In unserer erfolgsorientierten Welt ist jede Minute verplant, nur wenige Menschen schaffen es, sich neben der Arbeit noch Inseln der Ruhe zu reservieren. Nicht selten entpuppt sich auch die Zeit des Urlaubs als Stress, denn alles, wofür im Alltag keine Zeit bleibt, will jetzt nachgeholt werden. Unternehmungen, die längst überfälligen Besuche bei Familie und Freunden, endlich das neue Buch lesen- dies alles wird in nur wenigen Tagen untergebracht, die eigentlich dafür gedacht ist, keinen Verpflichtungen nachzukommen. Es ist sehr schwer, sich aus allen Verpflichtungen auszuklinken und sich wirklich nur Zeit für sich selbst zu nehmen.Einfacher macht dieses Vorhaben ein Wechsel in ein Umfeld, das mit dem Alltag gar nichts gemein hat und nur eines verlangt: sich um sich selbst zu kümmern. Viele Klöster bieten Erholungssuchenden diese verlockende Auszeit inzwischen an.
Leider stößt ein Urlaub im Kloster oftmals auf überholte Vorurteile. Der Aufenthalt in einem Konvent ist keineswegs Gläubigen vorbehalten, auch Agnostikern und Konfessionslosen stehen die Türen offen. Ob und in welchen Umfang der Gast am klösterlichen Alltag und den dazugehörigen Andachten teilnimmt, liegt in dessen eigenem Ermessen. Vor einer Buchung des Urlaubes sollte der Besucher sich über das Ziel seines Aufenthaltes klar sein. Ein sehr religiöser Mensch wird die Zeit sicherlich gerne dazu nutzen, den Messen beizuwohnen und den Alltag der Ordensbrüder und -schwestern zu begleiten. Atheisten dagegen möchten den Aufenthalt vielleicht eher zu einer inneren Einkehr nutzen und sich ganz auf ihre geistigen und körperlichen Bedürfnisse konzentrieren. Entsprechend den Vorstellungen sollte das Kloster ausgesucht werden, in welchen der Urlaub verbracht werden soll, denn diese bieten verschiedene Möglichkeiten an. In manchen Konventen ist inzwischen sogar eine Art Wellnessaufenthalt möglich. Hier wird der Rückzug aus dem Alltag durch Massagen und Meditationen unterstützt.
Eine ganz besonders intensive Art, wirklich zur Ruhe zu kommen, bieten so genannte „Schweigeexerzitien”. Diese begrenzen sich meist auf kürzere Aufenthalte, da die Beschränkung der Kommunikation auf Gestik und Mimik eine beträchtliche Anstrengung bedeutet. Diese kompromisslose Form der Einkehr ist nicht für jeden geeignet. Die Stille bietet keinerlei Ablenkung von den eigenen Gedanken und Sorgen, der Schweigende wird dadurch gezwungen, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen. Von jenen, die sich dieser völlig neuen Situation gestellt haben, wird die Zeit jedoch als sehr intensiv beschrieben und der Verzicht auf verbale Kommunikation als wohltuend wahrgenommen.
Weiterführende Informationen bieten die Klöster, die Fremden eine Abkehr vom Alltag ermöglichen. Die Adressen können bei Touristenverbänden und Kirchengemeinden erfragt werden.
17. Juli 2008
Urlaub – das bedeutet für viele Menschen Sonne, Strand und Meer. Sich richtig ausruhen und alle Zwänge vergessen gehört dazu. Damit die wohlverdiente Auszeit nicht mit Schrecken endet, sollte die Vernunft dennoch nicht ausgeschaltet werden. Über 40 000 Menschen verunglücken jedes Jahr im Meer! Dabei ist das Risiko durchaus einschätzbar, wenn einige Regeln beachtet werden:Unter keinen Umständen sollte alleine gebadet werden. Tritt ein Notfall ein, ist dann zumindest eine Person anwesend, die selber helfen oder Hilfe holen kann. Dies gilt in besonderem Maße für Urlauber, die nicht gut schwimmen können, und an Stränden, die nicht von Rettungsschwimmern überwacht werden. Auch wenn das Meer noch so ruhig aussieht können unter der Oberfläche gefährliche Strömungen lauern, die den Badenden in die offene See hinausziehen!
Auf Sprünge von vorstehenden Klippen in das Wasser sollte grundsätzlich verzichtet werden, auch wenn andere Personen dies vormachen. Möglicherweise existieren im Wasser Felsen, die von oben nicht sichtbar sind; ein Aufprall nach dem Sprung könnte durchaus tödliche Folgen haben.
Aufgestellte Warnhinweise müssen zwingend beachtet werden. Eine gehisste rote Flagge bedeutet in allen Teilen der Welt absolutes Badeverbot!
Manche Buchten sind aus verschiedensten Gründen von vornherein nicht zum schwimmen freigegeben. Auch einer Anweisung des Aufsichtspersonals ist zu entsprechen, egal weshalb dies die Badegäste aus dem Wasser ruft. Eine Zuwiderhandlung bringt im schlechtesten Fall ein Bußgeld ein. In erster Linie sollte aber das eigene Wohl jeden davon abhalten, trotz der Warnung zu baden.
Gemäß dem alten Sprichwort „Ein voller Bauch trainiert nicht gern” sollte zwischen einer größeren Mahlzeit und einem Badegang einige Zeit liegen. Je nach Veranlagung kann plötzlich Übelkeit bis hin zum Erbrechen auftreten, die damit einhergehende Schwäche und Orientierungslosigkeit kann im Wasser durchaus gefährlich werden.
Wer Kinder bei sich hat, trägt besondere Verantwortung, da diese Gefahren nicht selber einschätzen können. Die Eltern sollten ihre Sprösslinge mit heilen und ordentlich sitzenden Schwimmreifen oder -flügeln ausstatten und immer darauf achten, wo sich der Nachwuchs befindet. Eine Luftmatratze oder ein aufblasbares Schwimmtier bieten alleine keine Sicherheit! Zu schnell rutscht das Kind herunter und kann sich aus eigener Kraft nicht wieder hinaufziehen. Sicher geht, wer das Kind immer ins Wasser begleitet.
Mit etwa vier Jahren kann das Kind das Seepferdchen machen, entsprechende Kurse werden in fast allen Städten angeboten. Doch auch wenn es dann schwimmen kann, sollte es niemals unbeaufsichtigt ins Wasser gehen.
Leider bieten viele beliebte Reiseländer keine umfassenden Präventivmaßnahmen an. Wenn das Urlaubsziel in einem fremden Land liegt, sollte vor Ort herausgefunden werden, ob der Badestrand überwacht wird.
Die deutschen Strände jedoch sind in der Regel tagsüber bis zur Dämmerung durch die Lebensrettungswacht gesichert. Hier kann der Urlauber unbesorgt sein Bad genießen.
17. Juli 2008