im Jahr 1770 erblickte Ludwig van Beethoven in der Bonngasse das Licht der Welt. Er ist die bekannteste mit Bonn verbundene Persönlichkeit, obgleich keineswegs die einzige. Der Komponist Robert Schumann verbrachte seine letzten Jahre ebenfalls in Bonn und wurde auf dem Alten Friedhof begraben. Hier steht auch ein Denkmal ihm und seiner Schwester zu Ehren.
Ebenfalls zentral gelegen ist das ehemalige Kurfürstliche Schloss, in dessen Mauern nun die Studenten der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität lernen. Unweit davon entfernt beginnt die Poppelsdorfer Alle, eine mit Kastanien gesäumte Prachstrasse, die das Universitätshauptgebäude mit dem Poppelsdofer Schloss verbindet, das 1740 erbaut wurde. Im Jahr 1944 wurde es stark zerstört, so dass heute nur wenig der ursprünglichen Pracht erhalten ist. In den Gärten des Schlosses befindet sich der botanische Garten der Universität, das Gebäude wird von verschiedenen Instituten genutzt.
Die Kneipen und Lokale in Poppelsdorf werden von Studenten gerne frequentiert. Hier kann auch ein Urlauber den Tag ausklingen lassen und noch ein wenig typische Bonner Atmosphäre aufnehmen.
25. Juli 2008
Kreuzfahrten gewinnen an Beliebtheit. Der Rundum-Service, die Rückzugsmöglichkeit in der eigenen Kabine und auch das immense Angebot auf kleinstem Raum sind sicherlich ausschlaggebende Gründe. Wer eine Seereise bucht, muss auf nichts verzichten, von Erholung über Sport bis hin zu Luxus pur ist alles möglich. In diesem Jahr haben gleich 8 neue Ozeanriesen ihren Dienst aufgenommen. Oberstes Ziel: dem Gast alles Erdenkliche zu bieten. Einige der Ozeanriesen warten dabei mit ganz außergewöhnlichen Angeboten auf.Das größte derzeit für den Personenverkehr genutzte Schiff ist die „Independence of the Seas” der Reederei „Royal Caribbean Cruise Line”. Von ihrem Heimathafen in Southhampton aus fährt sie vor allem Häfen am Mittelmeer und in der Karibik an. Auf ihren fast 340 Metern Länge und 56 Metern Breite haben 1800 Kabinen für insgesamt 3.600 Passagiere Platz. Für Kurzweil während der Seetage sorgen unzählige Attraktionen. Neben den mittlerweile üblichen Promenaden und Leinwänden für Filmvorführungen ist die „Independence” mit einer großen Badelandschaft, einem Casino und diversen Restaurants ausgestattet. Und auch für sportliche Betätigung ist das Schiff bestens ausgerüstet. Außer einem großen Fitness-Center befinden sich an Deck auch eine Kletterwand, eine Minigolfanlage und eine Eislaufbahn, die selbst in den warmen Gefilden des Mittelmeeres geöffnet ist.
Garant für eine romantische Seereise ist die vergleichsweise kleine „Ruby Princess”, deren Ziele ebenfalls in der Karibik liegen. 900 Kabinen sind mit eigenem Balkon ausgestattet. Bei schönem Wetter werden auf der großen Leinwand unter freiem Himmel ausgewählte Filme gezeigt. Und für Paare, die von den großen Gefühlen übermannt werden, steht eine Kapelle für die Trauung bereit. Auch für die kleinen Passagiere ist bestens gesorgt, denn für jede Altersgruppe werden betreute Treffen angeboten. Die Jungfernfahrt der „Princess” wurde für November diesen Jahres angesetzt; die ersten Reisen für das nächste Jahr können bereits gebucht werden.
Voraussichtlich ebenfalls gegen Ende des Jahres sticht die „MSC Fantasie” zu ihrer Jungfernfahrt ins Mittelmeer in See. Dieser Luxusdampfer der Sonderklasse ist zwar etwas kleiner als die „Independence of the Seas”, bietet jedoch einen 6-Sterne-Bereich. 100 Kabinen stehen für die Gäste bereit, die sich gerne das ganz Besondere gönnen. Diese verfügen über eine eigene Rezeption, einen Rund-um-die-Uhr-Butler-Service und einen separaten Zugang zum Spa-Bereich des Schiffes.
