Die Kunden der Deutschen Bahn müssen mit weiteren Einbußen bezüglich der Servicequalität rechnen. Auf vielen kleinen Bahnhöfen gibt es längst keine persönliche Betreuung mehr, wer eine Fahrkarte lösen möchte, muss dies am Automaten tun. Lediglich der Gleiswärter ist noch anzutreffen, andere Angestellte sind selten vor Ort. Jetzt sollen auf rund 5000 Bahnhöfen auch die Lautsprecherdurchsagen, die auf die Einfahrt der Züge und Verspätungen oder Gleisänderungen hingewiesen haben, abgeschafft werden. Künftig werden die Kunden nur noch auf großen Durchfahrtsbahnhöfen auf diese Weise informiert. Der Hintergrund ist eine Überlastung des Bahnsteigpersonals, das sich in erster Linie um Schranken und Signale kümmern muss. Sprecher der Deutschen Bahn betonen jedoch, dass den Kunden weiterhin alle nötigen Informationen zur Verfügung stehen werden. Alle wichtigen Auskünfte sollen dann den gut sichtbar angebrachten Informationstafeln entnommen werden. Gerade für ältere Bahnreisende kann diese Umstellung zu Schwierigkeiten bei der Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs führen.Positiv zu bewerten ist jedoch die einstweilige Abkehr von der Einführung des Bedienzuschlags, die durch die öffentliche Ablehnung hervorgerufen wurde. Derzeit ist eine Änderung des Konzepts vorgesehen, welches die Kunden animieren soll, auf die Buchung über das Internet oder das Telefon zurückzugreifen. Eine mögliche Variante ist, auf Tickets, die nicht am Schalter erworben werden, einen grundsätzlichen Rabatt zu gewähren, um die Buchung im Internet attraktiver zu machen. Die Einführung des Bedienzuschlags wurde durch erhöhte Personalkosten begründet. Die Preise bei Onlinebuchung nun so zu reduzieren, dass die meisten Kunden die Schalterbetreuung nicht mehr in Anspruch nehmen, könnte den Anreiz für die Reduzierung des Personals bieten und die dafür anfallenden Kosten ebenfalls reduzieren. Ob und in welcher Höhe ein Nachlass auf die Tickets, die nicht am Schalter erworben werden, gewährt wird, entscheidet sich erst im Laufe des nächsten Jahres. In jedem Fall aber ist mit weiteren Änderungen zu rechnen.
22. September 2008
Der Urlaub ist zum Entspannen da. Oft wird dann auch die nötige Vorsicht in Bezug auf die Sicherheit der Dokumente und des Bargelds vernachlässigt, und kurz darauf ist beides weg. Auch und gerade in beliebten Urlaubszielen wird geklaut, es sollte also zu jeder Zeit darauf geachtet werden, dass Wertsachen und wichtige Dokumente sicher verwahrt sind. Doch wie sollte man vorgehen, wenn man im Urlaub trotz aller Vorsicht beklaut wurde?In jedem Fall sollte die deutsche Botschaft kontaktiert werden. Wo diese ansässig ist, kann bei örtlichen Polizeistationen oder Ämtern erfragt werden. Im Normalfall gibt es in jeder größeren ausländischen Stadt zumindest einen Vertreter, der einen Ersatz für den verlorenen Ausweis ausgeben kann, mit dem die Ausreise aus dem Land möglich ist. Sollte der Urlaub noch länger andauern, muss darauf unbedingt hingewiesen werden, denn die Ersatzdokumente haben nur eine kurze Gültigkeit. Zurück in der Heimat muss schnell für einen neuen Pass gesorgt werden. Sind auch Konto- und Kreditkarten geklaut worden, hilft nur eine schnelle Sperrung des Kontos. Jede Bank hat eine internationale Rufnummer, über die eine Sperrung erfolgen kann. Diese sollte immer mitgeführt werden, damit im Notfall keine unnötige Zeit verstreicht. Bereits von den Dieben abgehobenes Geld wird nicht erstattet!
Die Reiseunterlagen und Flugtickets sollten im Idealfall im Hotelzimmer oder Ferienhaus gelagert und nicht mitgeführt werden. Bei Verlust dieser Unterlagen kann über die Airline ein neues Ticket besorgt werden. Dazu ist in der Regel eine Fahrt zum Flughafen nötig, oftmals kann das Ticket auch bis zum Abreisetag hinterlegt werden. Das alte Ticket muss in jedem Fall gesperrt werden. Dazu ist die Ticketnummer nötig! Fehlt die Ticketnummer, kann nicht nachgewiesen werden, dass bereits ein Flug bezahlt wurde. In diesem Fall muss immer ein neues Ticket gekauft werden. Doch auch mit einem Ersatzticket sind Kosten verbunden, wie hoch die Bearbeitungsgebührt ausfällt, ist jeder Airline selber überlassen. Bei Pauschalreisen muss für den Ersatz der Veranstalter der Reise kontaktiert werden, denn nur dieser kann ein neues Ticket ausstellen. In manchen Fällen muss damit Vorlieb genommen werden, dass der Tag der Rückreise sich dadurch verschiebt, denn nicht immer sind in dem ehemals gebuchten Flieger noch Plätze verfügbar.
22. September 2008