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Reiseerfahrungen in Bulgarien

Unsere Tour durch Bulgarien beginnt weniger entspannt als die meisten Strecken im zurückliegenden Rumänien. Unser erstes Zwischenziel ist die Grosstadt Dobritsch, in der man nicht verweilen muss, da es hier ausser modernen Gebäuden und ausgedehnten Gewerbeflächen nicht viel zu sehen gibt. Hinter der Stadt treffen wir wieder auf eine Landschaft, die der der Karparten ähnelt. Viel Wald, einfache Dörfer und ebenso einfache Ausrüstung der Bauern wie etwa Kutschen statt Traktoren prägen die Gegend. Die Beschilderung ist hier übrigens nicht sonderlich gut, man könnte sagen schlecht. Um, wie man es als Radreisender bevorzugt tun sollte, Nebenstrecken zu benutzten, braucht man nicht nur ein sehr gute Karte, sondern auch den Rat der Einheimischen, da man ansonsten Gefahr läuft auf gefährlichen Hauptstrassen reisen zu müssen.Auch das nächste Etappenziel ist eine grosse Stadt namens Varna. Zwar haben wir hier das Schwarze Meer erreicht, jedoch können wir das im turbulenten Verkehr der Handelsmetropole nicht geniessen, so sehr sind wir damit beschäftigt auf uns aufzupassen und den Weg über den Varnasee zu finden. Es wird abend, bis wir die ganze Hektik hinter uns lassen können und uns endlich wieder auf dem Land befinden. Ab jetzt wird es wieder erholsamer, in der nächsten Ortschaft nehmen wir endlich das erste Bad im Schwarzen Meer und gönnen uns ein Essen im Küstenort Olzor.

Hundert Kilometer weiter erreichen wir ein erstes Highligt unserer Bulagariendurchquerung. Der Ort Nessebar wurde von der Unesco um Weltkulturerbe erklärt – entsprechend schön und malerisch gestaltet sich ein Spaziergang durch das historische Städtchen. Die Atmosphäre ist entspannt, auch die Einheimischen geniessen die schöne Umgebung. Das Leben spielt sich wie in südlichen Ländern üblich, hauptsächlich im Freien ab.

Ortschaften dieser Art säumen die weitere Küste, die wir nun entlang radeln. Der Tourismus hat hier meist noch nicht seinen hässlichen Spuren mit grossen Hotels und sonstigen Veränderungen hinterlassen. Daher kann man hier fast überall von Privat günstig Zimmer mieten und ebenso preiswert Essen gehen.

Da wir in unserem Zeitplan zurückliegen, entschliessen wir uns ab Sozopol mit dem Bus unser Ziel Istanbul zu erreichen.

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