Tagesarchiv für den 01. August 2008

Wellnessurlaub

Viele Menschen suchen im Urlaub nach Ruhe und Entspannung. Ein Verwöhnprogramm in einem guten Wellnesshotel ist dann genau das Richtige. Wer sich dafür entscheidet, steht dann jedoch vor einer fast unüberschaubar großen Auswahl an Angeboten.Da gibt es Hotels, die herkömmliche Anwendungen anbieten: Massagen, Sauna-Gänge, Bäder und Gesichtsbehandlungen. Andere dagegen verlocken mit fernöstlichen Therapien wie Ayurveda. Die Entscheidung liegt alleine darin, welche Form der Entspannung bevorzugt wird, denn ein „besser” oder „schlechter” gibt es hier nicht, vielleicht lockt das Unbekannte mehr, vielleicht wird lieber auf das Bekannte zurückgegriffen.

Sobald die bevorzugte Form der Anwendungen gefunden ist, folgt die Suche nach einem geeigneten Ort. Sofern der Urlaub auch mit ein wenig Sightseeing verbunden werden soll, bietet sich ein Urlaub in einem dafür gut gelegenen Hotel an. Inzwischen gibt es in ganz Deutschland und auch im Ausland viele auf Wellness ausgerichtete Hotels, sodass sicherlich auch in der bevorzugten Region ein in Frage kommendes Ressort zu finden ist.

Gute Wellnesshotels bieten eine leichte und vollwertige Küche an, verfügen über eine schöne Badelandschaft und einen zumindest mit dem Nötigsten ausgestatteten Fitnessraum. Der unbegrenzte Besuch dieser Bereiche sollte im Preis enthalten sein, im Zweifelsfall lohnt eine Nachfrage.

Viele Hotels bieten dem Gast Komplettpakete an. Diese beinhalten neben dem Aufenthalt meist Vollpension und ein bestimmtes Kontingent an Anwendungen. Weitere Einheiten können gegen einen Aufpreis vor Ort gebucht werden. In der Buchungsbestätigung sollten die Art und die Häufigkeit der Inklusivanwendungen vermerkt sein, damit Regressansprüche geltend gemacht werden können, falls die Bedingungen von Seiten des Hotels nicht eingehalten werden.

Viel Wert sollte in jedem Fall darauf gelegt werden, dass das Personal, welches die Anwendungen durchführt, über eine entsprechende Ausbildung verfügt. Eine unsachgemäße Durchführung entspannt wenig und ruft im schlimmsten Fall sogar Abwehrreaktionen des Körpers hervor. Wichtig ist auch eine fachverständige Betreuung des Fitness- und Badebereiches. In keinem Fall sollte sich der Gast in diesen Bereichen alleine aufhalten!

Sofern das in Frage kommende Hotel nicht zu weit vom Wohnort entfernt ist, kann ein Besuch desselben die Entscheidung erleichtern. Da bei einem reinen Wellnessaufenthalt das Hotel meist nur zu Spaziergängen verlassen wird, sollten die Zimmer und der Anwendungsbereich den eigenen Ansprüchen absolut gerecht werden. Gute Hotels verweigern eine Besichtigung des Anwendungsbereiches und der Zimmer nicht – von der Buchung einer Unterkunft, die eine solche Visite ablehnt, sollte abgesehen werden!

jetzt kommentieren? 01. August 2008

Reiseführer

Grundsätzlich können zwei Arten von Reiseführern unterschieden werden.Zum einen gibt es Führer für Länder, mit denen der Reisende sich über Wirtschaft, Klima, verbreitete Religionen und Bevölkerung informieren kann und einen Überblick über alle Touristenziele des Landes erhält. Daneben werden für viele Städte spezielle Stadtführer produziert, die dortige Sehenswürdigkeiten eingehend vorstellen und oft auch gastronomische Tipps und einen Stadtplan beinhalten. In den meisten Fällen werden aber auch in Reiseführern für Länder die großen Städte und deren wichtigste Sehenswürdigkeiten vorgestellt; andersrum gibt es auch in den Führern für bestimmte Städte ein Kapitel, welches sich mit dem Land als solchem auseinandersetzt.

Einen Reiseführer dabei zu haben lohnt eigentlich immer. Oftmals weisen sie auf versteckte Sehenswürdigkeiten hin und geben einen kleinen historischen Abriss der Entstehung einzelner Bauwerke. In guten Reiseführern finden sich im Anhang auch ein kleines Vokabular und eine Auflistung der wichtigsten Floskeln in der Landessprache, mit deren Hilfe nach dem Weg gefragt oder Essen bestellt werden kann.

Entsprechend des behandelten Umfangs sind Reiseführer, die lediglich eine Stadt vorstellen, dünner. Daher bietet es sich durchaus an, bei einem reinen Städtetrip auf den Reiseführer für das Land zu verzichten und mit dem für die besuchte Stadt Vorlieb zu nehmen. Alle benötigten Informationen über das Land und Gewohnheiten der dort lebenden Menschen können im Voraus eingeholt werden, so dass auf den umfangreichen Führer verzichtet werden kann.

