Monatsarchiv für Oktober, 2008
Kreuzfahrten boomen nach wie vor und ziehen immer mehr Passagiere an. Ausschlaggebend ist sicherlich die Möglichkeit, maximalen Komfort mit einem umfassenden Urlaubsprogramm verbinden zu können. Die Nächte verbringen die Reisenden auf dem Schiff und genießen das breite Angebot an Unterhaltungs- und Entspannungsmöglichkeiten. Über Tag wird häufig angelegt- wer möchte, kann die Hafenstadt auf eigene Faust erkunden oder sich einer Führung anschließen.Im nächsten Jahr schicken die Reedereien als Antwort auf die ungebremste Nachfrage gleich elf neue Schiffe auf neue Routen- vor allem in Europa werden neue Ziele hinzugefügt. In den nächsten fünf Jahren werden rund weitere 30 Schiffe folgen. Ein großer Teil davon wird in europäischen Werften hergestellt, zum Beispiel in der Meyer-Werft in Papenburg, die bis Ende 2012 ausgebucht ist.
Die große Reederei Royal Carribean schickt nun ihr neues Flaggschiff auf Reisen: Die Oasis of the Seas bietet Platz für über 5000 Passagiere und lockt mit ganz neuen Attraktionen. Auf den 360 Metern und 16 Stockwerken finden Grünflächen und ein Sandstrand Platz. Daneben gibt es einen Unterhaltungsbereich mit Jahrmarktflair, über den eine Seilbahn gespannt ist. Außerdem können die Passagiere auch die bekannten Annehmlichkeiten wie Wellnessangebote und Sportmöglichkeiten nutzen oder in eines der vielen Restaurants einkehren. Interessierte müssen ihre Neugier jedoch noch zügeln, denn die Jungfernfahrt ist erst für Ende 2009 angesetzt. Die Routen des Gigaliners liegen in der östlichen und westlichen Karibik.
Die aktuelle Finanzkrise schreckt weder die Reedereien noch die Werften. Neue Schiffe und neue Routen werden oftmals Jahre im Voraus geplant, der Bau wird im Vorhinein finanziert. Deshalb ist eine kurzfristige Anpassung der Pläne an die Finanzlage nicht möglich. Der hohe Ölpreis dagegen schlägt sich nieder. Ähnlich wie Fluglinien berechnen auch die Reedereien inzwischen Treibstoffzuschläge. Bis zu zehn Euro pro Tag muss der Passagier deshalb mehr zahlen.
31. Oktober 2008
Vielerorts können Urlauber sich in eine Ferienanlage einkaufen und sich somit ein Nutzungsrecht sichern. Diese Angebote werden ihnen gerne bereits nach der Ankunft am Flughafen oder am Strand unterbreitet, in der Hoffnung, die entspannten Touristen unterschreiben den Vertrag ohne das Kleingedruckte genau zu lesen. Sicherlich ist das Angebot, für eine oder mehrere Wochen im Jahr ein festes Urlaubsdomizil zu haben sehr verlockend, dennoch sollte Vorsicht walten. Nicht immer sind die Angebote seriös.Für ein Timesharing an einer Ferienanlage muss der Kunde sich mit einem gewissen Betrag einkaufen, darüber hinaus wird meist eine monatliche Miete fällig. Als Gegenleistung dafür darf die Unterkunft an einem bestimmten und vorher festgelegten Zeitraum im Jahr ohne weitere Kosten genutzt werden.
In manchen Fällen entwickelt sich das auf den ersten Blick günstige Angebot jedoch zur Kostenfalle, da die laufenden Kosten auf das Jahr gerechnet teurer zu Buche schlagen als es ein gebuchter Urlaub täte. Dazu kommt die Einschränkung hinsichtlich der Auswahl des Urlaubsorts, denn bei Timesharing-Modellen ist der Tausch des Aufenthaltsorts nur in den Fällen möglich, in denen der Anbieter über eine Hotelkette verfügt. Zudem ist ein Tausch meist mit einer zusätzlichen finanziellen Leistung verbunden und muss rechtzeitig beantragt werden. Diese Aspekte sollten vor einer Vertragsbindung unbedingt bedacht und auch durchgerechnet werden, spontan sollten die Angebote nicht angenommen werden! Zwielichtige Anbieter gewähren den Kunden zudem nur kurze Rücktrittsfristen und kein Kündigungsrecht. Timesharingverträge laufen jedoch sehr lange, der Kunde ist dann teilweise über Jahrzehnte an den Vertrag gebunden.
