Monatsarchiv für Juli, 2008
Gerade rechtzeitig zur Urlaubszeit werben Fluglinien vermehrt mit äußerst günstigen Preisen für ihre Flüge bis hin zu einem Flug der nichts kosten soll. Wer diesen Angeboten Glauben schenkt und einen Flug buchen möchte, erlebt nur allzu oft negative Überraschungen: Meist sind die Tickets der beworbenen Aktionen begrenzt und häufig nur bei Flügen buchbar, die zu unbeliebten Uhrzeiten starten. Außerdem offenbaren sich erst gegen Ende der Buchung, dass die Flüge keineswegs zum angegebenen Preis erworben werden können. Zusätzlich fallen Flughafengebühren und Zuschläge für den Treibstoff der Maschinen in unterschiedlicher Höhe an. Nur wer das Kleingedruckte in der Werbung aufmerksam liest, weiß bereits vor der Buchung, dass zusätzliche Kosten anfallen.Um mehr Transparenz für den Kunden zu gewährleisten, hat das EU-Parlament neue Richtlinien geschaffen, nach denen die Airlines alle anfallenden Kosten direkt ersichtlich aufführen müssen. Hierbei handelt es sich nicht um feststehende Beträge, sondern lediglich um einen deutlichen Hinweis, mit welchen zusätzlichen Gebühren der Passagier zu rechnen hat, denn die deutschen Flughäfen erheben diese nicht in einheitlicher Höhe. Ebenfalls vor dem Beginn der Buchung muss ab sofort angegeben werden, ob und in welchem Maß der Reisende für sein Gepäck bezahlen muss. Gerade bei den so genannten „Billigfliegern” kommt es immer wieder vor, dass nur ein Gepäckstück im Preis enthalten ist. Für einen weiteren Koffer oder eine Reisetasche werden jedoch für jedes Kilo Gewicht Gebühren erhoben. Diese zusätzlichen Kosten kann der Reisende im Vorfeld kaum abschätzen und verursachen Ärger.
Trotz der neuen Richtlinien sollte bei der Buchung eines Fluges unbedingt das Kleingedruckte gelesen werden. Vorsicht ist auch geboten, wenn die Reise zu einem entfernten Ziel geht und über ein Land führt, das nicht zur EU gehört, denn die Verordnung gilt nur für Fluglinien, die dem Recht der EU unterliegen.
Bei Unklarheiten ist es sinnvoll, das Gespräch mit dem Anbieter zu suchen. Wer sichergehen möchte und eine ausführliche Beratung wünscht, kann seinen Flug auch in einem Reisebüro buchen.
10. Juli 2008
Korsika, die „Insel der Schönheit”, ist die viertgrößte Mittelmeerinsel und gehört zu Frankreich, auch wenn sie geographisch näher an Italien liegt. Nur wenige Kilometer trennen Korsika und Sardinien, sodass sich für Urlauber, die im Süden Korsikas Urlaub machen, ein Tagesausflug auf die italienische Insel anbietet.Ein Erleben der Insel ist ohne Auto nahezu unmöglich. Zwar sind alle Orte durch Buslinien an die nächstgelegene Stadt angebunden, jedoch halten diese sich kaum an einen festen Fahrplan, sodass sich eine Reise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln als ein kleines Abenteuer gestaltet. Eine Anreise mit dem eigenen Auto ist gut möglich, denn Korsika ist hervorragend durch Fährverkehr an das Festland angebunden und die Mittelmeerfähren sind vergleichsweise günstig.
Korsika ist eher dünn besiedelt. Der Großteil der etwa 300.000 Einwohner lebt in den Städten an den Küsten, in den ländlichen Gebieten finden sich vorwiegend beschauliche kleine Dörfer. Bei einem kleinen Spaziergang durch die Gassen dieser Ansiedlungen versprühen die niedrigen, gedrungene Häuser und prächtig gedeihenden Blumen das ursprünglich korsische Flair. Da die ganze Insel nicht unwesentlich vom Tourismus lebt, gibt es nahezu in jedem Ort neben einem kleinen Haushaltswarenladen auch Souvenirshops, die den Urlaubern Mitbringsel der verschiedensten Art anbieten. Es lohnt sich, diese einmal zu betreten, denn das Sortiment unterscheidet sich deutlich.
