Monatsarchiv für November, 2008
Für die Passagiere der verschiedenen Airlines hat sich in den letzten Jahren viel verändert. Die Angst vor Terroranschlägen zieht große Kreise und die Sicherheitsvorkehrungen wurden stark verschärft. Zuletzt rief die mögliche Einführung von Ganzkörperscannern Empörung hervor. Diese durchleuchten beim Sicherheitscheck die Kleidung der Reisenden und zeigen ein detailgetreues Abbild des Körpers- samt aller kleinen und großen Makel. Zwar ist die flächendeckende Nutzung dieser Geräte noch nicht entschieden, dennoch wird sie bereits jetzt heiß diskutiert und als Eingriff in die Privatsphäre und Menschenrechtsverletzung aufgefasst.Auch die im Handgepäck mitgeführten Gegenstände unterliegen seit 2006 einer starken Reglementierung. Zumindest hier ist jedoch mit einer Lockerung der Gesetzte zu rechnen. Derzeit werden verschiedene Kontrollsysteme entwickelt, die sicher zwischen ungefährlichen Flüssigkeiten und Flüssigsprengstoff unterscheiden können. Das Ziel ist, diese bis April 2010 auf ein nutzbares Niveau zu bringen und an deutschen Flughäfen einzuführen. Dann wird die jetzige Regelung in Bezug auf Flüssigkeiten im Handgepäck wieder gelockert. Bis dahin jedoch müssen Flugreisende weiterhin größere Flaschen und Tiegel in dem Gepäck verstauen, das im Frachtraum der Maschine untergebracht wird. Im Handgepäck dürfen weiterhin nur Behälter mit einem Fassungsvermögen bis 100 Milliliter mitgeführt werden, die in einem durchsichtigen Beutel bei der Sicherheitskontrolle vorzuzeigen sind. Die Gesamtmenge von einem Liter darf ebenfalls nicht überschritten werden. Keinen Einfluss hat diese Änderung auf den Rest der Verbotsliste. Weiterhin nicht im Passagierraum erlaubt sind jede Art von Waffen oder Dinge, die als Waffen missbraucht werden könnten. Dazu gehören auch Sportutensilien wie Schläger und Keulen. Auch brennbare Stoffe wie Alkohol, Farben und Lacke gehören ausnahmslos in das aufgegebene Gepäck, sofern sie nicht ohnehin als Sonderfracht transportiert werden müssen. Weiter dürfen auch Gegenstände des täglichen Gebrauchs nicht im Handgepäck geführt werden, dazu gehören Nagelpfeilen, Scheren ab einer Schneidenlänge von sechs Zentimetern oder Kämme aus Metall mit einem langen Stiel.
10. November 2008
Der Winter bietet neben den beliebten Skiurlauben auch die Möglichkeit für andere Reisen. Einige Länder legen sich sogar in der kalten Jahreszeit ein ganz besonders schönes Kleid zu und erstrahlen in einem ganz eigenen Glanz. Russland gehört definitiv zu diesen Ländern, und auch wenn die Temperaturen zum Teil empfindlich fallen, schwärmen die Urlauber in höchsten Tönen von dem Erlebten.Ein besonderes Highlight ist eine Reise in der Transsibirischen Eisenbahn. Auf der Strecke zwischen Moskau und Wladiwostok liegen mehr als 80 Stationen mit Unmengen Sehenswürdigkeiten. Einige Reiseveranstalter haben umfassende Angebote im Programm und bieten den Urlaubern viel Abwechslung. Die Reise im Zug wird in einem Schlafwagenabteil verbracht, von dem aus die Winterlandschaft genossen werden kann. An verschiedenen Bahnhöfen wird Halt gemacht und es werden die bekannten Sehenswürdigkeiten angesteuert. In Moskau erwarten die Reisenden eine Stadtrundfahrt und ein Ausflug mit einer Pferde-Troika. Auch in der Hauptstadt Ostsibiriens, Irkutsk, wird gehalten. Hier können die Besucher nach Lust und Laune über den großen Winterbasar schlendern und die landestypischen Handwerkskünste betrachten. Während der Reise wird darauf geachtet, dass die Touristen auch einen Einblick in die regionalen Spezialitäten erhalten, auch Wodka und Kaviar werden verkostet. Gegen Ende der Reise wird ein Stopp in Jekaterinburg eingelegt, hier gehört ein Besuch der Zarenkathedrale zum Programm.