Anhänger des gediegenen Ambientes werden einen Aufenthalt auf der „MSC Poesia” in vollen Zügen genießen. Dieses Schiff bietet ein Casino, eine Vinothek, kleine Bars und Restaurants und sogar eine Kunstgalerie. Besonders attraktiv für Familien ist das Angebot, zwei Kinder bis zu 17 Jahren kostenfrei mitzunehmen. In diesem Fall muss jedoch eine Familienkabine gebucht werden. Allerdings wird für kleine Kinder wenig Interessantes an Bord geboten. Auch die angefahrenen Ziele im Mittelmeer sind eher an erwachsenen Passagieren ausgerichtet.
Wer gerne eine Kreuzfahrt buchen möchte, hat inzwischen eine große Auswahl an Zielen. Meist werden die großen Häfen von verschiedenen Flotten angefahren, hier lohnt ein genauer Blick auf die Preise. Vor allem Landgänge können deutlich zu Buche schlagen, nicht immer ist das Ausschiffen inklusive. Ebenfalls eingeplant werden sollten die Preise für Getränke und kleinere Speisen an Bord. Wenn möglich, kann auf den Landgängen für die nächsten Seetage vorgesorgt werden um das Budget nicht zu sprengen. Auf manchen Schiffen wird auch zusätzlich Eintritt für Kinos, Bäder oder Fitness-Studios verlangt. Nach Möglichkeit sollte der Interessierte sich nicht nur über das Internet, sondern auch im nächsten Reisebüro informieren, denn hier werden auch die versteckten Kosten genannt.
24. Juli 2008
Die freie und Hansestadt Hamburg lohnt immer einen Besuch, denn sie bietet etwas für jeden Geschmack.Mitten in der Stadt liegt die Binnenalster, eine Art kleiner See, der durch die Außenalster mit der Elbe verbunden ist und an dessen Ufer ein kleiner Park zum Verweilen einlädt. Rundherum erheben sich Geschäftsgebäude, der imposante Bau des berühmten Hotels „Vier Jahreszeiten” und das Alsterkaufhaus. Vor allem am Abend bieten die beleuchteten Gebäude einen tollen Blick. Von hier aus lohnt ein kleiner Fußmarsch zum Jungfernstieg, der bekannten Einkaufsstrasse Hamburgs, deren Geschäfte jedoch vorwiegend auf den besser gefüllten Geldbeutel ausgerichtet sind.
Ebenfalls in fußläufiger Entfernung befindet sich die Nicolaikirche. Von dem im zweiten Weltkrieg nahezu komplett zerstörten Bauwerk ist kaum mehr als der imposante Glockenturm erhalten, der heute an die Schrecken des Krieges erinnert. Noch bekannter als diese Kirche ist dagegen der „Hamburger Michel”, die St.-Michaelis-Kirche, deren Kirchturmuhr die größte in ganz Deutschland ist.
Auf keinen Fall fehlen darf bei der Stadtbesichtigung ein Abstecher an die Landungsbrücken. Hier kann der alte Elbtunnel besichtigt werden, der diese mit Steinwerder verbindet. Heute wird der Tunnel nicht mehr für den Autoverkehr genutzt, doch zu Fuß oder mit dem Fahrrad kann er noch begangen werden. Von den Landungsbrücken aus starten auch die beliebten Hafenrundfahrten, die den Urlauber den Yachthafen und die Speicherstadt aus nächster Nähe zeigen. In der Speicherstadt selber bieten zwei weitere bekannte Attraktionen Kurzweil. Im „Hamburg Dungeon” wird die Stadtgeschichte auf skurrile, aber einprägsame Weise lebendig: der Besucher flieht vor den Flammen des großen Brandes, sieht die Opfer der schwarzen Pest oder eilt zur Rettung des Freibeuters Störtebeker.
Direkt nebenan kommen vor allem kleine und große Kinder auf ihre Kosten, denn hier breitet sich die große Welt auf wenigen Quadtratmetern aus. Im „Miniaturwunderland” fahren Eisenbahnen über alle Kontinente, durch Täler und Tunnel und über Brücken – und manchmal passieren sie auch Szenen ganz anderer Art, die sich nur dem zeigen, der genau hinsieht.