Daneben gibt es jedoch seriöse Anbieter, die als Gegenleistung für die finanziellen Aufwendungen des Kunden eine gepflegte und gut gelegene Anlage zur Verfügung stellen und auch spontane Tauschwünsche umzusetzen versuchen. Für Urlauber, die ihren Urlaub gerne jedes Jahr an demselben Ort verbringen, ist ein solches Angebot mittelfristig eine lohnende Investition, sofern der Anbieter mit Bedacht ausgewählt und das in Frage kommende Objekt vorher angesehen wurde. Blind sollte sich der Kunde in keinem Fall auf einen solchen bindenden Vertrag einlassen.
28. Oktober 2008
Nahezu jeder Urlauber bringt sich und seinen Lieben aus dem Urlaub ein Andenken mit. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um ein regionales und landestypisches Produkt oder ein kleines Schmuckstück. Diese Souvenirs dürfen in der Regel zollfrei nach Deutschland eingeführt werden. Es gibt jedoch Beschränkungen, welche Güter aus dem Urlaub mitgebracht werden dürfen und welche Mengen zulässig sind. Diese sollten in jedem Fall eingehalten werden, da es sonst zu empfindlichen Bußgeldern kommen kann. Einkäufe aus EU-Ländern sind grundsätzlich zollfrei, sofern sie ersichtlich für den Eigenverbrauch bestimmt sind. Waren aus Ländern, die nicht der EU angehören und Drittstaaten unterliegen dagegen strengen Einfuhrvorschriften. Bei einem Betrag unter 175 Euro dürfen die mitgebrachten Produkte zollfrei eingeführt werden, Waren bis zu einem Wert von 350 Euro werden mit 13,5 Prozent, Waren in einem höheren Wert mit 19 Prozent Umsatzsteuer verzollt.Absolutes Einfuhrverbot liegt auf vom Aussterben bedrohten und geschützten Tierarten. Diese dürfen in keiner Form aus dem Ausland mitgebracht werden, befruchtete Eier sind eingeschlossen. Andere Tierarten dürfen nur dann eingeführt werden, wenn die Tierschutz- und Gesundheitsauflagen erfüllt sind und der Halter die entsprechenden Papiere vorweisen kann. Das kann in manchen Fällen eine mehrwöchige Quarantäne nach sich ziehen.
Daneben unterliegen noch weitere Produkte einer Einfuhrbeschränkung. Plagiate dürfen in keinem Fall eingeführt werden, auch nicht in kleinen Mengen. Alle bei der Einreise entdeckten Plagiate werden dem Reisenden abgenommen, in manchen Fällen muss außerdem mit einem Bußgeldverfahren gerechnet werden. Die Ausrede, man habe ein Plagiat nicht als ein solches erkannt, wird nicht angenommen!
Auch Antiquitäten aus anderen Ländern sind für Reisende sehr interessant. Als Antiquität gelten dabei nur Objekte, die mindestens 100 Jahre alt sind. Diese dürfen nur bei lückenlos vorhandenen Dokumenten eingeführt werden, dazu gehören die Ausfuhrgenehmigung, Kaufnachweis und möglicherweise auch Gutachten. Zudem wird eine Umsatzsteuer in Höhe von 19 Prozent veranschlagt.
Für hochbesteuerte Produkte gelten sogenannte Freimengen. Dabei handelt es sich um Alkohol, Zigaretten und Parfum, die bis zu einer gewissen Stückzahl zollfrei eingeführt werden dürfen.