Der aktive Urlauber kann die wunderschöne Landschaft zu Fuß auf sehr gepflegten und gut beschilderten Wanderwegen erleben oder einen Ausflug in die korsische Hauptstadt Ajaccio im Südwesten der Insel unternehmen. Ein Besuch des großen Marktes sollte dabei zum Programm gehören. Die belebten Gassen der Stadt laden danach zu einer kleinen Pause bei typisch korsischem Gebäck ein.
Obwohl Korsika schon lange kein Geheimtipp mehr ist, ist es ohne weiteres möglich, seinen Urlaub ungestört zu verbringen, denn die Lebhaftigkeit der Stadt verliert sich bereits wenige Kilometer außerhalb. Vor allem Gäste, die nicht an die Sommerferien gebunden sind, können in der Nebensaison kleine Buchten mit hellen Sandstränden fast alleine genießen. Nur am frühen Vormittag und gegen Abend kommen auch einige der Einheimischen zum baden ans Meer. Die an der Westküste liegenden Buchten sind für Urlauber, die vorwiegend den Strand genießen wollen, sehr zu empfehlen.
Als Mitbringsel eigenen sich hervorragend die korsischen Produkte. Als Spezialität werden die verschiedensten Schafs- und Ziegenkäseprodukte angeboten, wer es lieber etwas süßer mag, dem sei ein Ausflug in die Vielfalt der korsischen Marmeladen empfohlen. Sehr traditionell sind Produkte aus Kork, die ebenfalls auf der Insel hergestellt werden. Die kleinen Gruppen der Korkeichen können bei einem Ausflug im südöstlichen Inselinneren betrachtet, und mit etwas Glück auch die „Ernte” des seltenen Rohstoffes miterlebt werden.
09. Juli 2008
Fast überall auf der Welt werden in den Touristenzentren Waren an Ständen oder in Souvenirshops feilgeboten – darunter Markenware von bekannten Herstellern zu auffallend günstigen Preisen. Hierbei handelt es sich nicht um fehlerhafte Produkte, die als 2. Wahl vergünstigt verkauft werden, sondern um gefälschte Artikel. Auf den ersten Blick sind diese kaum von den Originalen zu unterscheiden, oftmals ist das Plagiat nur an der Verarbeitung oder einer Veränderung des Firmenlogos zu erkennen.Gerne werden diese Waren im Urlaub erworben. Doch die Fälschungen schaden der Wirtschaft und verstoßen gegen das Urheberrecht der rechtmäßig produzierenden Firmen. Weiter kommt es durch die minderwertige Qualität zu Imageschäden des angeblichen Herstellers. Der Verbraucher wähnt sich im Besitz eines hochwertigen Produktes, welches den Ansprüchen zumeist nicht genügt.
Viele Reisende sind sich nicht bewusst, dass die Einfuhr der Produkte nach Deutschland aus den genannten Gründen verboten ist, ganz selbstverständlich werden Parfums, Schuhe, Schmuck oder Kleidung im Koffer transportiert. Wenn die Mitbringsel bei einer Stichprobenuntersuchung am Flughafen jedoch entdeckt werden, droht eine Verwarnung und möglicherweise ein Bußgeld. Zu höheren Strafen bis hin zu einem Steuerstrafverfahren kommt es dann, wenn Kopien in großen Mengen zum Zweck der Weiterverteilung oder des Verkaufes wissentlich unverzollt nach Deutschland eingeführt werden. Das rechtliche Vorgehen gegen Plagiate schützt die Hersteller und in großem Maß ebenfalls den Verbraucher, denn nicht nur Konsumgüter werden gefälscht, sondern auch Ersatzteile für Kraftwagen oder elektronische Artikel, deren Funktion und Sicherheit nicht den europäischen Standards entspricht. Bei einer Nutzung der möglicherweise minderwertig gefertigten Produkte kann es zu einer Fehlfunktion kommen, die dem Endabnehmer Schaden zufügen kann. Da die Ware nicht durch eine eingetragene Firma gefertigt wurde, steht niemand für die entstandenen Kosten ein. Meist haftet am Ende der Verbraucher selbst. Die mitgebrachten Artikel werden in jedem Fall beschlagnahmt und schließlich verbrannt.