Neben den genannten gibt es auch Führer für Reisende, die sich das neue Land erwandern oder mit dem Fahrrad erobern wollen. Diese sind auf die Sehenswürdigkeiten an den genutzten Routen ausgerichtet und weisen auf Unterkünfte und Einkehrmöglichkeiten hin.

Bei der Auswahl des passenden Reiseführers spielt der Verlag eine untergeordnete Rolle. Vielmehr sollte das Buch eine handliche Form haben und robust sein, damit es die Strapazen der Reise übersteht, ohne dass sich einzelne Blätter lösen. Ein Blick auf das Datum der Herausgabe ist dann wichtig, wenn vor Ort nach einer Übernachtungsmöglichkeit gesucht wird. Möglicherweise gibt es die genannten Unterkünfte nicht mehr, und auch angegebene Preise können sich durchaus geändert haben.

Inzwischen kann der Reisende sich auch im Internet umfangreich über sein Ziel informieren. Oftmals enthalten die Seiten, die über Ausflugsziele unterrichten auch einen bewertenden Teil, anhand dessen gegebenenfalls schon im Voraus ein Besuch ausgeschlossen werden kann. Natürlich sollte hier beachtet werden, dass die eigene subjektive Meinung durchaus von der des Berichtenden differieren kann. In manchen Fällen kann sich der Besuch einer eher negativ bewerteten Sehenswürdigkeit trotzdem lohnen.

Eine weitere Alternative zum Kauf eines Reiseführers, der nach dem Urlaub doch zumeist ungenutzt im Regal steht, ist ein Besuch der örtlichen Leihbücherei. Diese führen in der Regel eine Auswahl an Reiseführern, die für den Zeitraum des Urlaubs entliehen werden können.

jetzt kommentieren? 01. August 2008

Die Entstehung der Reiseliteratur

Auf dem Büchermarkt gibt es für die vom Fernweh Befallenen nicht nur Reiseführer und Bildbände, sondern auch Bücher, die Reiseerfahrungen wiedergeben. In den meisten Fällen sind dies die Erlebnisse der Autoren, die eine von ihnen selbst unternommene Reise schildern. Der Stil ist dabei ganz unterschiedlich, von Erzählungen und Skizzen, reich bebilderten Tagebucheinträgen, bis zu humorvollen Schilderungen ist nahezu jede Richtung vertreten.Ihren Anfang nahm die Reiseliteratur im späten Mittelalter, als Bildung- damit war früher vor allem Lesen und Schreiben gemeint- Allgemeingut wurde. Selber auf Reise zu gehen blieb den meisten Menschen verwehrt, nur die Reichen genossen dieses Privileg. Als erste, sehr ursprüngliche Form der Reise ist das Pilgern zu nennen, also die Wallfahrt zu Orten, an denen Reliquien von Heiligen aufbewahrt werden. Pilgernde Schriftkundige schrieben ihre Erfahrungen nieder, beschrieben den Weg zu den Wallfahrtsorten, die fremden Länder und Menschen. Diese Notizen wurden von den Daheimgebliebenen dazu genutzt, ihre eigene Pilgerfahrt zu planen und sich entsprechend vorzubereiten. Jene dagegen, die sich eine Pilgerfahrt nicht leisten konnten, reisten die Strecke anhand der Beschreibung in Gedanken nach und leisteten über diesen Weg Abbitte für ihre Sünden. Dieses Pilgern im Geist war im Mittelalter angesehen und wurde mit einem ähnlichen Wert bemessen, wie eine selbst unternommene Fahrt. Vor allem Mönche und Schwestern nutzten diese Form des Pilgerns.

Über das Aufschreiben der Pilgerfahrten lebte allmählich die Reiseliteratur an sich auf. So zeichnete auch Marco Polo seine Weltreise auf, die ihn 1271 an das damalige Ende der Welt führte. Andere Reisende taten es ihm gleich. Ihre Berichte schildern dabei nicht unbedingt die Wahrheit, in vielen Werken finden sich Beschreibungen von Fabelwesen wie Hundsköpfige oder einbeinige Riesen, die sich, sobald sie auf dem Rücken liegen, mit dem Bein selber Schatten spenden können. In der Zeit, in der diese Schriften erschienen, bedienten sie das Verlangen der Leser nach Unerklärlichem. Aus der heutigen Sicht wirken sie ein wenig wie unbeholfene Fantasterei, dennoch liegen in ihnen nicht nur die Anfänge der Reiseliteratur, sondern auch die der Literatur selbst.

Nicht alle Erzähler haben die fremden Kontinente, von denen sie berichten, auch wirklich selber bereist. Viele griffen auf die Erfahrungen anderer zurück und gaben diese einfach leicht verändert wieder. So kommt es, dass sich viele Werke in Aufbau und Inhalt gleichen.

Auch Verfasser unserer heutigen Literatur bedienten sich dieser Anleihen- Karl May zum Beispiel schrieb einen großen Teil seiner Winnetou-Romane bevor er Amerika das erste Mal betrat.

jetzt kommentieren? 01. August 2008