Doch auch das Nachtleben kommt in Hamburg nicht zu kurz. Auf der Reeperbahn und der Großen Freiheit wird die Nacht zum Tage. Neben den einschlägigen Etablissements, für die diese Strasse bekannt ist, reihen sich auch Tanzlokale für Jung und Alt aneinander. Für alle, die das Tanzparkett am frühen Sonntag verlassen, sorgen die Verkäufer auf dem nahe gelegenen Fischmarkt für das richtige Katerfrühstück. In der Fischhalle findet ein gelungener Städtetrip mit echter „Hamburger” Musik den passenden Ausklang.
22. Juli 2008
Die ersten Menschen, die auf Reisen gingen, taten dies nicht wie heutzutage zu Zwecken der Erholung, sondern meist aus beruflichem Grund oder zum Handel.Die ältesten erhalten gebliebenen Schriften stammen aus dem frühen Mittelalter und geben einen Einblick in das Leben zu dieser Zeit. Wer keine Länder sein eigen nannte, die bestellt werden mussten, blieb eher selten an einem Ort. Ein Großteil der Handwerker oder fahrenden Händler zog durch die Dörfer um seine Dienste und Waren feilzubieten. Auf ihren Reisen baten sie oft um eine Unterkunft oder ein Mahl, für welches sie im Gegenzug zahlten, meist in Form einer dargebrachten Leistung, eher selten in Form von Geld.
Ebenfalls berichtet wird in der mittelhochdeutschen Literatur von Kreuzzügen. Christliche Heere brachen auf, um in das heilige Land vorzudringen und es von den „Heiden”, in diesem Fall von den Menschen muslimischen Glaubens, zu „befreien”. Etwa zu derselben Zeit entwickelte sich eine weitere Form des Reisens, die nicht nur Fahrenden und Kriegern vorbehalten war: das Pilgern.
Pilgerreisen hatten im Mittelalter einen ausgeprägt symbolischen Charakter. Vor allem drei heilige Orte wurden von den Wallfahrern besucht: Rom, Jerusalem und Santiago de Compostela; Orte, an denen heilige Reliquien aufbewahrt wurden. Die beschwerliche Reise, die nahezu ausschließlich zu Fuß unternommen wurde, sollte von den auf Erden begangenen Sünden läutern und schließlich einen Platz im Himmelreich sichern. Als Belohnung für die Strapazen erhielten die Pilger an ihrem Ziel einen Ablassbrief, der dem reuigen Sünder alle bisherigen Sünden vergab. Mit zunehmendem Einfluss der Kirche auf die Menschen im Hochmittelalter vermehrte sich die Zahl der Wallfahrer deutlich. Die am Weg liegenden Kirchen, Pfarreien und Klöster konnten zu Beginn noch jedem Reisenden eine Bettstatt und ein warmes Mahl anbieten, doch bald wurden die Gruppen der Pilger zu groß. So richteten sich private Haushalte am Pilgerweg schnell darauf ein, gegen einen kleinen Obolus Bett und Essen anzubieten. Auf diesem Weg bildete sich eine kommerzielle Betreuung Reisender heraus, die eine alte Form unseres heutigen Tourismus darstellt und als Ursprung dafür anzusehen ist.
Auch die Grundsteine für den Personenschiffverkehr lassen sich in den Pilgerreisen finden. Um den Weg nach Jerusalem oder auch Rom abzukürzen, nutzten vor allem reichere Pilger gerne den Weg über das Mittelmeer. Aufgrund der großen Nachfrage spezialisierten sich einige Anbieter auf den Transport der Pilger auf dem Seeweg. Zwar konnte der Wallfahrtsort auf diesem Weg schneller erreicht werden, doch sehr komfortabel war diese Form des Reisens keineswegs. Zusammengepfercht mit vielen Gleichgesinnten auf zu wenig Raum blieb kaum Bewegungsfreiheit, oft war das Trinkwasser knapp und das Essen verschimmelt. Nicht wenige Pilger erreichten das Ufer auf der anderen Seite des Meeres nicht.