Jeder Reisende sollte sich im Vorfeld des Urlaubs über Einfuhr- und Zollbestimmungen informieren und für sich selbst abwägen, ob das Risiko die Ersparnis aufwiegt und er Produktpiraterie durch seinen Einkauf unterstützen möchte. Bedacht werden sollte hierbei auch die geringe Lebensdauer der gefälschten Produkte; die Freude an dem günstigen Mitbringsel ist oftmals schnell vorbei.
09. Juli 2008
Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah…Urlaub im eigenen Land wird immer attraktiver. Deutschland hat viele wunderschöne Regionen, die einen Besuch lohnen – die Anreise ist kurz und mit dem eigenen Auto zu erledigen, es muss kein Geld gewechselt werden, und die Sprache ist auch die eigene.Es bietet sich an, die Reise entsprechend seiner Vorlieben zu planen. Wer gerne wandert, kann im Rheinland auf gut beschilderten Wegen die Natur genießen. Der Rheinsteig mit seinen insgesamt 320 Kilometern bietet zwischen Bonn und Wiesbaden wilde Naturromantik gepaart mit rheinländischer Geschichte, die in bequemen Tagesetappen zu erwandern sind. Immer wieder laden grandiose Ausblicke auf das Rheintal zum verweilen ein, und auch die vielen an der Strecke liegenden Burgen und Schlösser bieten sich zur Besichtigung an. Die am Rheinsteig liegenden Dörfer sind auf Wanderer vorbereitet und warten zu jeder Tageszeit mit einem deftigen regionalen Gericht oder einem Zimmer zur Erholung auf.
An der Nordsee lassen sich auch die heißesten Sommer gut verbringen. Die ständig wehende Brise verringert die gefühlte Temperatur um einige Grad und die Gezeiten verhindern eine starke Erwärmung des Wassers. Dadurch kostet ein Bad zwar meist Überwindung, kühlt jedoch herrlich ab. Bei Ebbe lädt das Watt zu einer kleinen Wanderung ein und der findige Urlauber kann eine schöne Muschel oder einen Seestern als Urlaubsandenken mitnehmen. Auch Ausflüge zur Seehundaufzuchstation Friedrichskoog oder mit dem Schiff zu einer Hallig lassen sich wunderbar in das Urlaubsprogramm integrieren und informieren über den Lebensraum Nordsee.
Wer den Urlaub in erster Linie dazu nutzen möchte sich weiterzubilden, für den bieten sich Städtereisen an. In Berlin ist die deutsche Geschichte noch lebendig, und viele Museen und Mahnmale erinnern an die Vergangenheit. Eine Bootsfahrt auf der Spree und ein Besuch Schloss Charlottenburgs runden die Stadtbesichtigung ab. Eine ebenfalls sehr geschichtsträchtige deutsche Stadt ist Weimar. Auch hier, in der zum Weltkulturerbe gehörenden Stadt, kann der Interessierte die deutsche Geschichte nachvollziehen und den Ort der Ausrufung der Weimarer Republik aufsuchen. Im „klassischen Weimar”, welches das kulturelle Zentrum der Stadt bildet, kann hingegen auf den Spuren Goethes und Schillers und durch gepflegte Parks gewandelt werden.
