Tagesarchiv für den 22. August 2008

Reisekosten in Raten abbezahlen

Der Sommer ist da, das Fernweh ebenfalls, aber kein Geld auf dem Konto? Inzwischen ist das kein Grund mehr, auf einen Urlaub zu verzichten. Viele Reiseveranstalter locken mit der Möglichkeit, den Urlaub auf Kredit zu kaufen. Diese wird offenbar gerne genutzt, denn immer mehr Unternehmen ziehen nach. Vergeben wird der Kredit über die Bank, die mit dem Veranstalter zusammenarbeitet. Der Kunde kann daher nicht zwischen verschiedenen Angeboten wählen sondern müsste sich, sofern er mit den Bedingungen nicht einverstanden ist, für einen anderes Reiseunternehmen und eine andere Reise entscheiden. Der Zinssatz der Kredite beläuft sich meist auf etwa 10 Prozent, nach oben ist alles offen, günstiger ist der Kredit jedoch kaum erhältlich. Die jeweilige Bank führt auch die Bonitätsprüfung durch. Es können bis zu sieben Wochen vergehen, bis die Zusage für die Finanzierung an den Kunden weitergegeben wird. Deshalb sind viele Last Minute-Angebote von der Finanzierung ausgenommen. Begonnen wird mit der Zahlung oft erst nach der Reise und kann über verschiedene Laufzeiten gestreckt werden, wobei die meisten Anbieter keine Laufzeiten von mehr als zwölf Monaten anbieten.Für viele Kunden ist die Möglichkeit einer späteren Zahlung sehr attraktiv. Auf diesem Weg kann ohne Probleme eine Reise unternommen werden, die eigentlich über dem finanziellen Budget liegt. Verbraucherzentralen raten jedoch von einem Urlaub auf Ratenzahlung ab. Der Grund dafür ist der geringe Wert einer Reise. Sobald die Koffer wieder ausgepackt sind, bleiben nur mehr ein wenig Urlaubsbräune und die Erinnerungen daran übrig. Viele Kunden ärgern sich ein paar Monate später sehr, etwas abbezahlen zu müssen, das bereits lange zurück liegt und von dem sie nichts mehr haben. Durch die kurzen Laufzeiten der Kredite fällt zusätzlich oft eine hohe monatliche Belastung an, die von vielen im Voraus nicht erkannt wird. Im Nachhinein belastet die Finanzierung der Reise eine Familie und auch Alleinstehende mehr, als die Reise nicht unternommen zu haben. Besser ist immer, lieber nur einen Kurztrip zu unternehmen oder sich die Freizeit mit schönen Aktivitäten zu füllen. Schließlich gibt es meist auch in der Umgebung des eigenen Wohnortes vieles zu entdecken, ohne dafür einen Kredit aufnehmen zu müssen.

jetzt kommentieren? 22. August 2008

Das Reisen zum Beruf machen: Reiseleiter

Viele Menschen träumen davon, die Welt zu bereisen, weit entfernte Flecken Erde zu entdecken und durch den Aufenthalt in einem Hotel von den Pflichten des Haushaltes entbunden zu sein. Nur wenige jedoch setzen diesen Traum um und wählen einen Beruf, der ein Leben im und vom Urlaub erlaubt. Einer dieser Berufe ist der des Reiseleiters.Ein Reiseleiter begleitet eine Gruppe Urlauber auf den von ihnen gebuchten Aktiv-, Erlebnis- oder Studienreisen und bringt sein Wissen über das betreffende Land in die Reise ein. Auch wenn die Anforderungen nicht bei allen diesen Reisen die gleichen sind, so gibt es einige Vorraussetzungen, die der Reiseleiter mitbringen muss, um den Beruf erfolgreich und über viele Jahre ausführen zu können. Vor Ort ist der deutsche Reiseleiter für alles verantwortlich. Die Kunden sprechen ihn an, wenn ihnen das Hotel nicht gefällt, wenn das Essen nicht schmeckt und auch wenn es Streit unter den Reisegästen gibt. Damit hat der Reiseleiter keine geregelten Arbeitszeiten, auf Reisen ist er von morgens bis abends im Dienst. Wer sich für diesen Beruf interessiert, sollte sich im Voraus bewusst machen, dass eine Reise dadurch auch mit Stress belastet sein kann. Ein Reiseleiter macht auf einer Gruppenreise keinen Urlaub, er geht nur an touristisch sehr interessanten Zielen seinem Beruf nach.

Es gibt keine anerkannte Ausbildung zum Reiseleiter. Vielmehr kommen Menschen aus eigenem Antrieb zu dieser Tätigkeit. Studienreisen werden oft von Akademikern geleitet, die sich intensiv mit dem Zielland beschäftigt und es auch häufig selbst bereist haben. Die Bewerbung erfolgt initiativ bei den entsprechenden Veranstaltern, da sie ihr Wissen gern an andere weitergeben möchten. Bei Interesse lädt das Unternehmen den Kandidaten dann zu einem Gespräch oder einem Bewerberseminar ein. Wie die Auswahl der zukünftigen Reiseleiter im Einzelnen aussieht, ist sehr unterschiedlich und wird am besten direkt beim Unternehmen erfragt. In den meisten Fällen ist ein Reiseleiter nicht fest angestellt sondern freiberuflich tätig. Die Bezahlung erfolgt in der Regel pro Tag und schwankt stark. Während große Unternehmen teilweise 150 Euro zahlen und zusätzlich die Kosten für Anreise und Aufenthalt übernehmen, vergüten kleine Anbieter den Tag mit 60 oder 70 Euro, die Kosten vor Ort für Essen oder Eintritt trägt der Reiseleiter selbst. Von dem Verdienst gehen dann noch Steuern ab. Mit diesem Beruf können also keine großen Reichtümer angehäuft werden.

Doch trotz dieser Negativaspekte lieben die meisten Reiseführer ihren Beruf, denn immer wieder kommt es während der Aufenthalte zu interessanten Begegnungen und Erlebnissen, und außerdem entschädigt eine Reise durch ein schönes Land oft für viel Ungemach.

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