27. Oktober 2008
Der Brauch Halloween zu feiern findet immer mehr Anklang in Deutschland. In fast jeder Stadt und in fast jedem Dorf finden in der Nacht des 31. Oktober spukige und gruselige Veranstaltungen statt, die Jung und Alt locken. Zunehmend bieten auch Reiseveranstalter passende Reisen für diesen Anlass an. Ziel sind meistens Burgen und andere alte Gemäuer, in denen Angst und Schrecken auf die Besucher warten.Vampire, Werwölfe, Hexen und andere dunkle Gestalten verbreiten auf den Halloweenveranstaltungen Gänsehaut unter den Anwesenden und verderben manch einem den Appetit auf das angebotene Essen. In vielen Fällen bieten die Reiseveranstalter einen zweitägigen Aufenthalt mit Übernachtung an, in den ein großes Buffet oder eine ausgedehntes Abendessen eingeschlossen ist. In jedem Fall sollte man sich auf eine unruhige Nacht einstellen, denn die Spukereien halten bis zum Morgengrauen an. Entsprechend vorsichtig sollten Eltern vorgehen, die eine Halloweenreise mit ihren Kindern unternehmen möchten. Gerade kleine Kinder erliegen der Faszination dieses Brauchtums, das erst einige Jahre auch in Deutschland gefeiert wird. Dennoch sollten die Eltern darauf achten, dass die besuchte Veranstaltung auch für den Nachwuchs geeignet ist.
Neben kleineren Hotels sorgen auch Freizeitparks zunehmend für passende Unterhaltung in der Halloween-Nacht. In den dunklen Ecken lauern verkleidete Bösewichte und erschrecken die ahnungslosen Passanten. Reiseangebote für Freizeitparks beinhalten meist die Anreise, den Aufenthalt und die Eintrittskarte in den Park. Natürlich können alle vorhandenen Attraktionen an Halloween uneingeschränkt genutzt werden.
Eine ganz besondere Reise für die Tage rund um Halloween ist ein Ausflug in das Land Draculas. In Rumänien wandeln besonders Hartgesottene auf den Spuren des unheimlichen Lords, der Mitte des 15. Jahrhunderts für die Grundlage des späteren Romans von Bram Stoker sorgte. Während die Tage vor der Gruselnacht noch mit Stadtrundgängen und Besichtigungen verbracht werden, gibt es am 31. Oktober eine schaurig-schöne Überraschung für die Reisenden.
Die Angebote für Halloweenreisen sind inzwischen unzählbar, und für jeden Geschmack ist etwas dabei. Frühzeitige Buchungen sind in jedem Fall anzuraten, da die Teilnehmerzahl in der Regel begrenzt ist.
24. Oktober 2008
Ein Urlaub in der Wildnis gilt noch immer als ein kleines Abenteuer, und viele Menschen sehnen sich danach, wilde Löwen und Elefanten einmal in ihrer natürlichen Umgebung zu betrachten. In den verschiedenen Nationalparks Südafrikas wird den Touristen dieser Traum mittels geführten Safaris erfüllt. Dabei zieht es die meisten Urlauber in den größten Nationalpark des Landes, den Krüger-Nationalpark. Sicher in einem geländegängigen Fahrzeug sitzend geht es dann durch die Savanne, immer auf den Spuren der fünf wohl interessantesten Lebewesen: Elefanten, Löwen, Nashörner, Büffel und Leoparden. Meist kann zumindest eine dieser Tierarten aufgespürt werden, doch zur Enttäuschung der Urlauber bleibt das Fahrzeug sehr weit entfernt. Möchte man eines der Tiere aus nächster Nähe betrachten, ist ein Besuch im Tierpark geeigneter als eine Safari. Hier leben die Tiere noch im Einklang mit der Natur und handeln nach ihren Instinkten. Alle wildlebenden Tiere sind daher nicht ungefährlich, und ein guter Safari-Guide wird darauf achten, dass die Touristen die Tiere nicht aufscheuchen. Vor allem von Seen und Wasserläufen sollte ausreichend Abstand gehalten werden, denn vor allem die dort lebenden Krokodile und Nilpferde greifen Menschen schnell an. Gerade Urlauber, die den Park auf eigene Faust erkunden möchten, sollten sich dringend an die Sicherheitsvorschriften halten.Bei jeder Tour besteht die Möglichkeit, dass keines der begehrten Tiere auftaucht. Es wird deshalb empfohlen, an mehreren Tagen einen Ausflug in einen der Nationalparks einzuplanen oder eine mehrtägige Tour durch den Park vorzunehmen. Hotels oder kleinere Siedlungen mit Ferienwohnungen an den Grenzen der Parks bieten eine ideale Aufenthaltsmöglichkeit für den Reisenden. Bei mehrtägigem Aufenthalt im Park sind auch Übernachtungen in einem der Rest Camps möglich, die sich im Krüger-Nationalpark befinden. Von hier aus kann die Tour am nächsten Tag direkt weitergehen.