Ganz gleich, welche Interessen im Mittelpunkt stehen, ein Urlaub im eigenen Land ist immer eine Alternative zu einer Reise ins Ausland.
09. Juli 2008
Etwa jeder zweite Deutsche hält sich ein Haustier. Ganz oben auf der Rangliste finden sich Hunde und Katzen, aber auch kleinere Tiere wie Meerschweinchen, Hasen und Vögel werden gerne zu Hause gehalten. Wohin aber mit dem Tier, wenn eine Reise ansteht?Nur ungern möchte man das geliebte Familienmitglied in fremde Hände geben. Ein Haustier, das eine ausgeprägte Bindung an seinen Halter hat, leidet auch sehr unter dieser Trennung. Ferner kann die anfallende Arbeit nur selten an eine Urlaubsvertretung abgegeben werden, da in Frage kommende Bekannte oftmals nicht die Verantwortung für ein fremdes Tier übernehmen wollen.
Ein Hund kann, anders als andere Haustiere, recht gut in die Urlaubsplanung integriert werden, sofern das Urlaubsland nicht über strenge Einreisebestimmungen verfügt, für deren Einhaltung der Hund vor dem Urlaub einige Zeit in Quarantäne muss. Das Tier wird Auto fahren gewohnt sein, und auch ein Flug ist inzwischen kein unüberwindbares Hindernis mehr. In vielen Ländern stellen Hotels Zimmer für einen Aufenthalt mit Hund zur Verfügung. Auch eine Ferienwohnung, die für Hunde geeignet ist, wird sicherlich zu finden sein. Wenn die Anreise dem Tier zumutbar ist, muss auf dessen Mitnahme nicht verzichtet werden.
Für die meisten Haustiere ist eine länger dauernde Reise jedoch mit zuviel Stress verbunden. Eine Katze ist sehr mit der ihr vertrauten Umgebung verbunden und wird eine zeitweilige Trennung vom Besitzer eher verkraften als zwei Wochen eingesperrt in einem fremden Zimmer oder einer unbekannten Ferienwohnung.
Bei Tieren, die zu ihrem eigenen Schutz in Käfigen gehalten werden, ist noch weniger an eine Mitnahme zu denken. Ein Flug oder eine lange Autofahrt sollte den kleinen Wesen nicht zugemutet werden. Auch das möglicherweise andere Klima im Urlaubsland kann das Tier krank machen.
Mit Papageien, zu denen auch die Wellensittiche zählen, ist an eine Ausreise aus dem Land kaum zu denken, da die Vögel die auf den Menschen übertragbare Papageienkrankheit („Psittakose”) übertragen können. Die Länge der nötigen Quarantäne wird die des Urlaubes zumeist überschreiten.
Die beste Lösung für alle Beteiligten ist ein Pfleger, der die Tiere in ihrem vertrauten Zuhause betreut. Der Besitzer sollte alles Benötigte bereitstellen und genaue Anweisungen geben; auch die Rufnummer des Tierarztes sollte für den Notfall bereit liegen. Da die anfallende Arbeit bei der Urlaubsbetreuung von Kleintieren überschaubar ist, wird sich in den meisten Fällen ein Bekannter oder Verwandter dazu bereit erklären.
In den meisten größeren Städten gibt es mittlerweile auch private Zusammen- schlüsse von tierlieben Menschen, die kleine Tiere für einige Tage in Pflege nehmen. Wer sein Haustier über eine solche Organisation unterbringt, wird sich in den meisten Fällen ebenfalls zu einer Urlaubsvertretung bereit erklären, oder aber die Pflege seines Lieblings bezahlen müssen. Leider muss das Tier für diese Variante in den meisten Fällen im Haus des Pflegers untergebracht werden, dafür hat dieser jedoch einen guten Blick für das Tier und wird rechtzeitig einschreiten, wenn es Auffälligkeiten zeigt. Außerdem wird der Pensionsgast- sofern sich die Arten vertragen- häufig den Tieren des Betreuers zugesellt.