21. Juli 2008
Viele kleine Mädchen und Jungen träumen vom Glück auf dem Rücken der Pferde. Reiten lernen steht daher auf der Wunschliste ganz oben. Ein Urlaub auf einem Reiterhof stellt ein ideales Umfeld dar, um die ersten Schritte in diese Richtung zu tun. Eine Vielzahl von Ställen bietet in den Sommermonaten für Kinder jeder Altersklasse und durchaus auch für Erwachsene Pension und Reitunterricht an. Wie lange der Aufenthalt dauert ist dabei ganz variabel, von einem Wochenende bis hin zu mehreren Wochen ist jeder Zeitraum umsetzbar.Während der Reiterferien dreht sich natürlich alles rund um das Tier. Neben den so ersehnten Reitstunden stehen aber auch Pflichten an. Noch vor dem Frühstück werden die Pferde gefüttert und gestriegelt, die Boxen gemistet und eingestreut und die Stallgasse gefegt. Diese Aufgaben werden in einem gewissen Umfang auch von den Pensionsgästen übernommen, schließlich bedeutet der Umgang mit einem Tier immer auch Arbeit und Verantwortung. Nach dem gemeinsamen Frühstück geht es aber dann meist doch auf in den Sattel. Entsprechend des Könnens werden die Gäste verschiedenen Gruppen zugeordnet. Vom ersten Anfängerunterricht bis hin zu langen Ausritten und Springunterricht wird meist alles angeboten.
Nach dem Mittagessen bieten nahezu alle Reiterhöfe gemeinsame Aktivitäten an. Hier können sich die Pferdefans anfreunden und ihre Erlebnisse austauschen oder über das gemeinsame Hobby fachsimpeln. Häufig wird am Nachmittag noch eine weitere Reitstunde angeboten, bevor der Tag mit dem Abendessen ausklingt. In fast allen Reitställen ist eine gemeinsame Nachtwanderung Pflicht, selbstverständlich mit dem dazugehörigen Lagerfeuer und gruseligen Geistergeschichten.
Wer seinen Kindern den Wunsch nach Reiterferien erfüllen möchte, sollte vor der Buchung auf einige Dinge achten. Liegt der in Frage kommende Stall in erreichbarer Nähe, kann das Kind an den Wochenenden besucht werden und auch bei starkem Heimweh können die Eltern schneller eingreifen. Wichtig in diesem Zusammenhang ist auch eine eventuelle Reiserücktrittsversicherung. Wie weit im Voraus kann der Aufenthalt storniert werden, ohne dass er bezahlt werden muss? Und was geschieht, wenn das Kind den Urlaub tatsächlich früher abbricht? Gerade bei längeren Ferien könnte eine entsprechende Klausel im Vertrag eine Teilrückzahlung regeln.
Reiten ist ein Sport, daher ist ein Unfall nicht gänzlich auszuschließen. Wie ist das Kind versichert? Lohnt der Abschluss einer zusätzlichen Unfallversicherung?
Für die richtige Ausstattung ist der Urlauber in der Regel selber zuständig. Auch wenn vor Ort Ausrüstung geliehen werden kann, sollte zumindest der Reithelm der eigene sein. Dieser ist ein wichtiges Utensil und dient der Sicherheit, daher muss er unbedingt passen. Reithose und Reitstiefel dagegen können durchaus ausgeliehen werden.
Ebenfalls wichtig ist die berufliche Befähigung des Personals. Nur geschulte Kräfte können Anfänger richtig an das Tier heranführen und dürfen Reitunterricht geben! Werden die Stunden von einem Mädchen aus der Nachbarschaft gehalten, sollte von einem Besuch des entsprechenden Stalls abgesehen werden!
Wenn dazu noch die beste Freundin oder der beste Freund mit in den Reiterurlaub startet, wird er sicher zu einem vollen Erfolg!
20. Juli 2008
Viele junge Menschen möchten nach dem Schul- oder Studienabschluss gerne um die Welt reisen und verschiedene Länder sehen. Je weiter weg und je exotischer, desto besser. Doch eine solche Reise möchte bezahlt sein und nur wenige verfügen bereits in jungen Jahren über die dafür nötigen Mittel. Daher ist eine Reise, auf der das kennen lernen fremder Länder und Kulturen mit Arbeit verbunden wird, oftmals die einzige Möglichkeit. Diese Form des Reisens wird aufgrund dieser Kombination Work&Travel genannt.Das einzig feststehende auf einem solchen Trip in die Ferne ist das erste Ziel. Vom Heimatort aus wird dafür das Flugticket gelöst und das Wichtigste gepackt. Manchmal wird auch das Domizil vor Ort bereits von zu Hause aus gebucht, da jedoch sparen das oberste Gebot einer Work&Travel-Reise ist, wird es sich in den seltensten Fällen um ein Hotel handeln. Beliebt dagegen sind Jungendherbergen oder Backpackerunterkünfte, in welchen selbst für die Verpflegung gesorgt werden muss.