Immer im Gepäck dabei sein sollte ausreichend Flüssigkeit, Sonnenschutzcreme, Insektenschutzmittel und ein Fernglas. Wer eindrucksvolle Fotos mit nach Hause bringen möchte, sollte seine Kamera mit einem entsprechenden Objektiv ausstatten, damit auch Tiere, die sich weiter entfernt aufhalten abgelichtet werden können.
23. Oktober 2008
Viele Menschen schaffen es aus verschiedenen Gründen nicht, in ihrem Urlaub zu verreisen und verbringen die freien Tage deshalb zu Hause. Ganz gleich, ob der Sommerurlaub auf dem heimischen Balkon oder freie Herbstferien vor dem eigenen Kamin verbracht werden, auch zu Hause kann man sich die Tage schön gestalten und die nötige Ruhe finden. Wichtig ist, sich immer wieder selbst daran zu erinnern, dass der Urlaub ansteht, auch in den eigenen vier Wänden sollte deshalb der Spaß ganz oben auf der Liste stehen, die wenigen Tage im Jahr, die man wirklich für sich zur Verfügung hat, sollten keinesfalls mit Arbeit voll gepackt sein. Wer ganz dringend etwas in seinem Haushalt ordnen möchte, kann sich einen festen Tag dafür einplanen und an diesem all die Dinge erledigen, die im Haushalt anstehen. Ansonsten lohnt es sich, einen Plan für die Urlaubszeit aufzustellen. In jeder Region Deutschlands gibt es schöne Dinge zu erleben, jedoch kommen nur wenige Menschen dazu, sich ihre Umgebung neben dem Arbeitsalltag auch wirklich anzusehen. Bereits einige Zeit vor dem Urlaub kann man deshalb beginnen, im Internet, Reiseführern oder auch Lokalzeitungen nach attraktiven Sehenswürdigkeiten zu recherchieren. Vielleicht findet sich auch eine lohnende regionale Veranstaltung, deren Besuch den Urlaub abwechslungsreich gestalten könnte. Wie auch bei einer Reise in ein anderes Land sollte der tägliche Zeitplan genug Lücken für Entspannung lassen. Ein ausgedehntes Frühstück vor dem Start schafft die nötigen Reserven, und nicht selten findet man auch auf der Fahrt zu einer Sehenswürdigkeit weitere Fleckchen, die eine Erkundung lohnen.Vor allem für Familien mit Kindern ist der Urlaub zu Hause keineswegs trist. Wer die Möglichkeit hat, kann auch den Nachwuchs in die Planung der Freizeit integrieren. Egal ob im Sommer oder im Winter: Ein Besuch im Schwimmbad begeistert Kinder immer, und auch die Erwachsenen können einen solchen Badetag nutzen, um das bereits länger herumliegende Buch zur Hand zu nehmen oder sich eine Massage zu gönnen.
Ein weiterer wichtiger Punkt bei Urlaub zu Hause ist, sich konsequent gegen die Erledigung anfallender Arbeiten zu entscheiden. Am besten ist es, wenn das Mittag- oder Abendessen im Restaurant eingenommen oder bestellt wird, denn das reduziert zum einen den Abwasch, zum anderen schafft es einiges mehr an Zeit, die statt mit kochen mit anderen Dingen verbracht werden kann.
Urlaub in den eigenen vier Wänden ist also nicht unbedingt weniger schön als eine Reise in die Ferne, es kommt nur darauf an, was daraus gemacht wird.