Auf diese Weise haben auch die Tiere ein klein wenig Urlaub von ihrem Alltag.
Ob eine solche Organisation im Umkreis vorhanden ist, kann beim Tierarzt oder der örtlichen Tierhandlung erfragt werden.
08. Juli 2008
Über Schottlands Hauptstadt thront auf dem Burgfelsen Edinburgh Castle. Hier lebten und regierten einige der schottischen Könige und Königinnen; die wohl bekannteste Figur darunter ist Königin Maria Stuart, deren Sohn Jakob der VI. später König von Schottland und ebenfalls König von England wurde und die Kronen der beiden Länder erstmals einte.Unter jedem Regenten wurde die Burg aus- oder umgebaut, sodass heute keines der Gebäude so erhalten ist, wie es einst erbaut wurde. Das älteste Bauwerk innerhalb der weitläufigen Anlage ist die St. Margarete’s Kapelle, die um 1140 unter König David I. erbaut und nach dessen Mutter benannt wurde.
Nach und nach wurden den von der königlichen Familie genutzten Gebäuden weitere zugesellt, da die Nutzung der Festung sich veränderte und die räumlichen Gegebenheiten entsprechend angepasst werden mussten. So wurden im 18. Jahrhundert eine Kaserne und Unterkünfte für Offiziere des Militärs sowie Versorgungslager und ein Krankenhaus errichtet.
Im Palast selbst können die schottischen Reichsinsignien betrachtet werden, die erstmals 1543 bei der Krönung der damals minderjährigen Maria Stuart in der Burg von Stirling genutzt wurden. Ebenfalls dort aufbewahrt wird der „Stein des Schicksals”. Auf diesem Stein sitzend wurden bereits die frühen schottischen Herrscher gekrönt; er symbolisiert den Bund zwischen Herrscher, Land und Volk. 1296 wurde der Stein von König Edward I. entwendet und in der Westminster Abbey in London verwahrt. Erst 700 Jahre später, im Jahr 1996, kehrte der Stein nach Schottland zurück.
Viele der in Edinburgh Castle verwahrten Gegenstände erzählen eine ähnlich interessante Geschichte. Wer sich Edinburgh ansieht, sollte einen Besuch der Festung einplanen. Sofern die gesamte Burg besichtigt werden soll, ist ein größeres Zeitkontingent nötig, denn alle Gebäude sind für den Publikumsverkehr geöffnet. Die Führungen durch die Anlage werden in englischer Sprache gehalten und zeigen nicht die gesamte Burg. Am Einlass kann jedoch für einige Pfund ein deutscher Souvenirführer erworben werden, der über alles Wissenswerte berichtet. Auch die 26 Informationstafeln, die über den Komplex verteilt sind, vermitteln die
wichtigsten Informationen.
Wer die Stadt im August besucht, sollte die Gelegenheit wahrnehmen und das jährlich stattfindende „Military Tattoo” besuchen, das auf dem Vorplatz der Burg (der so genannten „Esplanade”) stattfindet und in dessen Rahmen verschiedenen Militärbands ihr Können präsentieren. Als würdiges Ende dieser berühmten Veranstaltung erscheint auf den Burgzinnen ein einzelner Dudelsackspieler und spielt „Scottland the brave”.
08. Juli 2008
Durch das Torhaus des Edinburgh Castles geht es hinaus auf die High Street, auch „Royal Mile” genannt. Sie verbindet den Burgfelsen im Westen mit dem Holyrood Palace im Osten. Entlang der Straße findet sich der größte Teil der Sehens- würdigkeiten der Stadt.In einer kleinen Gasse verborgen liegt das historische Lady Stair’s House, ein mehrstöckiges, 1622 für einen Edinburgher Kaufmann erbautes Stadthaus. In ihm befindet sich das Writers Museum, das den drei bedeutendsten schottischen Schriftstellern gewidmet ist: Robert Burns (1759- 1796), Sir Walter Scott (1771- 1832) und Robert Louis Stevenson (1850- 1894). Auf mehreren Stockwerken finden sich Manuskripte, Bilder, Möbelstücke und private Gegenstände der Schriftsteller. Obwohl die Räumlichkeiten des Museums nur wenige Meter von der High Street entfernt in einer kleinen Seitengasse liegen, ist hier wenig Publikumsverkehr, und der Besucher hat die nötige Ruhe, die besondere Atmosphäre dieses kleinen Museums zu genießen.
