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Venedig, die Stadt im Wasser

Die Stadt Venedig liegt im Nordosten Italiens an der Adriaküste und war noch bis weit in das 18. Jahrhundert einer der wichtigsten Handelspunkte Europas. Bis 1797 war die Provinz Venedig sogar selbständig.Vor allem Frischverheiratete und Verliebte reisen in die Stadt, die von unzähligen kleineren und größeren Kanälen durchzogen ist. Diese Kanäle trennen die rund 100 Inseln, aus denen sich Venedig zusammensetzt. Inzwischen werden viele der Kanäle nicht mehr für den Verkehr genutzt, einige wurden sogar zwecks Landgewinnung zugeschüttet. Der Canale Grande dient als zentrale Verkehrsstraße der Stadt und ist sicherlich einer der Hauptanziehungspunkte für Touristen. Ein Großteil der Kanäle ist für Fußgänger gar nicht erreichbar, da sie direkt an den Häusern vorbeifließen. Doch von den zahlreichen Brücken eröffnet sich dem Venedig-Urlauber manch unvergesslicher Blick.

Ebenfalls sehr bekannt ist der Markusplatz, der von vielen geschichtsträchtigen Gebäuden gesäumt ist. Hier findet sich der Dogenpalast, in dem einst die Regierungs- und Justizorgane der freien Republik Venedig untergebracht waren. Der etwas eigenwillige Bau gilt als einer der bedeutendsten der Gotik und wurde von Claude Monet von der Kanalseite her malerisch festgehalten. Neben diesem eindrucksvollen Gebäude finden sich auf dem Markusplatz außerdem die Markuskirche mit einem imposanten Glockenturm, außerdem Bibliotheken und Museen.

Das typische Transportmittel in Venedig ist das Boot. Die weltweit bekannten Gondeln werden dabei vorzugsweise von Touristen genutzt- eine Fahrt mit einer solchen Gondel ist jedoch sehr teuer und sollte fest in das Urlaubsbudget eingeplant werden. Auch die Einwohner der Stadt nutzen den Wasserverkehr, vor allem die Wasserbusse, die auf dem Canale Grande verkehren. Inzwischen nutzen Privatpersonen sogar Motorboote für die eigene Flexibilität, jedoch wird dies sehr kritisch gesehen. Die Stadt wurde im Wasser errichtet, alle Gebäude stehen auf Holzpfosten. Motorboote wirbeln das Wasser auf und mischen vermehrt Sauerstoff darunter. Dieser wiederum fördert die Vermehrung von Bakterien, welche die Zersetzung der Holzpfosten beschleunigen. Dies, und der Umstand, dass der Wasserspiegel ununterbrochen steigt, führen dazu, dass ein regelrechter Kampf um den Erhalt der Stadt entbrannt ist. Venedigs Bauwerke müssen vor dem Eindringen des Wassers geschützt werden, außerdem sind an verschiedenen Stellen bereits neue Holzpfosten nötig.

Der Gedanke, dass Venedig vielleicht dem Untergang geweiht sein könnte, macht die wundervollen Sehenswürdigkeiten, die zahlreich vorhanden sind, umso attraktiver. Ein Aufenthalt in Venedig spielt sich vor allem draußen ab, denn die eigenwillige und unterschiedliche Architektur der Kirchen und Paläste lädt zum Staunen und Verweilen ein.

jetzt kommentieren? 21. Oktober 2008

Die Toskana

Die Toskana ist inzwischen ein sehr beliebtes Reiseziel. Die italienische Region bietet für jeden Geschmack das Passende. Mit den bekannten Städten Florenz und Pisa zieht die Toskana viele Reisende an, die ihren Urlaub mit dem Besuch von Sehenswürdigkeiten verbringen möchten. In Pisa gibt es neben den berühmten schiefen Turm noch weitere imposante Bauwerke zu bestaunen. Neben dem eindrucksvollen Dom zieht vor allem der Camposanto Monumentale die Touristen an. Hierbei handelt es sich um eine Friedhofsanlage, dass Mitte des 14. Jahrhunderts fertig gestellt wurde. Erzählungen zufolge soll es Erde aus dem Heiligen Land enthalten, die ein Bischof von seiner Kreuzfahrt mitbrachte. Doch auch die kleinen, verwinkelten Dörfer der Region sind einen Ausflug wert und bestechen durch die sehr landestypische Optik.

Die hügelige Landschaft lädt sportliche Urlauber zu langen Wanderungen durch die Natur ein. Zypressen, Olivenbäume und Pinien gesellen sich zu den üblichen Bäumen und Büschen und schaffen so die typisch südliche Atmosphäre. Die schönsten Wanderwege der Region können einem guten Reiseführer entnommen oder bei einer Touristeninformation vor Ort erfragt werden. Da die Hügel der Toskana nicht sehr hoch sind, können auch Wanderanfänger hier ihre ersten Schritte unternehmen.