22. Oktober 2008
Die Stadt Venedig liegt im Nordosten Italiens an der Adriaküste und war noch bis weit in das 18. Jahrhundert einer der wichtigsten Handelspunkte Europas. Bis 1797 war die Provinz Venedig sogar selbständig.Vor allem Frischverheiratete und Verliebte reisen in die Stadt, die von unzähligen kleineren und größeren Kanälen durchzogen ist. Diese Kanäle trennen die rund 100 Inseln, aus denen sich Venedig zusammensetzt. Inzwischen werden viele der Kanäle nicht mehr für den Verkehr genutzt, einige wurden sogar zwecks Landgewinnung zugeschüttet. Der Canale Grande dient als zentrale Verkehrsstraße der Stadt und ist sicherlich einer der Hauptanziehungspunkte für Touristen. Ein Großteil der Kanäle ist für Fußgänger gar nicht erreichbar, da sie direkt an den Häusern vorbeifließen. Doch von den zahlreichen Brücken eröffnet sich dem Venedig-Urlauber manch unvergesslicher Blick.
Ebenfalls sehr bekannt ist der Markusplatz, der von vielen geschichtsträchtigen Gebäuden gesäumt ist. Hier findet sich der Dogenpalast, in dem einst die Regierungs- und Justizorgane der freien Republik Venedig untergebracht waren. Der etwas eigenwillige Bau gilt als einer der bedeutendsten der Gotik und wurde von Claude Monet von der Kanalseite her malerisch festgehalten. Neben diesem eindrucksvollen Gebäude finden sich auf dem Markusplatz außerdem die Markuskirche mit einem imposanten Glockenturm, außerdem Bibliotheken und Museen.
Das typische Transportmittel in Venedig ist das Boot. Die weltweit bekannten Gondeln werden dabei vorzugsweise von Touristen genutzt- eine Fahrt mit einer solchen Gondel ist jedoch sehr teuer und sollte fest in das Urlaubsbudget eingeplant werden. Auch die Einwohner der Stadt nutzen den Wasserverkehr, vor allem die Wasserbusse, die auf dem Canale Grande verkehren. Inzwischen nutzen Privatpersonen sogar Motorboote für die eigene Flexibilität, jedoch wird dies sehr kritisch gesehen. Die Stadt wurde im Wasser errichtet, alle Gebäude stehen auf Holzpfosten. Motorboote wirbeln das Wasser auf und mischen vermehrt Sauerstoff darunter. Dieser wiederum fördert die Vermehrung von Bakterien, welche die Zersetzung der Holzpfosten beschleunigen. Dies, und der Umstand, dass der Wasserspiegel ununterbrochen steigt, führen dazu, dass ein regelrechter Kampf um den Erhalt der Stadt entbrannt ist. Venedigs Bauwerke müssen vor dem Eindringen des Wassers geschützt werden, außerdem sind an verschiedenen Stellen bereits neue Holzpfosten nötig.
Der Gedanke, dass Venedig vielleicht dem Untergang geweiht sein könnte, macht die wundervollen Sehenswürdigkeiten, die zahlreich vorhanden sind, umso attraktiver. Ein Aufenthalt in Venedig spielt sich vor allem draußen ab, denn die eigenwillige und unterschiedliche Architektur der Kirchen und Paläste lädt zum Staunen und Verweilen ein.