Einige Meter weiter die High Street hinunter erhebt sich der prächtige Bau der St. Giles Kirche, die im 12. Jahrhundert erbaut wurde. Die Besonderheit dieses Bauwerks ist der Glockenturm, dessen Spitze die Form einer Krone hat.
Vor der Kirche findet sich ein aus glatten Steinen geformtes Herz im rauen Pflaster des Bodens, das „Heart of Midlothian”. An dieser Stelle befand sich einst die Todeszelle des „Old Tolbooth Prisons”, des ehemaligen städtischen Gefängnisses, dessen gesamte Umrisse anhand weiterer glatter Steine nachverfolgt werden können. Immer wieder stehen Touristen und auch Einheimische vor diesem Mosaik und spucken hinein. Für dieses Verhalten gibt es verschiedene Begründungen, eine davon besagt, dass demjenigen Glück beschert sein wird, der die Mitte zu treffen vermag.
In der fußläufigen Umgebung der High Street befinden sich weitere Museen, unter anderem die „Scottish National Portrait Gallery” und die „National Gallery of Scotland”, deren Besuch sich bei schlechtem Wetter anbietet. Bei gutem Wetter sollte ein Abstecher zum Calton Hill unternommen werden, von dem aus ein wunderbarer Blick über die Stadt die Mühen des Aufstiegs belohnt. Hier stehen das National Monument, das die Gefallenen des neapolitanischen Krieges ehrt, und das Nelson Monument, welches an den Sieg Horatio Nelsons im Jahr 1805 über die spanisch-französische Flotte am Kap Trafalgar erinnert, und für den der Seefahrer sein Leben gab. Gerne werden die Grünflächen auf dem Hügel für eine Pause mit einem kleinen Picknick genutzt.
Wer am Abend noch Lust auf einen Abstecher in Edinbughs dunkle Seitengassen verspürt, dem seien die „Witchery Tours” empfohlen, die in jeder Jahreszeit und bei jedem Wetter stattfinden. Unter der Führung von Alexander Clapperton oder Adam Lyal geht es zurück in die düstere Vergangenheit der Stadt und in die finstersten Gassen – gruselige Geschichten und ein bisschen Schrecken inklusive!
08. Juli 2008
Einmal raus aus dem Alltag, etwas anderes sehen, Neues erleben – viele Menschen nutzen ein langes Wochenende für eine Kurzreise in eine interessante Stadt.Da jedoch die Zeit sehr begrenzt ist, artet eine solche Reise schnell in Stress aus und es stellt sich kaum ein Erholungseffekt ein. Um dies zu vermeiden hilft eine sinnvolle Planung vorab.
Es bietet sich an, für An- und Abreise einen ganzen Tag anzulegen. Oftmals hat der Flug Verspätung, oder aber die Fahrt vom Flughafen zum Hotel dauert länger als angenommen. Auch der Check-In im Hotel und der Bezug des Zimmers kann in Ruhe erledigt werden, wenn nicht direkt der erste Termin ansteht.
Um nicht den Großteil der Zeit im Auto oder öffentlichen Verkehrsmittelen zu verbringen, sollte das Hotel zentral liegen. Die Mehrkosten, die dadurch entstehen, werden durch die kürzeren Anfahrtswege wieder eingespart. Vor allem in großen Städten lohnt sich die Überlegung, ob die öffentlichen Verkehrsmittel nicht einem Leihwagen vorzuziehen sind. Häufig können Touristen ein günstiges Ticket lösen, mit dem sie Bus und Bahn rund um die Uhr im ganzen Stadtverkehr nutzen können. So erspart man sich lange Parkplatzsuchen und schont zusätzlich die Umwelt.
