Monatsarchiv für März, 2009

Die lange Auszeit- ein Sabbatjahr

Der jährliche Urlaub ist immer viel zu schnell vorbei. Sobald die eigentliche Entspannung einsetzt, rückt der Rückreisetag bereits wieder an. Nur wenige Menschen haben die Möglichkeit, mehr als zwei Wochen am Stück zu verreisen, denn es stehen weder genug Zeit noch genug Geld zur Verfügung. Um sich einmal richtig zu erholen und dem Alltag den Rücken zu kehren, nutzen manche Menschen daher das Sabbatjahr, das auch als Sabbatical bekannt ist.

 

Ein Sabbatjahr bedeutet einen langen Ausstieg aus dem beruflichen Alltag oder zumindest die Reduzierung auf eine Teilzeitarbeit. In der Regel nutzen vor allem Beamte und Professoren diese Freistellung, um sich fortzubilden oder auch lange Reisen zu unternehmen. Wie der finanzielle Aspekt während des Sabbatjahrs geregelt ist, kann der Einzelne selber mitbestimmen. Möglich sind der Abbau von Überstunden, der Verzicht auf Lohn oder verschiedenen Auszahlungsmodelle. So kann über mehrere Monate auf einen Teil des Gehalts verzichtet werden, der dann während des Sabbatjahrs ausbezahlt wird.

 

Das Sabbatjahr muss nicht unbedingt ein ganzes Jahr dauern, auch ein halbes Jahr oder einige Wochen können frei genommen werden. Gerade Menschen, die sich im Beruf über- oder dauerhaft unterfordert fühlen, gerne einen Neuanfang wagen möchten oder einfach Abstand zu ihrem Alltag einlegen müssen, finden in einem Sabbatjahr eine wunderbare Möglichkeit dazu. Wer wirklich über eine lange Zeit reisen möchte, sollte seine Wohnung vielleicht untervermieten, damit die laufenden Kosten gedeckt sind und das Gehalt allein für die Reisen genutzt werden kann. Oftmals ergeben sich in der Zeit der absoluten Ruhe ganz neue Gedanken, vielleicht bieten sich neue Wege oder die Kraft für eine Umorientierung wird endlich gefunden. Wer sich den Rückweg in sein altes Leben bewahren möchte, sollte jedoch nicht alle Brücken abbrechen, denn es ist oft schwierig, nach der Auszeit wieder Fuß zu fassen. Der Arbeitgeber muss in jedem Fall lange im Voraus über die Planung informiert werden, damit er für den nötigen Ersatz sorgen kann. Manche Arbeitgeber unterstützen den Wunsch ihrer Angestellten sogar, denn daraus entwickeln sich oft neue Ideen und auch die Motivation für den weiteren Werdegang.

jetzt kommentieren? 24. März 2009

Peking ist das kulturelle Zentrum Chinas

Nicht erst seit den olympischen Zielen ist China ein beliebtes Reiseziel für Menschen, die gerne fremde Kulturen kennen lernen. Allein die Größe des Landes erschwert die Wahl, wo der Urlaub verbracht werden soll, denn nahezu jede Gegend hat ihre eigenen Sehenswürdigkeiten. Für einen ersten Besuch Chinas lohnt ein Aufenthalt in der Nähe Pekings, denn von hier aus sind einige der wichtigsten Attraktionen des Landes gut erreichbar.

 

So kann das Wahrzeichen Chinas, die chinesische Mauer gut von Peking aus erreicht werden. Rund hundert Kilometer in nordöstlicher Richtung liegt Simatai. Hier kann der Aufstieg zu einem der bislang kaum berührten Teile der Mauer unternommen werden. Der Aufstieg ist beschwerlich und nicht gesichert, dafür jedoch lohnt die Aussicht die Anstrengungen. Für Personen, die einen leichteren Weg bevorzugen, kann auch Badaling besichtigt werden. Dieser Abschnitt der Mauer liegt nordwestlich von Peking, ist jedoch meist voll von Touristen.

 

In Peking selbst lockt vor allem die verbotene Stadt riesige Mengen an Besuchern an. Hier steht der Kaiserpalast, der noch bis ins frühe 20. Jahrhundert hinein das politische Machtzentrum des Landes war. Ihren Namen erhielt die verbotene Stadt deshalb, weil jedem Menschen der Zutritt untersagt war, sofern er nicht der königlichen Familie angehörte oder ihr diente. Inzwischen ist ein Teil der verbotenen Stadt für Besucher zugänglich. Auf dem riesigen Gelände stehen rund 900 Paläste mit mehreren tausend Räumen, dazwischen liegen weite Plätze und unzählige Pavillons. Für die Besichtigung dieses Stücks chinesischer Kultur sollte demnach viel Zeit veranschlagt werden. Ein Reiseführer schafft Einblicke in die Hintergründe der verbotenen Stadt und erklärt die Bedeutung der einzelnen Paläste.

 

Ein bauliches Highlight der Stadt ist der Himmelstempel im Südosten Pekings. Zweimal im Jahr findet sich der Kaiser hier ein, dankt für die reiche Ernte und opfert etwas. Erbaut wurde der Tempel um 15. Jahrhundert, in den folgenden Jahrhunderten wurde er jedoch beständig erweitert. Vor allem die Ringmauer erfreut Besucher, denn diese 65 Meter lange gebogene Mauer überträgt Töne von einem Ende zum anderen, selbst ein Flüstern kann so über die gesamte Länge übertragen werden. Beachtenswert ist die Decke der Opferhalle. Der Dachstuhl wurde aus Holz gefertigt und hält jeder Witterung stand, obwohl nicht ein einziger Nagel verwendet wurde.

 

Vielzählige Parks, Museen und Theater runden das Angebot der Stadt ab. Auch kulinarisch kommt hier jeder Reisende auf seine Kosten, denn in der Metropole werden chinesische Gerichte genauso angeboten wie Köstlichkeiten aus der ganzen Welt. Traditionell angeboten werden die Peking-Ente und der mongolische Feuertopf- letzterer ist jedoch sehr scharf und oftmals nicht für den europäischen Geschmack geeignet.

jetzt kommentieren? 01. März 2009