Monatsarchiv für April, 2009
Immer mehr Menschen nutzen die vielen Vorteile eines Navigationssystems, wenn sie mit dem Auto ein unbekanntes Ziel ansteuern. Die kleinen Geräte gibt es von vielen verschiedenen Herstellern und können in jedem PKW angebracht werden. Die Software der Navigationssysteme enthält Landkarten und Stadtpläne. Bei günstigen Geräten beschränken sich die Karten auf Deutschland, teure Systeme dagegen enthalten oft auch Karten aus den benachbarten Ländern.
Anhand von Satelliten bestimmt das Navigationssystem den aktuellen Standort. Über die Eingabemaske kann dann das Ziel eingegeben werden und das Gerät zeigt die beste Strecke auf. Eine weibliche Stimme sagt Richtungsänderungen während der Fahrt an, so dass es nicht nötig ist, das Gerät selbst im Auge zu haben. Oft weist das Navigationssystem auch auf Staus und Baustellen hin und bietet passende Umleitungen an. Wenn sich der Fahrer verfährt, berechnet das Gerät die Route automatisch neu und leitet den Fahrer entsprechend um. Auf diese Weise ist ein solches Gerät ein sehr nützlicher Helfer auf einer längeren Fahrt, vor allem innerhalb einer unbekannten Stadt. Die neuen Systeme berücksichtigen inzwischen auch Sackgassen und Einbahnstraßen, so dass die berechnete Route den Fahrer ohne böse Überraschungen an das Ziel bringt.
Wie jedes technische Gerät bergen auch Navigationssysteme Tücken. Vor allem die Bedienung ist nicht immer einfach. Manche Systeme verlangen für die Berechnung einer Strecke die Postleitzahl des Zielortes. Vor allem in größeren Städten kommt es jedoch vor, dass einzelne Straßen in zwei Postleitzahlenbezirken liegen. Hier verweigern viele Geräte die Streckenberechnung. Außerdem werden Änderungen an Stadtplänen nicht automatisch in die Software integriert, dafür muss je nach Gerät ein Internetupdate vorgenommen oder eine komplett neue Software gekauft werden.
Navigationssysteme werden vor allem von Berufsfahrern verwendet. Leihwagen und Flottenfahrzeuge sind nahezu komplett mit einem solchen System ausgestattet. Dadurch entfällt für die Fahrer das aufwendige Suchen nach der kürzesten Strecke in Landkarten. Auch junge Menschen, die privat viel unterwegs sind, setzen zunehmend auf die praktischen Helfer im Straßenverkehr. Größter Nachteil der Navigationssysteme ist die Tatsache, dass die Nutzer wenig Vorstellung davon entwickeln, in welchem Teil Deutschlands der Zielort liegt. Die Nutzung von Landkarten brachte auch eine geographische Bildung mit sich, die mit den Navigationssystemen entfällt. Die Vorteile der Geräte wiegen diesen Nachteil jedoch deutlich auf.
Navigationssysteme sind in vielen verschiedenen Preisklassen erhältlich. Für Personen, die dieses System nur selten nutzen, lohnt die Installation eines entsprechenden Programms auf das Mobiltelefon. Einzelne Streckenbeschreibungen können dann online abgerufen und über das Handy genutzt werden. Da lediglich für die Streckenbeschreibung Kosten anfallen, ist dies eine preisgünstige Alternative für Wenignutzer.
25. April 2009
Der Skiurlaub schlägt mit hohen Kosten zu Buche. Deshalb reisen viele nur alle zwei Jahre in ein Wintersportgebiet, um dort die Pisten zu erobern. Anreise, Hotel, Ausrüstung und Skipass sind selbst bei kurzen Urlauben oft so teuer wie ein ausgewachsener Sommerurlaub. Da locken günstige Angebote besonders.
In der Slowakei und in Tschechien gibt es viele wunderbare Pisten, die dortigen Skigebiete sind dennoch eher unbekannt und bislang wahre Geheimtipps. Dabei können Wintersportbegeisterte hier vergleichsweise günstig Urlaub machen. Zwar fallen für die Anreise manchmal größere Kosten an, dafür jedoch sind die Hotels bei gleichem Standard sehr günstig. Auch der Verleih von Skiausrüstung und die Skipässe kostet weniger als in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Vor allem im Riesengebirge locken gut gekennzeichnete Piste, Rodelbahnen und weite Winterwanderwege. Hier liegen neben den großen Skiregionen Spindlermühle und Janske Lasne noch viele weitere Wintersportorte. Im Riesengebirge liegt auch der Schneekoppe, an dessen Hängen regelmäßig Weltmeisterschaften und Weltcupskispringen ausgefochten werden.