Bereits zu Hause kann man sich über den Zielort informieren und grob eingrenzen, welche Sehenswürdigkeiten einen Besuch wert sind. Um doppelte Fahrten zu vermeiden, sollten die Ausflugsziele, die räumlich nahe beieinander stehen, hintereinander angesehen werden. Wer den Tag nicht zu sehr füllt, hat zwischen den einzelnen Besichtigungen noch Zeit für eine Pause, um etwas zu essen und zu trinken und die Urlaubsatmosphäre zu genießen. Dadurch bleibt auch die Möglichkeit einer spontanen Änderung erhalten, falls sich während des Aufenthalts eine ungeplante Besichtigungsmöglichkeit ergibt.
Um den Kurztrip wirklich genießen zu können, sollte das Handy wenn möglich ausgeschaltet werden. Im Urlaub ist nur die Erholung wichtig, alle Nachrichten kommen früh genug an! Wer außerdem auf das schreiben von Ansichtskarten und den Kauf von Mitbringseln verzichtet, kann die Zeit wirklich ganz für sich nutzen.
So vorbereitet kann auch die begrenzte Zeit gut genutzt werden, um Abstand zum Alltag zu gewinnen und neue Eindrücke aufzunehmen.
03. Juli 2008
Fast jeder kennt das Problem: der Urlaubsantrag wird abgelehnt oder die gewünschte Dauer gekürzt. Der Grund ist meist betrieblich bedingt, die meisten Firmen arbeiten mit einer extrem knappen Personaldecke, die Unvorhergesehenes nur dann kompensieren kann, wenn die Arbeitnehmer auf Urlaubstage verzichten oder gar Überstunden machen. Allzu oft bleibt dann am Jahresende noch eine erkleckliche Anzahl von Urlaubstage übrig, die in Anspruch zu nehmen sie übers Jahr keine Gelegenheit ergeben hat. Wie damit umzugehen ist, ist oft nicht klar. Aber es gibt hierfür Regeln, an die sich auch ein Arbeitgeber zu halten hat, egal wie die Auftragslage oder der Krankenstand gerade ist; aber auch der Arbeitnehmer kann nicht beliebig mit diesem so genannte Resturlaub verfahren.Dabei muss man sich den Sinn des Urlaubsanspruches klar machen. Er dient dazu, sich von der Arbeit zu erholen und die Arbeitsfähigkeit wieder herzustellen. Aus diesem Grund darf man auch ohne Einwilligung des Arbeitgebers während des Urlaubs nicht anderswo arbeiten, da dies dem Zweck dieser vom Arbeitgeber bezahlten freien Tage zuwider laufen würde. Genau darum kann man Urlaubstage auch nicht nach belieben „ansparen”. Der Grundsatz lautet, dass alle Urlaubstage im Laufe des Kalenderjahres zu nehmen sind. Daher sollte man wenn irgend möglich, den gesamten Anspruch nach Möglichkeit auf brauchen. Urlaubstage ins neue Jahr mitzunehmen ist nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich und auch dann nur bis Ende März des Folgejahres. Diese Regel nimmt auf betriebliche Belange Rücksicht, ändert aber nichts daran, dass der Urlaub grundsätzlich genommen werden muss. Wird der Urlaub trotzdem nicht genommen, verfällt der Anspruch. Eine Auszahlung ist ebenfalls nicht möglich, da dies gesetzlich verboten ist. Eine Mitnahme ist ohnehin nur dann möglich, wenn dringende Gründe eine andere Entscheidung nicht zulassen. Das hängt auch von der eigenen Position im Betrieb ab. Je wichtiger ihre Arbeitskraft ist und je unverzichtbarer ihr Fachwissen, desto eher kann der Arbeitgeber ihre Urlaubsanträge abschlägig bescheiden, jedoch nur bis zur maximalen Frist Ende März. Dann gibt es keine Begründung mehr ihnen den Urlaub vor zu enthalten, sondern die betrieblichen Belangen haben dann zurück zu stehen.