21. Oktober 2008
Die Insel Helgoland liegt in der Nordsee, rund 50 Kilometer vom nordfriesischen Festland entfernt. Erreichbar ist die Insel mit dem Schiff oder aber mit dem Flugzeug. Während der Touristensaison fahren vor allem von Büsum, Cuxhaven und Wilhelmshaven täglich Seebäderschiffe zur Insel, in den Wintermonaten wird Helgoland nur noch von Cuxhaven aus angesteuert. Ein besonderes Abenteuer auf dieser Anreise ist das Ausbooten vor der Insel, das besonders Kinder aufregend finden. Große Schiffe können den Hafen Helgolands nicht direkt anfahren, deshalb müssen die Passagiere ein gutes Stück vor dem Land in kleinere Boote, Börteboote genannt, umsteigen, die sie ans Ufer bringen. Zu der Insel Helgoland gehört die Insel Düne, die vor rund 200 Jahren vollständig von Helgoland getrennt wurde. Auf Düne befindet sich ein kleiner Flughafen, der vor allem für den Touristenverkehr genutzt wird. Mehrer Flughäfen in Norddeutschland fliegen die Insel an, rund 30 Minuten dauert der Flug vom Festland nach Düne. Vor allem Personen, die schnell seekrank werden, weichen gerne auf die Fluglinie aus, jedoch ist auch hier die Übersetzung mit dem Boot nötig.Helgoland selber ist nur etwa einen Quadratkilometer groß, Düne ist etwas kleiner. Auf Düne befinden sich neben dem Flughafen ein Campingplatz und ein kleines Bungalowdorf. Sowohl auf Helgoland als auch auf Düne dürfen keine Kraftfahrzeuge und Fahrräder genutzt werden. Da beide Inseln sehr klein sind, gelangen die Einwohner und Besucher trotzdem schnell an den Zielort. Diese, in Deutschland einzigartige, Regelung unterstützt Helgolands Stand als anerkanntes Nordseeheilbad. Viele Gäste kommen zu Kurzwecken auf die Insel und genießen die Ruhe und die gute Luft. Gut beschilderte und gepflegte Wanderwege führen einmal um die ganze Insel herum und an allen Sehenswürdigkeiten Helgolands vorbei. Trotz der geringen Größe hat die Insel einiges zu bieten. Der deutsche Autor James Krüss wurde auf Helgoland geboren und verbrachte dort auch den größten Teil seiner Jugend. Das James Krüss-Museum erinnert an sein Leben und seine Werke, die noch immer bei Kindern sehr beliebt sind. August von Fallersleben schrieb auf Helgoland das „Lied der Deutschen”, und auch Heinrich Heine besuchte die Insel und ließ sich von seinem Aufenthalt inspirieren. Ebenfalls für Besucher zugänglich sind rund 400 Meter des Atomschutzbunkers, der auch die unteren Geschosse des Helgoländer Leuchtturms einnimmt. Wie lang der gesamte Bunker ist, weiß bis heute niemand. Wahrzeichen der Insel ist die „Lange Anna” vor dem nordwestlichen Ende der Insel. Hierbei handelt es sich um einen großen freistehenden Felsen, der bis Mitte des 19. Jahrhunderts noch mit Helgoland über einen schmalen Steg verbunden war. Dieser fiel den wiederkehrenden Sturmfluten zum Opfer, so dass der Felsen heute nicht mehr erreicht werden kann. Eine Schutzmauer im Meer soll verhindern, dass auch die „Lange Anna” vom Meer weggerissen wird.
Rund 2000 Betten stehen in Hotels, Pensionen und Ferienzimmern für die Gäste zur Verfügung. Für einen Sommeraufenthalt muss deutlich im Voraus gebucht werden, denn die Kapazitäten können die Nachfrage nicht befriedigen.
17. Oktober 2008
Viele Menschen stellt der Campingurlaub im Sommer bereits vor kleinere und größere Schwierigkeiten. Der beengte Raum im Campingwagen oder Zelt bedeutet Einschränkungen hinsichtlich des mitgeführten Gepäcks, dazu müssen auch Abstriche in der Ausstattung der Küche gemacht werden. Und für die, die kein eigenes Bad im Wohnwagen besitzen heißt es in der Urlaubszeit zudem, sich die sanitären Anlagen mit allen anderen Gästen teilen zu müssen. Wenn dazu die Sonne scheint, das Meer wenige Meter weiter lockt und der Sommer sich von der schönsten Seite zeigt, werden die kleinen Unannehmlichkeiten gern in Kauf genommen.Ein Campingurlaub im Winter dagegen ist nur etwas für wirklich Hartgesottene. Wenn die Temperaturen Richtung Nullpunkt sinken, finden sich auf den wenigen deutschen Campingplätzen, die während des Winters geöffnet haben, nur noch die Menschen, die dem kalten Wetter trotzen. Meist sind es in jedem Jahr dieselben, die ihren Stammplatz einnehmen. Viele davon haben den Campingwagen das gesamte Jahr auf einem der Plätze stehen und nutzen ihn als Wochenenddomizil. Entsprechend gut eingerichtet sind die Wagen in der Regel und verfügen über eine gute Heizung, Fernseher, Radio und alle anderen Annehmlichkeiten. Die Enge des Raums fördert für die eingefleischten Wintercamper nur die Gemütlichkeit und wird keinesfalls als einengend empfunden.