Einmal am Zielort angekommen, sieht sich der Reisende nach einem Job um, der ihm zum einen den Unterhalt vor Ort finanziert, darüber hinaus aber auch genug abwirft, um sich nach einiger Zeit ein Ticket für die Weiterreise leisten zu können. Ob dieses nächste Ziel bereits feststeht ist unterschiedlich. Einige legen bereits eine Route fest und informieren sich bestens über die angestrebten Ziele, andere dagegen entscheiden kurzfristig, wohin es geht. Auch die verrichteten Arbeiten fallen in jedem Ort anders aus. Aufgrund der befristeten Länge, die der Reisende die Tätigkeit ausüben wird, handelt es sich meist um Jobs, in welchen schnell nachpersonalisiert werden kann, also Kellner- oder Kassiererjobs.
Einige Dinge sind bei der Planung einer solchen Reise zu beachten:
Ein gültiger Reisepass sollte grundsätzlich mitgeführt werden, denn der Personal-ausweis reicht nicht für die Einreise in alle Länder. Manche Staaten fordern für einen längeren Aufenthalt zusätzlich ein Visum. Dieses muss im Voraus beantragt werden, ein spontaner Besuch dieser Länder ist daher nicht möglich. Möglicherweise ist auch eine Arbeitsgenehmigung erforderlich.
In Jugendherbergen und Backpackerunterkünften sind die Zimmer nicht abschließbar. Wertgegenstände sollten daher nach Möglichkeit nicht mitgeführt oder zumindest immer am Körper aufbewahrt werden.
Ein funktionstüchtiges Mobiltelefon ist für die eigene Sicherheit unumgänglich. Zu jeder Zeit sollte die Familie oder wenigstens ein Bekannter wissen, in welchem Teil der Welt der Reisende sich gerade befindet. Noch besser ist es natürlich, direkt mit jemand anderem gemeinsam in das Abenteuer aufzubrechen. So können Gefahren minimiert und alle Erlebnisse direkt geteilt werden. Und für den Fall, dass das Heimweh überhand nimmt, schadet ein Blanko-Flugticket im Reisegepäck sicherlich auch nicht.
20. Juli 2008
Wer mit dem Auto sein Urlaubsziel ansteuert, sollte vor Antritt der Reise nicht nur das Fahrzeug auf seine Verkehrssicherheit überprüfen und es richtig beladen, sondern sich auch über die geltenden Verkehrsregeln und Geschwindigkeitsbeschränkungen des Reiselandes informieren.In Deutschlands Nachbarländern muss vergleichsweise langsam gefahren werden. So gilt beispielsweise in den Niederlanden, Dänemark und der Schweiz ein Tempolimit von 80 km/h außerhalb geschlossener Ortschaften, und auf der Autobahn ist 120 km/h die zulässige Höchstgeschwindigkeit. Es werden verstärkt Kontrollen durchgeführt- wer zu schnell fährt, den erwarten hohe Bußgelder.
Neben den Tempolimits sollten auch andere Vorschriften beachtet werden die in Deutschland nicht gelten. Neben Österreich, Ungarn und Dänemark fordern 14 weiter Länder grundsätzlich das Fahren mit Licht Pflicht. Bei einem Verstoß wird die Urlaubskasse zwischen 15 und 70 Euro leichter.
Auch Alkohol am Steuer wird geahndet. Vor allem in östlich liegenden Ländern sind die Gesetze strenger als in Deutschland. In Polen sind noch 0,2 Promille zulässig, in Kroatien, Tschechien und Rumänien dagegen muss der Fahrer absolut nüchtern sein.
Ebenfalls verboten ist in nahezu allen europäischen Ländern telefonieren ohne Freisprecheinrichtung, eine Zuwiderhandlung wird mit unterschiedlich hohen Bußgeldern bestraft.