Dadurch, dass in der Transsibirischen Eisenbahn die Nächte durchgefahren werden, können auch weit auseinander liegende Orte in einem recht kurzen Zeitraum erkundet und ein guter Einblick in die Kultur erlangt werden. Deshalb lohnt diese Reise für Personen, die ein möglichst umfassendes Bild Russlands erhalten möchten. Im Reisepreis enthalten ist die gesamte Verpflegung an Bord des Zuges und die Eintrittsgelder sowie die An- und Abreise mit dem Flugzeug. Zusätzlich fallen dagegen persönliche Ausgaben an. Überdies benötigt ein Urlaub in Russland ein gültiges Visum, das vorher beantragt werden muss.
08. November 2008
Auf Reisen werden nicht selten Dinge attraktiv, die zu Hause wenig beachtet werden. So essen Touristen in Spanien am Strand gerne Melone und Kokosnuss, im heimischen Supermarkt erhalten diese Früchte dagegen keine Aufmerksamkeit. Ähnlich verhält es sich mit Ausflugszielen im Urlaub.Große Anziehungskraft auf Reisende üben die letzten Ruhestätten bekannter Persönlichkeiten aus, die Friedhöfe werden nicht selten von Touristen hochgradig frequentiert. So zum Beispiel der bekannte Pariser Friedhof Cimetière du Père Lachaise, auf dem eine Vielzahl bekannter Personen liegt. Unter anderem können hier die Gräber von Edith Piaf, Jim Morrison, Oscar Wilde und vielen französische Dichtern und Denkern besucht werden. Viele Touristen hinterlassen Bilder, Karten und Blumen auf den Gedenkstätten. Frieden und Ruhe für eine stille Andacht ist jedoch nur in den ganz frühen Morgenstunden vorhanden, da einzelne Besucher und auch Gruppen den Friedhof besichtigen.
Auch in Washington D.C. lockt der Besuch des Arlington National Cemetery, denn hier fand John F. Kennedy nach seinem Tod die letzte Ruhestätte. Das Familiengrab ist sehr schlicht- lediglich eine Gedenkplatte mit den Namen und den Lebensdaten Kennedys, seiner Frau und seinen Kindern erinnern an die berühmte Familie. Entgegen dem Pariser Friedhof, der neben den Gräbern der bekannten Menschen auch hinsichtlich der Ausstattung der Gedenkstätten einiges zu bieten hat, hat der Arlington National Cemetery wenig für das Auge der Besucher. Auf den weitläufigen Rasenflächen stehen kleine weiße Kreuze dicht an dicht und erinnern an die unzähligen Kriegsopfer und Veteranen, die hier zu Grabe getragen wurden.
Viele Berühmtheiten erlangen ihren Bekanntheitsgrad erst posthum. So geschah es auch bei Ché Cuevara, der als Revoluzzer starb und dessen Konterfei zu den bekanntesten unserer Zeit gehört. Sein Leichnam wurde in Santa Clara begraben, einem kleineren Ort rund 250 Kilometer von der kubanischen Hauptstadt Havanna entfernt. Neben 16 Gefährten fand er seine letzte Ruhe eingebettet in eine Gedenkwand, das Grab ist eher unscheinbar und wenig pompös. Rund um die Grabstätte herum wird jedoch das Gedächtnis gewürdigt- eine große Statue zeigt Ché in Lebensgröße, außerdem kann das angeschlossene Museum besucht werden.
Neben diesen Friedhöfen gibt es auf der ganzen Welt weitere, auf denen die Berühmtheiten die letzte Ruhe fanden. Auch in Deutschland lohnt sich der Besuch eines Friedhofs- in Berlin zum Beispiel liegt Bertold Brecht, der vielleicht keine ganz so schillernde Person ist, jedoch die deutsche Kultur mit prägte.