Vor allem in den renommierten Skigebieten finden sich viele Campingplätze, die auch für Wintercamper Stellflächen anbieten. Für das Schneeschippen sorgt jedoch jeder Camper selbst, und auch die Versorgung mit Wasser muss individuell geregelt werden, denn dieses wird abgeschaltet, sobald die Frostgrenze erreicht ist, damit die Leitungen nicht platzen. Diese kleinen Abstriche nehmen die Winterfreunde jedoch gerne in Kauf und belohnen sich mit einer ausgedehnten Wanderung durch die Natur. Nicht selten entstehen sogar Freundschaften auf den Campingplätzen, die den Aufenthalt zusätzlich bereichern. Für viele der Wintercamper beginnt ein Tag mit einer gemeinsamen Abfahrt von einer der nahen Skipisten oder einem ausgedehnten Ausflug mit den Langlaufskiern.
16. Oktober 2008
Mit kleinen Kindern eine Flugreise anzutreten, ist kein leichtes Unterfangen. Vor allem bei längeren Flügen langweilen sich die Kleinen sehr, denn zum spielen und toben bleibt kein Platz. Zudem haben Kinder bis zu einem Alter von zwei Jahren keinen Anspruch auf einen eigenen Sitzplatz. Untergebracht werden sie auf dem Schoß der Eltern, was in den ohnehin meist engen Verhältnissen des Flugzeugs zusätzliche Einschränkungen für die Elternteile bedeutet.
Zusätzlich müssen Kleinkinder laut einer neuen EU-Verordnung zusätzlich durch einen Gurt gesichert sein, der die Kinder bei Turbulenzen sicher auf dem Schoß des Elternteils festhält. Dieser Gurt wird am Gurt der Eltern befestigt und läuft um den Körper des Kindes, jedoch nicht wie der Dreipunktgurt im Auto auch über den Oberkörper, sondern lediglich über die Körpermitte. Dabei liegt er auf dem Bauch des kleinen Fluggastes und nicht auf dem Hüftknochen. Gerade bei starken Turbulenzen schneidet der Gurt deshalb in den empfindlichen Bauch ein und kann zu Quetschungen führen. Experten sehen die Nutzung des Schlaufengurts deshalb kritisch. Tests mit dem Gurt haben ergeben, dass dieser für das Kind sogar lebensgefährlich werden kann, wenn die Eltern mit großem Druck nach vorne geschleudert werden und somit das Kind erdrücken können. Der Schlaufengurt bietet keinerlei Spielraum für das Kind auf dem Schoß der Eltern. In Deutschland ist die Nutzung des Schlaufengurts daher verboten, jedoch überlagert die EU-Verordnung hier die Gesetzgebung der Bundesrepublik. Die Fluglinien raten seit Einführung des Schlaufengurts vermehrt zur Nutzung eines separaten Kindersitzes, der auf einem der Sitze befestigt werden kann. Diese Alternative bietet dem Kind die nötige Sicherheit und den Eltern zudem mehr Freiraum und eine größere Bequemlichkeit. Allerdings muss der Sitzplatz bezahlt werden. Problematisch gestaltet sich zudem, dass nicht jeder Kindersitz in jedes Flugzeug passt. Oftmals können Airlines nur sehr kurzfristig festlegen, welche Maschine für den gebuchten Flug eingesetzt wird, was den Eltern die Möglichkeit der Vorbereitung nimmt. Der TÜV plant deshalb in Kürze, eine Auflistung herauszugeben, welche Sitze für welche Maschinen geeignet sind. Damit sollen Eltern dazu angehalten werden, von der Nutzung des Schlaufengurts abzusehen und statt dessen lieber auf eine eigenen Sitzplatz für den Nachwuchs zurückzugreifen.
15. Oktober 2008
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