Bisher wurden Knöllchen gerne einfach weggeworfen, da ausländische Verkehrsteilnehmer nach der Ausreise aus dem Land, in dem der Verstoß begangen wurde, nicht mehr haftbar waren. In diesem Jahr trat jedoch ein neues Gesetz in Kraft, welches den Einzug des Bußgeldes durch das Heimatland regelt. In jedem Fall wird das Verwarngeld fällig, wer es jedoch erst in seinem Heimatland zahlt, muss zusätzlich auch die anfallenden Verwaltungsgebühren tragen.
Meist bleibt es auch im Urlaub vor allem bei Strafen durch falsches Parken. Sofern diese direkt bezahlt werden, kann die Reise ungestört fortgesetzt werden. Wenn es aber doch zu einem Unfall kommt, sollten einige Dinge beachtet werden. Grundsätzlich gleicht das Vorgehen dem bei einem Unfall im eigenen Land. Die Daten des anderen Fahrers und das Kennzeichen des Wagens sollten festgehalten werden, ebenso die Namen anwesender Zeugen. Bei größeren Blechschäden sollte die Polizei gerufen und die Namen der Beamten notiert werden. Sofern eine Kamera mitgeführt wird, ist es sinnvoll, die Schäden an beiden Autos zu fotografieren und eine Gesamtaufnahme des Unfallortes zu machen. Dadurch kann verhindert werden, dass der Unfallgegner Schäden anmeldet, die nicht vom Unfall herrühren. Nahezu alle deutschen Versicherer bieten Ansprechpartner im Ausland an, die bei Verständigungsproblemen vermitteln und auch in Rechtsfragen weiterhelfen. Ein europäischer Unfallbericht, auf dem alle wichtigen Daten Platz haben, kann schon vor der Reise im Handschuhfach untergebracht werden. Er erleichtert den Ablauf im Notfall erheblich und verhindert, dass etwas vergessen wird.
Beim ADAC und beim TÜV können für viele Reiseländer die wichtigsten Informationen in kompakter Form eingeholt werden.
18. Juli 2008
Das Angenehme kann auf Sprachreisen mit dem Nützlichen verbunden werden. Für nahezu jede Sprache werden entsprechende Reisen mit attraktiven Urlaubszielen angeboten. Urlaub in den schönsten Regionen der Welt verleben, neue Menschen kennen lernen und dabei gleichzeitig die Bildung erweitern ist die Idealvorstellung von dieser Form der Weiterbildung.Wer sich diesen Wunsch in allen Belangen erfüllen und keine Abstriche machen möchte, sollte sich vorab sehr gut informieren. Nicht alle Anbieter halten ihre Versprechungen! In jedem Fall sollte ein Vertrag mit dem Reiseanbieter existieren, der den Umfang des Unterrichts, die Größe der unterrichteten Gruppe, die Freizeitaktivitäten und die Unterbringung regelt. Durch den Vertrag können bei Nichteinhaltung zugesicherter Leistungen Regressansprüche leichter geltend gemacht werden.
Je nach Intensität des in den Urlaub integrierten Sprachkurses variiert die Zahl der wöchentlichen Unterrichtsstunden zwischen 15 und 30. Jedem Teilnehmer sollte vor Antritt der Reise bewusst sein, dass eine Sprache während eines Urlaubes nicht umfassend erworben werden kann. Ein Sprachurlaub bietet sich vielmehr dann an, wenn die Sprache des Urlaubslandes bereits einigermaßen beherrscht wird und die Teilnahme an einem in den Aufenthalt integrierten Sprachkurs der Auffrischung dienen soll. Vor Ort können die eigenen Sprachkompetenzen dann durch aktives Sprechen überprüft und erweitert werden.
In den meisten Fällen wird dem Urlauber eine Unterbringung bei einer Gastfamilie angeboten. Zwar ist dies verhältnismäßig günstig, jedoch sollte der Sprachreisende sich gut überlegen, ob er diese Form der Unterbringung möchte. Oftmals entspricht die Größe des Zimmers nicht den Vorstellungen, auch muss meist das Bad mit der fremden Familie geteilt werden und es gibt wenig Mitspracherecht bei den gemeinsamen Mahlzeiten. Gerade für erwachsene Teilnehmer ist diese Form des Aufenthalts deshalb oft wenig attraktiv. Renommierte Reiseunternehmen bieten gegen einen Aufpreis gerne auch eine Unterbringung in einem Hotel oder einer Pension an. Außerdem stellen sie an die Gastfamilien hohe Ansprüche, kontrollieren regelmäßig die Unterkünfte und führen im Anschluss an den Urlaub Befragungen der Gäste durch. Dadurch gewährleisten sie ein hohes Niveau des Aufenthalts. Bei trotzdem auftretenden Beschwerdegründen sollte der Reisende sich schon am Urlaubsort direkt an den Reisebegleiter wenden.