Für Personen, die vor allem dem Aprés Ski verfallen sind, kann der Aufenthalt in den östlichen Ländern jedoch mit Enttäuschung verbunden sein. Anders als in der Schweiz oder in Österreich ist es eher schwer, mit dem Sitznachbarn ins Gespräch zu kommen, denn dieser spricht oft kein Deutsch. So fällt ein Teil des Reizes oftmals weg. Wer in großen Gruppen reist, kommt sicherlich auch so auf seine Kosten und kann die Nacht zum Tag machen.
Bei der Suche nach einem günstigen Reiseland für den Winterurlaub ist vor allem der Stand des Euros relevant. Ist der Euro eher schwach, fallen die Kosten insgesamt geringer aus. In einem Land, das über einen starken Euro verfügt, muss mit höheren Kosten gerechnet werden, so zum Beispiel auch in Frankreich. Neben den Kosten für die Reise selbst sind auch die Preise für Getränke und zwischendurch eingenommene Snacks recht hoch. So summiert sich auch das vor Ort ausgegebene Geld, und die Reisekasse ist schnell leer. Auch dies spricht für einen Besuch bei unseren östlichen Nachbarn- hier sind die Preise moderat, ohne dass die Qualität darunter leidet.
10. April 2009
Reisen bildet, zumindest wenn es konsequent und unter den richtigen Umständen betrieben wird. Der Pauschaltourismus mit All-Inclusice-Hotels bietet zwar Erholung und Entspannung, schafft aber keine Nähe zu der Kultur und den Menschen des bereisten Landes. Abseits der Sternehotels und der Pauschalurlaube hat sich deshalb eine Form des Reisens etabliert, der bewusst vom Luxus abkehrt.
Backpacker reisen oft ohne festgelegte Reiseroute, lediglich das erste Ziel ist bekannt. Im Gepäck: Ein Buch, eine Klopapierrolle und ein Blanko Rückflugticket, damit die Heimkehr gesichert ist. Den Rahmen der Reise bildet die Lust am Unbekannten, wann genau die Rückreise angetreten wird, wollen die meisten nicht festlegen. Übernachtet wird dort, wo es günstig ist, kleine Nebenjobs stocken die Reisekasse auf und sorgen für das Ticket zum nächsten Ziel. Die Ungebundenheit für einige Monate, das Leben unterwegs und vor allem die Bekanntschaft mit neuen Menschen lockt die Backpacker in die Ferne. Meist sind es junge Leute, die während des Studiums eine Auszeit nehmen. Viele der Rituale haben sich seit Beginn des Backpackings erhalten, so zum Beispiel das Accessoire, das den Reisenden ihren Namen gab: der obligatorische Rucksack. Alles Wichtige wird hier verstaut, die Wasserflasche erhält ihren Platz in einer von außen aufgesetzten Tasche, damit sie schnell gegriffen werden kann. Schmuck und Wertgegenstände führen Backpacker kaum mit sich, nicht nur aus Angst vor Diebstahl, auch als erkennbares Zeichen für ihre Unabhängigkeit. Gemeinsame Frühstücke in den Backpacker-Hotels gehören ebenfalls zum Leben unterwegs, hier werden Erfahrungen ausgetauscht und Ideen für das nächste Ziel geboren.
Daneben jedoch wird der nahezu romantisch verklärte Ausstieg für einige Monate ganz bewusst für spätere Berufsziele genutzt. Viele Backpacker machen die Reise um die Welt zu einem zentralen Punkt in ihrem Lebenslauf. Die Unabhängigkeit, das offene Zugehen auf ein fremdes Umfeld und mögliche gewonnene Sprachkompetenzen sollen zukünftige Arbeitgeber beeindrucken und das benötigte Quäntchen Individualismus vermitteln. Keine andere Reiseform bedient so unterschiedliche Ansprüche wie das Backpacking, das zwischen Entdeckerdrang und Bildungsansprüchen hin und her gerissen ist.
01. April 2009