07. November 2008
Nur noch wenige Wochen, dann steht das Christkind vor der Tür. Vor allem an den Adventswochenenden locken die vielzähligen Weihnachtsmärkte viele Besucher an. Obwohl Deutschland eine Reihe sehr schöner Märkte anbietet, lohnt sich auch hier ein Blick über die Grenzen hinaus, denn in nahezu jedem christlichen Land finden traditioneller Weise Weihnachtsmärkte statt.Bei uns in Deutschland noch sehr bekannt sind der Christkindlmarkt in Salzburg und der Wiener Weihnachtsmarkt. Der große Markt in Salzburg auf dem Domplatz bietet bereits Ende November ein reges Adventsprogramm, der Weihnachtsmarkt in Wien auf dem Rathausplatz öffnet seine Türen bereits einige Tage früher. Neben diesen ist auch der Markt in München sehr beliebt. In Zürich lädt der größte europäische Hallenweihnachtsmarkt auch bei kaltem und feuchtem Wetter zu einem Besuch ein. In dieser etwas anderen Atmosphäre können die feilgebotenen Produkte ganz in Ruhe angesehen werden.
Als ein absolutes Highlight unter den Weihnachtsmärkten gilt unter Kennern der Markt in Venedig, der aus kleinen Holzhäusern besteht. Anders als die uns bekannten Märkte werden dem Besucher hier regionale Spezialitäten angeboten, daneben stellen venezianische Handwerker und Künstler ihre Waren aus.
Ebenfalls traditionell wird in Las Palmas auf Gran Canaria gefeiert, jedoch findet hier kein Weihnachtsmarkt im eigentlichen Sinne statt. Vielmehr feiern die Einwohner das Santa Lucia-Fest, das aus Skandinavien stammt. Ab dem 13. Dezember werden die Straßen und Kirchen festlich mit Kerzen beleuchtet, zahlreiche Partys laden Gäste zum mitfeiern ein.
In Florenz findet ebenfalls kein fester Weihnachtsmarkt statt. Vielmehr bieten diverse kulturelle Veranstaltungen und Kunstausstellungen für jeden Geschmack eine passende Abendgestaltung während der dunklen Winterwochen an.
Neben den genannten Märkten finden in nahezu jeder Metropole in der Vorweihnachtszeit Veranstaltungen statt. Ein Wochenendaufenthalt vor Weihnachten schafft eine ideale Möglichkeit, die Städte in festlicher Stimmung zu erkunden und regionale Bräuche zu erleben. Vielleicht findet sich hierbei auch das eine oder andere Weihnachtsgeschenk.
06. November 2008
Der Winter rückt näher, und viele kurz entschlossene Wintersportler suchen nach einem passenden Urlaubsort für die Skisaison. In Österreich, der Schweiz und auch in den bekannten Skigebieten Deutschlands haben die Hotels noch Zimmer frei. Alternativ dazu bietet sich jedoch auch ein Urlaub an, der die Exotik eines fremden Landes mit den Freuden der Bewegung verbindet: in Japan finden Anhänger des Skisports lange verschneite Pisten und ein großes kulturelles Angebot.Auf den großen japanischen Inseln Honshu und Hokkaido locken über 600 Skiorte mit ausgedehnten Skigebieten. Vor allem die Region rund um Nagano, wo 1998 die olympischen Winterspiele stattfanden, bietet ein reichhaltiges Angebot. Mit dem Erwerb eines Skipasses dürfen alle 70 Skilifte genutzt werden. Über 60 Kilometer Piste locken Langläufer ebenso wie Abfahrtsfreunde oder Snowboarder. Sobald es dunkel wird, wird ein Teil der Pisten mit Flutlicht erhellt, somit kann bis in den späten Abend hinein gefahren werden. Für die Entspannung danach und die nötige Wärme lohnt ein Besuch einer der heißen Quellen in der Umgebung. Einen Tagesausflug wert ist der Jigokudani Yean-Koen Nationalpark, in dem die Rotgesichtmakaken heimisch sind. Diese können auch bei Minusgraden beim täglichen Bad beobachtet werden.