Ebenfalls sollte überprüft werden, ob die pauschale Buchung des Aufenthalts inklusive der An- und Abreise wirklich günstig ist. Bei vielen Anbietern kann der Sprachkurs separat gebucht werden, durch die selbständige Buchung des Fluges und der Unterkunft kann oftmals einiges eingespart werden. Die Urlaubsorte, in welchen die Kurse stattfinden, werden nicht selten auch von günstigen Airlines angeflogen, und in der Nebensaison sind Hotels günstiger.
Es lohnt durchaus, sich im privaten Umfeld umzuhören bevor eine Entscheidung für einen Anbieter getroffen wird. Oftmals haben Bekannte oder Verwandte schon einmal eine Sprachreise unternommen und können davon berichten. Die gemachten Erfahrungen könnten durchaus ausschlaggebend sein; außerdem können hier auch wertvolle Anregungen und Tipps eingeholt werden.
Weiterführende Informationen bietet auch das Heft „Sprachen Lernen” der Stiftung Warentest, das im November 2007 erschien, oder das nächste Reisebüro.
18. Juli 2008
In unserer erfolgsorientierten Welt ist jede Minute verplant, nur wenige Menschen schaffen es, sich neben der Arbeit noch Inseln der Ruhe zu reservieren. Nicht selten entpuppt sich auch die Zeit des Urlaubs als Stress, denn alles, wofür im Alltag keine Zeit bleibt, will jetzt nachgeholt werden. Unternehmungen, die längst überfälligen Besuche bei Familie und Freunden, endlich das neue Buch lesen- dies alles wird in nur wenigen Tagen untergebracht, die eigentlich dafür gedacht ist, keinen Verpflichtungen nachzukommen. Es ist sehr schwer, sich aus allen Verpflichtungen auszuklinken und sich wirklich nur Zeit für sich selbst zu nehmen.Einfacher macht dieses Vorhaben ein Wechsel in ein Umfeld, das mit dem Alltag gar nichts gemein hat und nur eines verlangt: sich um sich selbst zu kümmern. Viele Klöster bieten Erholungssuchenden diese verlockende Auszeit inzwischen an.
Leider stößt ein Urlaub im Kloster oftmals auf überholte Vorurteile. Der Aufenthalt in einem Konvent ist keineswegs Gläubigen vorbehalten, auch Agnostikern und Konfessionslosen stehen die Türen offen. Ob und in welchen Umfang der Gast am klösterlichen Alltag und den dazugehörigen Andachten teilnimmt, liegt in dessen eigenem Ermessen. Vor einer Buchung des Urlaubes sollte der Besucher sich über das Ziel seines Aufenthaltes klar sein. Ein sehr religiöser Mensch wird die Zeit sicherlich gerne dazu nutzen, den Messen beizuwohnen und den Alltag der Ordensbrüder und -schwestern zu begleiten. Atheisten dagegen möchten den Aufenthalt vielleicht eher zu einer inneren Einkehr nutzen und sich ganz auf ihre geistigen und körperlichen Bedürfnisse konzentrieren. Entsprechend den Vorstellungen sollte das Kloster ausgesucht werden, in welchen der Urlaub verbracht werden soll, denn diese bieten verschiedene Möglichkeiten an. In manchen Konventen ist inzwischen sogar eine Art Wellnessaufenthalt möglich. Hier wird der Rückzug aus dem Alltag durch Massagen und Meditationen unterstützt.