Für Personen, die im Urlaub gerne in der Sonne liegen und eine Abkühlung im Meer genießen, bietet die Etruskische Riviera das passende Ziel. Hier kann die freie Zeit ganz gemütlich am Strand vertrödelt werden. Auch ein Ausflug zur Insel Elba vor der Küste kann lohnt. Am Fährhafen Piombino verkehren regelmäßig Schiffe zwischen der Insel und dem Festland.

Die Reisezeit sollte von den Vorhaben im Urlaub abhängig sein. Wer sich die Landschaft erwandern möchte, sollte besser nicht im Hochsommer fahren, da zu dieser Jahreszeit die Pflanzen schon verdorrt sind und die Hitze sportlichen Betätigungen nicht zuträglich ist. Im Frühjahr können aktive Urlauber die Natur bereits in Blüte erleben. Der Sommer eignet sich gut für Badetouristen, da das meist anhaltend schöne Wetter tägliche Badefreuden ermöglicht.

jetzt kommentieren? 28. September 2008

Korsika – Napoleons Insel

Korsika, die „Insel der Schönheit”, ist die viertgrößte Mittelmeerinsel und gehört zu Frankreich, auch wenn sie geographisch näher an Italien liegt. Nur wenige Kilometer trennen Korsika und Sardinien, sodass sich für Urlauber, die im Süden Korsikas Urlaub machen, ein Tagesausflug auf die italienische Insel anbietet.Ein Erleben der Insel ist ohne Auto nahezu unmöglich. Zwar sind alle Orte durch Buslinien an die nächstgelegene Stadt angebunden, jedoch halten diese sich kaum an einen festen Fahrplan, sodass sich eine Reise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln als ein kleines Abenteuer gestaltet. Eine Anreise mit dem eigenen Auto ist gut möglich, denn Korsika ist hervorragend durch Fährverkehr an das Festland angebunden und die Mittelmeerfähren sind vergleichsweise günstig. 

Korsika ist eher dünn besiedelt. Der Großteil der etwa 300.000 Einwohner lebt in den Städten an den Küsten, in den ländlichen Gebieten finden sich vorwiegend beschauliche kleine Dörfer. Bei einem kleinen Spaziergang durch die Gassen dieser Ansiedlungen versprühen die niedrigen, gedrungene Häuser und prächtig gedeihenden Blumen das ursprünglich korsische Flair. Da die ganze Insel nicht unwesentlich vom Tourismus lebt, gibt es nahezu in jedem Ort neben einem kleinen Haushaltswarenladen auch Souvenirshops, die den Urlaubern Mitbringsel der verschiedensten Art anbieten. Es lohnt sich, diese einmal zu betreten, denn das Sortiment unterscheidet sich deutlich.

Der aktive Urlauber kann die wunderschöne Landschaft zu Fuß auf sehr gepflegten und gut beschilderten Wanderwegen erleben oder einen Ausflug in die korsische Hauptstadt Ajaccio im Südwesten der Insel unternehmen. Ein Besuch des großen Marktes sollte dabei zum Programm gehören. Die belebten Gassen der Stadt laden danach zu einer kleinen Pause bei typisch korsischem Gebäck ein.

Obwohl Korsika schon lange kein Geheimtipp mehr ist, ist es ohne weiteres möglich, seinen Urlaub ungestört zu verbringen, denn die Lebhaftigkeit der Stadt verliert sich bereits wenige Kilometer außerhalb. Vor allem Gäste, die nicht an die Sommerferien gebunden sind, können in der Nebensaison kleine Buchten mit hellen Sandstränden fast alleine genießen. Nur am frühen Vormittag und gegen Abend kommen auch einige der Einheimischen zum baden ans Meer. Die an der Westküste liegenden Buchten sind für Urlauber, die vorwiegend den Strand genießen wollen, sehr zu empfehlen.

Als Mitbringsel eigenen sich hervorragend die korsischen Produkte. Als Spezialität werden die verschiedensten Schafs- und Ziegenkäseprodukte angeboten, wer es lieber etwas süßer mag, dem sei ein Ausflug in die Vielfalt der korsischen Marmeladen empfohlen. Sehr traditionell sind Produkte aus Kork, die ebenfalls auf der Insel hergestellt werden. Die kleinen Gruppen der Korkeichen können bei einem Ausflug im südöstlichen Inselinneren betrachtet, und mit etwas Glück auch die „Ernte” des seltenen Rohstoffes miterlebt werden.

jetzt kommentieren? 09. Juli 2008


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