Ein anderes beliebtes Highlight ist das „Snow Festival” in Sapporo, das jedes Jahr im Februar stattfindet. Künstler stellen hier Skulpturen aus Schnee und Eis aus, die von den Besuchern bewundert werden können. Im kommenden Jahr feiert das Festival seinen 60. Geburtstag.
Im Internet können Informationen zu den einzelnen Skigebieten und den nahe gelegenen Hotels eingeholt werden. Auch eine Reservierung der Unterkunft kann hier vorgenommen werden. In manchen Orten werden für Anfänger und Wiedereinsteiger Skikurse in Englisch angeboten. Auch die Ausrüstung kann oftmals geliehen werden, hier ist jedoch eine vorherige Reservierung via Telefon ratsam. Die Buchung eilt keineswegs, denn auf Hokkaido dauert die Saison sogar bis Mai- hier können auch Personen, die am Jahresanfang keinen Urlaub bekommen haben, ihre Skier auspacken.
04. November 2008
In der Welt herum kommen, fremde Länder sehen, arbeiten, wo andere Urlaub machen- Berufe rund um Reisen und Tourismus ermöglichen diese Träume. Einer dieser Berufe ist die Tätigkeit als Flugbegleiter. Vor allem junge Frauen träumen von diesem Job, da er viel versprechend klingt.Der Weg zu dem Traumberuf ist jedoch nicht leicht. Eine staatliche Anerkennung hat diese Tätigkeit nicht, da keine herkömmliche Berufsausbildung auf sie vorbereitet. Vielmehr besteht der Werdegang eines Flugbegleiters aus Seminaren und Workshops, die jede Fluglinie speziell für ihr Bordpersonal anbietet. Je nach Airline dauert diese Einführung einige Tage bis hin zu einigen Monaten. Dabei werden die Flugbegleiter auf die Anforderungen des täglichen Arbeitens und hinsichtlich der kommunikativen Gegebenheiten gegenüber den Fluggästen geschult. Der Aufgabenbereich eines Flugbegleiters umfasst das Boarding der Gäste, das Seating im Flugzeug und das Servieren von Speisen und Getränken, jedoch müssen die Stewards und Stewardessen auch in kritischen Momenten eingreifen können. Bei einem Druckabfall oder anderen Schwierigkeiten soll es in der Lage sein, die Passagiere zu beruhigen und für die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften zu sorgen.
Die Arbeit in der Luft stellt große Anforderungen an die körperliche Fitness der Flugbegleiter. Deshalb ist der Gesundheitszustand der Bewerber eines der ausschlaggebenden Kriterien bei der Einstellung. Außerdem sollte ein Anwärter auf diesen Beruf über ein gepflegtes Äußeres verfügen und eine gute Schulbildung vorweisen können. Mindestens eine Fremdsprache im aktiven und passiven Gebrauch wird vorausgesetzt.
Jede Fluglinie hat eigene Richtlinien hinsichtlich der monatlichen Arbeitsstunden. Anrecht auf freie Wochenenden oder Feiertage hat jedoch kein Flugbegleiter. Lange Arbeitszeiten und häufige Abwesenheit vom Heimatort belasten das Privatleben vieler Menschen, die als Bordpersonal eingestellt werden. Zusätzlich erschweren zeitliche Umstellungen das normale Leben. Je nach Arbeitsplan sehen Flugbegleiter von dem Zielort oder -land nicht viel. Oftmals liegen auch bei Intercontinentalflügen zwischen Ankunft und Rückreise nur wenige Stunden, die für Schlaf und Nahrungsaufnahme benötigt werden. Dennoch ist Flugbegleiter ein abwechslungsreicher und spannender Beruf, der von den Beschäftigten gerne ausgeübt wird. Ständig wechselnde Gäste und Reiseziele sorgen dafür, dass keine Langeweile aufkommt.
03. November 2008
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