Am Ziel – das alte Konstantinopel
29.Mai 2008
Nach achtzehn Tagen haben wir es endlich geschafft. Der Bus erreicht die Vororte von Istanbul, die mit Abstand grösste Stadt der Türkei mit über zehn Millionen Einwohnern. Eigentlich weiss niemand so genau über die tatsächliche Einwohnerzahl Bescheid. Die Stadt ist umgeben von riesigen Slums und Armenviertel, meistens illegal errichtete Hütten. Dort leben unregistierte Zuwanderer aus dem ganzen Land, die in der Grossstadt ihr Glück versuchen wollen – oft vergeblich.Istanbul liegt auf zwei Kontinenten gleichzeitig – ein weltweit einmaliges Phänomen. Getrennt werden der asiatische und der europäische Teil durch den Bosporus. Eingegrenzt wird das Stadtgebiet durch das Schwarze Meer auf der einen Seite und dem Mittelmeer auf der anderen. Das Goldene Horn, ein ebenfalls weltbekannter Meeresarm, durchschneidet die europäische Seite der Metropole. Zahlreiche Brücken verbinden die einzelnen Stadtteile miteinander. Das Strassennetz ist ein Labyrinth, dem man sich besser mit einem einheimischen Fahrer anvertraut – ohne Ortskenntnis ist man hier hoffnungslos verloren.
Die Stadt quillt über vor berühmten Bauwerken und Orten. Prächtige Paläste und Moscheen wechseln sich mit berühmten Plätzen und historischen Überresten ab. Seit tausenden Jahren wird hier gebaut und wieder zerstört und wieder aufgebaut. Entsprechen vielfältig ist das Erbe der ehemalige Hauptstadt des osmanischen Reiches.
Die historische Altstadt erkundet man am Besten zu Fuss. Die Blaue Moschee ist ein Highlight der gesamten Stadt. Bewundern kann man auch das frühere Zentrum des ursprünglichen Istanbul, das Hippodrom. Der legendäre Veranstaltungsort kann sich mit heutigen Stadien durchaus messen. Über vierzigtausend Menschen fasst das Gebäude.
Reste der früheren raffinierten Wasserversorgung kann man heute noch bewundern. Die so genannte Zisterne in der Altstadt ist ein gewaltiges früheres Auffangbecken, von wo aus die vornehmen Häuser mit Frischwasser versorgt wurden.
Kein Besucher von Istanbul darf versäumen die prachtvollste Basilika der Erde zu besuchen. Die Hagia Sophia. Ursprünglich als christliche Kirche vor eintausendsechshundert Jahren errichtet, wurde sie später zur Moschee umgebaut, was sie bis heute geblieben ist.
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