Tagesarchiv für den 09. Juli 2008

Korsika – Napoleons Insel

Korsika, die „Insel der Schönheit”, ist die viertgrößte Mittelmeerinsel und gehört zu Frankreich, auch wenn sie geographisch näher an Italien liegt. Nur wenige Kilometer trennen Korsika und Sardinien, sodass sich für Urlauber, die im Süden Korsikas Urlaub machen, ein Tagesausflug auf die italienische Insel anbietet.Ein Erleben der Insel ist ohne Auto nahezu unmöglich. Zwar sind alle Orte durch Buslinien an die nächstgelegene Stadt angebunden, jedoch halten diese sich kaum an einen festen Fahrplan, sodass sich eine Reise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln als ein kleines Abenteuer gestaltet. Eine Anreise mit dem eigenen Auto ist gut möglich, denn Korsika ist hervorragend durch Fährverkehr an das Festland angebunden und die Mittelmeerfähren sind vergleichsweise günstig. 

Korsika ist eher dünn besiedelt. Der Großteil der etwa 300.000 Einwohner lebt in den Städten an den Küsten, in den ländlichen Gebieten finden sich vorwiegend beschauliche kleine Dörfer. Bei einem kleinen Spaziergang durch die Gassen dieser Ansiedlungen versprühen die niedrigen, gedrungene Häuser und prächtig gedeihenden Blumen das ursprünglich korsische Flair. Da die ganze Insel nicht unwesentlich vom Tourismus lebt, gibt es nahezu in jedem Ort neben einem kleinen Haushaltswarenladen auch Souvenirshops, die den Urlaubern Mitbringsel der verschiedensten Art anbieten. Es lohnt sich, diese einmal zu betreten, denn das Sortiment unterscheidet sich deutlich.

Der aktive Urlauber kann die wunderschöne Landschaft zu Fuß auf sehr gepflegten und gut beschilderten Wanderwegen erleben oder einen Ausflug in die korsische Hauptstadt Ajaccio im Südwesten der Insel unternehmen. Ein Besuch des großen Marktes sollte dabei zum Programm gehören. Die belebten Gassen der Stadt laden danach zu einer kleinen Pause bei typisch korsischem Gebäck ein.

Obwohl Korsika schon lange kein Geheimtipp mehr ist, ist es ohne weiteres möglich, seinen Urlaub ungestört zu verbringen, denn die Lebhaftigkeit der Stadt verliert sich bereits wenige Kilometer außerhalb. Vor allem Gäste, die nicht an die Sommerferien gebunden sind, können in der Nebensaison kleine Buchten mit hellen Sandstränden fast alleine genießen. Nur am frühen Vormittag und gegen Abend kommen auch einige der Einheimischen zum baden ans Meer. Die an der Westküste liegenden Buchten sind für Urlauber, die vorwiegend den Strand genießen wollen, sehr zu empfehlen.

Als Mitbringsel eigenen sich hervorragend die korsischen Produkte. Als Spezialität werden die verschiedensten Schafs- und Ziegenkäseprodukte angeboten, wer es lieber etwas süßer mag, dem sei ein Ausflug in die Vielfalt der korsischen Marmeladen empfohlen. Sehr traditionell sind Produkte aus Kork, die ebenfalls auf der Insel hergestellt werden. Die kleinen Gruppen der Korkeichen können bei einem Ausflug im südöstlichen Inselinneren betrachtet, und mit etwas Glück auch die „Ernte” des seltenen Rohstoffes miterlebt werden.

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Einfuhr von Plagiaten wird rechtlich geahndet

Fast überall auf der Welt werden in den Touristenzentren Waren an Ständen oder in Souvenirshops feilgeboten – darunter Markenware von bekannten Herstellern zu auffallend günstigen Preisen. Hierbei handelt es sich nicht um fehlerhafte Produkte, die als 2. Wahl vergünstigt verkauft werden, sondern um gefälschte Artikel. Auf den ersten Blick sind diese kaum von den Originalen zu unterscheiden, oftmals ist das Plagiat nur an der Verarbeitung oder einer Veränderung des Firmenlogos zu erkennen.Gerne werden diese Waren im Urlaub erworben. Doch die Fälschungen schaden der Wirtschaft und verstoßen gegen das Urheberrecht der rechtmäßig produzierenden Firmen. Weiter kommt es durch die minderwertige Qualität zu Imageschäden des angeblichen Herstellers. Der Verbraucher wähnt sich im Besitz eines hochwertigen Produktes, welches den Ansprüchen zumeist nicht genügt.