Eine ganz besonders intensive Art, wirklich zur Ruhe zu kommen, bieten so genannte „Schweigeexerzitien”. Diese begrenzen sich meist auf kürzere Aufenthalte, da die Beschränkung der Kommunikation auf Gestik und Mimik eine beträchtliche Anstrengung bedeutet. Diese kompromisslose Form der Einkehr ist nicht für jeden geeignet. Die Stille bietet keinerlei Ablenkung von den eigenen Gedanken und Sorgen, der Schweigende wird dadurch gezwungen, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen. Von jenen, die sich dieser völlig neuen Situation gestellt haben, wird die Zeit jedoch als sehr intensiv beschrieben und der Verzicht auf verbale Kommunikation als wohltuend wahrgenommen.
Weiterführende Informationen bieten die Klöster, die Fremden eine Abkehr vom Alltag ermöglichen. Die Adressen können bei Touristenverbänden und Kirchengemeinden erfragt werden.
17. Juli 2008
Urlaub – das bedeutet für viele Menschen Sonne, Strand und Meer. Sich richtig ausruhen und alle Zwänge vergessen gehört dazu. Damit die wohlverdiente Auszeit nicht mit Schrecken endet, sollte die Vernunft dennoch nicht ausgeschaltet werden. Über 40 000 Menschen verunglücken jedes Jahr im Meer! Dabei ist das Risiko durchaus einschätzbar, wenn einige Regeln beachtet werden:Unter keinen Umständen sollte alleine gebadet werden. Tritt ein Notfall ein, ist dann zumindest eine Person anwesend, die selber helfen oder Hilfe holen kann. Dies gilt in besonderem Maße für Urlauber, die nicht gut schwimmen können, und an Stränden, die nicht von Rettungsschwimmern überwacht werden. Auch wenn das Meer noch so ruhig aussieht können unter der Oberfläche gefährliche Strömungen lauern, die den Badenden in die offene See hinausziehen!
Auf Sprünge von vorstehenden Klippen in das Wasser sollte grundsätzlich verzichtet werden, auch wenn andere Personen dies vormachen. Möglicherweise existieren im Wasser Felsen, die von oben nicht sichtbar sind; ein Aufprall nach dem Sprung könnte durchaus tödliche Folgen haben.
Aufgestellte Warnhinweise müssen zwingend beachtet werden. Eine gehisste rote Flagge bedeutet in allen Teilen der Welt absolutes Badeverbot!
Manche Buchten sind aus verschiedensten Gründen von vornherein nicht zum schwimmen freigegeben. Auch einer Anweisung des Aufsichtspersonals ist zu entsprechen, egal weshalb dies die Badegäste aus dem Wasser ruft. Eine Zuwiderhandlung bringt im schlechtesten Fall ein Bußgeld ein. In erster Linie sollte aber das eigene Wohl jeden davon abhalten, trotz der Warnung zu baden.
Gemäß dem alten Sprichwort „Ein voller Bauch trainiert nicht gern” sollte zwischen einer größeren Mahlzeit und einem Badegang einige Zeit liegen. Je nach Veranlagung kann plötzlich Übelkeit bis hin zum Erbrechen auftreten, die damit einhergehende Schwäche und Orientierungslosigkeit kann im Wasser durchaus gefährlich werden.
Wer Kinder bei sich hat, trägt besondere Verantwortung, da diese Gefahren nicht selber einschätzen können. Die Eltern sollten ihre Sprösslinge mit heilen und ordentlich sitzenden Schwimmreifen oder -flügeln ausstatten und immer darauf achten, wo sich der Nachwuchs befindet. Eine Luftmatratze oder ein aufblasbares Schwimmtier bieten alleine keine Sicherheit! Zu schnell rutscht das Kind herunter und kann sich aus eigener Kraft nicht wieder hinaufziehen. Sicher geht, wer das Kind immer ins Wasser begleitet.
Mit etwa vier Jahren kann das Kind das Seepferdchen machen, entsprechende Kurse werden in fast allen Städten angeboten. Doch auch wenn es dann schwimmen kann, sollte es niemals unbeaufsichtigt ins Wasser gehen.
Leider bieten viele beliebte Reiseländer keine umfassenden Präventivmaßnahmen an. Wenn das Urlaubsziel in einem fremden Land liegt, sollte vor Ort herausgefunden werden, ob der Badestrand überwacht wird.
Die deutschen Strände jedoch sind in der Regel tagsüber bis zur Dämmerung durch die Lebensrettungswacht gesichert. Hier kann der Urlauber unbesorgt sein Bad genießen.
17. Juli 2008
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