Auf zum schwarzen Meer

27.Mai 2008

Das Gebirge, das wir gerade durchfahren, ist ein beliebtes rumänisches Urlaubsziel. Entsprechend happig sind die Preise hier im Vergleich zum Angebot auf der zurückliegenden Route. Aber wir sind verwöhnt, selbst in Touristenzentrum Siana kostet ein Café nur einen Euro, im Vergleich zur Heimat immer noch spottbillig.Damit wir nicht nur Kilometer fressen, ist jetzt ein kleiner Abstecher auf den Bucegi geplant. Eine Seilbahn führt auf zweitausend Meter Höhe hinauf; man sollte schwindelfrei sein, wenn man einen Blick nach unten aus der Gondel riskieren will. Die umgebende Landschaft ist ein wunderbares Wandergebiet mit angenehmen Wegen durch grüne Landschaften, keine Extremtouren, sondern eher etwas Gemütliches.

Wir verlassen wieder einmal eine Gebirgslandschaft und setzen unsere Reise in der Ebene auf einer Hauptverkehrstrasse fort. Der dichte Verkehr fordert hohe Aufmerksamkeit, da man nicht unbedingt auf  Rücksichtnahme hoffen darf. Dafür geht es auf dieser Strasse flott vorwärts.

Nach etwas achtzig Kilometern kann man auf Nebenstrecken ausweichen, die das Fahren viel entspannter machen. Allerdings muss man damit rechnen, dass nicht alle dieser Strassen über eine Asphaltdecke verfügen. Prompt wird es wieder ländlich, auch die typischen Dorfläden gehören in jeder Ortschaft unvermeidlich dazu. Hier trifft man sich täglich nicht nur zum Einkaufen, sondern vor allem sind diese Geschäfte Kommunikationszentralen. Das wird auch der Grund sein, warum hier niemand viele Sachen auf einmal kauft. So hat man Grund am gleichen Tag nochmal vorbeizukommen um den Nachmittags,- und Abendklatsch zu erfahren.

Laut wird es wieder bei Überquerung der Hauptstraße, die wir erfreulicherweise bis hierher umfahren konnten. Aber dieses Hindernis ist rasch überwunden und man ist wieder von Feldern und Wiesen umgeben.

Calarasi ist das letzte Dorf bevor wir per Fähre an das andere Ufer der Donau übersetzen. Wir haben Bulgarien erreicht, die Grenzkontrollen können hier allerdings dauern. Als Radfahrer geniesst man hier übrigens Befreiung von den obligatorischen Strassengebühren. 

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