02. Juli 2008
Eine Weltreise – für viele Menschen ein Traum, den sie sich gerne erfüllen wollen.Ob ein Pauschalangebot aus dem Reisebüro oder selbst geplant mit den eigenen Wunschzielen, per Schiff oder per Flugzeug oder gar als Work&Travel mit Bus und Bahn durch die verschiedensten Länder: Möglichkeiten gibt es diverse. Ihnen allen gemein ist ein nicht unbedeutender Aufwand von Zeit und Geld, der es oft verbietet, sich diesen Traum zu erfüllen.
Wem es nicht unbedingt auf die Bequemlichkeit und die Rundumbetreuung eines modernen Reiseschiffes ankommt, dem bieten Frachtschiffreisen eine günstige Möglichkeit, sich die Welt anzusehen. Viele Reedereien bieten Privatpersonen die Gelegenheit, an Bord ihrer Frachtschiffe die Meere zu bereisen und Ziele anzusteuern, die fernab jeder Touristenmetropole liegen. An welchen Häfen wie lange angelegt wird, erfährt man bei der Buchung der Reise. Ein Aufenthalt kann sowohl nur wenige Stunden als auch mehrere Tage dauern, je nachdem, ob nur Fracht gelöscht oder auch neue aufgenommen wird. Nur in seltenen Fällen ist der Aufenthalt so kurz, dass ein Landgang nicht möglich ist. Es gilt jedoch zu bedenken, dass die Reiseroute und auch die Häufigkeit und der zeitliche Rahmen der Aufenthalte nicht verbindlich sind, sondern von verschiedenen Faktoren- wie der Abwicklung beim Zoll und der Wetterlage- beeinflusst werden.
Da es nur wenige Gäste auf einem Frachtschiff gibt, werden die Tage auf See zum großen Teil in der Gemeinschaft der Besatzung verbracht. Dazu gehört eine Beteiligung an den täglichen Pflichten wie kochen und Geschirr abräumen, und für die eigene Kabine ist der Gast in den meisten Fällen ebenfalls selber zuständig. Jedoch kommt auch die Entspannung nicht zu kurz, denn die für den Gastbetrieb vorgesehenen Hochseeschiffe sind oftmals mit eigenem Pool, einer kleinen Bibliothek und diversen medialen Produkten ausgestattet. Weiter bietet eine solche Reise die Möglichkeit, einen Einblick in einen interessanten Beruf zu erhalten und sich die Geschichten der Besatzung anzuhören.
Die Weltreise mit einem Frachtschiff bietet sich aus diesen Gründen vor allem für Personen an, denen nicht in erster Linie das Ziel, sondern auch die Reise wichtig ist, denn der Großteil der Zeit wird an Bord und nicht an Land verbracht. Dafür erhält der Gast einen ganz besonderen Blick auf die bereisten Länder, der Pauschalurlaubern meist verwehrt bleibt und kann die Zeit an Bord ganz ungestört genießen.
Vor der Buchung sollten sich Interessierte über das Verfahren im Krankheitsfall informieren, da auf Frachtschiffen kein Bordarzt vorhanden ist. Auch die Frage der Reiserücktrittsversicherung und der verbindlich angebotenen Leistungen sollte im Voraus geklärt werden, damit der Urlauber auf der Reise keine unangenehmen Überraschungen erlebt. Ferner sollte ein genügend großer Zeitrahmen zur Verfügung stehen, für den Fall, dass sich eine Weiterfahrt um ein oder zwei Tage verzögert.
02. Juli 2008
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