Viele Reisende sind sich nicht bewusst, dass die Einfuhr der Produkte nach Deutschland aus den genannten Gründen verboten ist, ganz selbstverständlich werden Parfums, Schuhe, Schmuck oder Kleidung im Koffer transportiert. Wenn die Mitbringsel bei einer Stichprobenuntersuchung am Flughafen jedoch entdeckt werden, droht eine Verwarnung und möglicherweise ein Bußgeld. Zu höheren Strafen bis hin zu einem Steuerstrafverfahren kommt es dann, wenn Kopien in großen Mengen zum Zweck der Weiterverteilung oder des Verkaufes wissentlich unverzollt nach Deutschland eingeführt werden. Das rechtliche Vorgehen gegen Plagiate schützt die Hersteller und in großem Maß ebenfalls den Verbraucher, denn nicht nur Konsumgüter werden gefälscht, sondern auch Ersatzteile für Kraftwagen oder elektronische Artikel, deren Funktion und Sicherheit nicht den europäischen Standards entspricht. Bei einer Nutzung der möglicherweise minderwertig gefertigten Produkte kann es zu einer Fehlfunktion kommen, die dem Endabnehmer Schaden zufügen kann. Da die Ware nicht durch eine eingetragene Firma gefertigt wurde, steht niemand für die entstandenen Kosten ein. Meist haftet am Ende der Verbraucher selbst. Die mitgebrachten Artikel werden in jedem Fall beschlagnahmt und schließlich verbrannt.

Jeder Reisende sollte sich im Vorfeld des Urlaubs über Einfuhr- und Zollbestimmungen informieren und für sich selbst abwägen, ob das Risiko die Ersparnis aufwiegt und er Produktpiraterie durch seinen Einkauf unterstützen möchte. Bedacht werden sollte hierbei auch die geringe Lebensdauer der gefälschten Produkte; die Freude an dem günstigen Mitbringsel ist oftmals schnell vorbei.

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Urlaub in Deutschland

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah…Urlaub im eigenen Land wird immer attraktiver. Deutschland hat viele wunderschöne Regionen, die einen Besuch lohnen – die Anreise ist kurz und mit dem eigenen Auto zu erledigen, es muss kein Geld gewechselt werden, und die Sprache ist auch die eigene.Es bietet sich an, die Reise entsprechend seiner Vorlieben zu planen. Wer gerne wandert, kann im Rheinland auf gut beschilderten Wegen die Natur genießen. Der Rheinsteig mit seinen insgesamt 320 Kilometern bietet zwischen Bonn und Wiesbaden wilde Naturromantik gepaart mit rheinländischer Geschichte, die in bequemen Tagesetappen zu erwandern sind. Immer wieder laden grandiose Ausblicke auf das Rheintal zum verweilen ein, und auch die vielen an der Strecke liegenden Burgen und Schlösser bieten sich zur Besichtigung an. Die am Rheinsteig liegenden Dörfer sind auf Wanderer vorbereitet und warten zu jeder Tageszeit mit  einem deftigen regionalen Gericht oder einem Zimmer zur Erholung auf.

An der Nordsee lassen sich auch die heißesten Sommer gut verbringen. Die ständig wehende Brise verringert die gefühlte Temperatur um einige Grad und die Gezeiten verhindern eine starke Erwärmung des Wassers. Dadurch kostet ein Bad zwar meist Überwindung, kühlt jedoch herrlich ab. Bei Ebbe lädt das Watt zu einer kleinen Wanderung ein und der findige Urlauber kann eine schöne Muschel oder einen Seestern als Urlaubsandenken mitnehmen. Auch Ausflüge zur Seehundaufzuchstation Friedrichskoog oder mit dem Schiff zu einer Hallig lassen sich wunderbar in das Urlaubsprogramm integrieren und informieren über den Lebensraum Nordsee.

Wer den Urlaub in erster Linie dazu nutzen möchte sich weiterzubilden, für den bieten sich  Städtereisen an. In Berlin ist die deutsche Geschichte noch lebendig, und viele Museen und Mahnmale erinnern an die Vergangenheit. Eine Bootsfahrt auf der Spree und ein Besuch Schloss Charlottenburgs runden die Stadtbesichtigung ab. Eine ebenfalls sehr geschichtsträchtige deutsche Stadt ist Weimar. Auch hier, in der zum Weltkulturerbe gehörenden Stadt, kann der Interessierte die deutsche Geschichte nachvollziehen und den Ort der Ausrufung der Weimarer Republik aufsuchen. Im „klassischen Weimar”, welches das kulturelle Zentrum der Stadt bildet, kann hingegen auf den Spuren Goethes und Schillers und durch gepflegte Parks gewandelt werden.

Ganz gleich, welche Interessen im Mittelpunkt stehen, ein Urlaub im eigenen Land ist immer eine Alternative zu einer Reise ins Ausland.

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