Tagesarchiv für den 17. Oktober 2008

Urlaub auf Helgoland

Die Insel Helgoland liegt in der Nordsee, rund 50 Kilometer vom nordfriesischen Festland entfernt. Erreichbar ist die Insel mit dem Schiff oder aber mit dem Flugzeug. Während der Touristensaison fahren vor allem von Büsum, Cuxhaven und Wilhelmshaven täglich Seebäderschiffe zur Insel, in den Wintermonaten wird Helgoland nur noch von Cuxhaven aus angesteuert. Ein besonderes Abenteuer auf dieser Anreise ist das Ausbooten vor der Insel, das besonders Kinder aufregend finden. Große Schiffe können den Hafen Helgolands nicht direkt anfahren, deshalb müssen die Passagiere ein gutes Stück vor dem Land in kleinere Boote, Börteboote genannt, umsteigen, die sie ans Ufer bringen. Zu der Insel Helgoland gehört die Insel Düne, die vor rund 200 Jahren vollständig von Helgoland getrennt wurde. Auf Düne befindet sich ein kleiner Flughafen, der vor allem für den Touristenverkehr genutzt wird. Mehrer Flughäfen in Norddeutschland fliegen die Insel an, rund 30 Minuten dauert der Flug vom Festland nach Düne. Vor allem Personen, die schnell seekrank werden, weichen gerne auf die Fluglinie aus, jedoch ist auch hier die Übersetzung mit dem Boot nötig.Helgoland selber ist nur etwa einen Quadratkilometer groß, Düne ist etwas kleiner. Auf Düne befinden sich neben dem Flughafen ein Campingplatz und ein kleines Bungalowdorf. Sowohl auf Helgoland als auch auf Düne dürfen keine Kraftfahrzeuge und Fahrräder genutzt werden. Da beide Inseln sehr klein sind, gelangen die Einwohner und Besucher trotzdem schnell an den Zielort. Diese, in Deutschland einzigartige, Regelung unterstützt Helgolands Stand als anerkanntes Nordseeheilbad. Viele Gäste kommen zu Kurzwecken auf die Insel und genießen die Ruhe und die gute Luft. Gut beschilderte und gepflegte Wanderwege führen einmal um die ganze Insel herum und an allen Sehenswürdigkeiten Helgolands vorbei. Trotz der geringen Größe hat die Insel einiges zu bieten. Der deutsche Autor James Krüss wurde auf Helgoland geboren und verbrachte dort auch den größten Teil seiner Jugend. Das James Krüss-Museum erinnert an sein Leben und seine Werke, die noch immer bei Kindern sehr beliebt sind. August von Fallersleben schrieb auf Helgoland das „Lied der Deutschen”, und auch Heinrich Heine besuchte die Insel und ließ sich von seinem Aufenthalt inspirieren. Ebenfalls für Besucher zugänglich sind rund 400 Meter des Atomschutzbunkers, der auch die unteren Geschosse des Helgoländer Leuchtturms einnimmt. Wie lang der gesamte Bunker ist, weiß bis heute niemand. Wahrzeichen der Insel ist die „Lange Anna” vor dem nordwestlichen Ende der Insel. Hierbei handelt es sich um einen großen freistehenden Felsen, der bis Mitte des 19. Jahrhunderts noch mit Helgoland über einen schmalen Steg verbunden war. Dieser fiel den wiederkehrenden Sturmfluten zum Opfer, so dass der Felsen heute nicht mehr erreicht werden kann. Eine Schutzmauer im Meer soll verhindern, dass auch die „Lange Anna” vom Meer weggerissen wird.

Rund 2000 Betten stehen in Hotels, Pensionen und Ferienzimmern für die Gäste zur Verfügung. Für einen Sommeraufenthalt muss deutlich im Voraus gebucht werden, denn die Kapazitäten können die Nachfrage nicht befriedigen.

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