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Auf Tour in Südtirol

An geeigneten Zielen fehlt es in der Nähe unserer „Basis” in den Südtiroler Alpen nicht. Von der Schwarzsteinhütte aus haben wir als nächstes die Chemnitzer Hütte ins Auge gefasst, die wir am folgenden Tag erwandern werden.

Wir machen uns wie gehabt zeitig auf den Weg. Wie die Erfahrung vom Vortag uns gelehrt hat, brauchen wir als Anfänger doch etwas länger als die durchschnittlich angegebene Zeit. Außerdem sind wir trotz einer tiefen Nachtruhe noch immer etwas erschöpft vom gestrigen Aufstieg, was das heutige Tempo wohl ebenfalls etwas drosseln wird.

Um auf den Stabeler Weg zu gelangen, der zur Chemnitzer Hütte führt, müssen wir erst einmal bergab, was jedoch kaum weniger anstrengend ist als das Erklimmen einer Steigung, wie wir an den Schmerzen in unseren Beinen bemerken.

Auf und ab werden wir an diesem Tag bis zum Überdruss haben. Unsere Ziel liegt hinter drei Bergrücken, dass bedeutet dreimal etwa vierhundert Meter hoch und danach gleich wieder runter. Dazwischen jeweils ungefähr eine Stunde über Stein und Kies. Bergrücken Nummer Drei konnte sogar mit Schnee aufwarten, der zumindest etwas Abwechslung in den etwas monotonen Marsch bringt. Danach dauert es noch etwa anderthalb Stunden bis zur Hütte. Insgesamt waren wir fast zehn Stunden unterwegs und haben die angegebenen Laufzeit um drei Stunden überschritten. Wir gratulieren uns, am Morgen früh gestartet zu sein. Zur Begrüßung wird uns ein Schnaps spendiert, der allerdings nach der zurückliegenden Anstrengung seine Wirkung auf unsere geschundenen Körper vervielfacht.

Der folgende Tag sollte unsere Bergwandern in den Südtiroler Alpen abschließen. Unser letztes Ziel vor dem Abstieg ins Tal sollte die Edelrautehütte sein. Die Strecke sollte laut Plan in vier Stunden zu bewältigen sein. Motivierend auf dieser Tour ist, dass man das Ziel fast während der ganzen Zeit sehen kann. Ausserdem beträgt der zu überwindende Höhenunterschied nur schlappe hundert Meter. Im Vergleich zu den vorangegangenen Tagen eine Kleinigkeit. Früh ausstehen sollte man für diese Wanderung trotzdem, da hier mehrere Bäche den Weg kreuzen. Diese schwellen im Laufe des Tages stetig an und werden immer schwieriger zu überqueren.

Am nächsten Morgen nach erholsamen Schlaf in der einfach ausgestatteten Edelrautehütte geht es zurück ins Tal über den Nevesstausee, der am Vortag schon die ganze Zeit zu sehen war. Von dort ist es nicht mehr weit bis in den nächsten Ort von wo aus man nicht zu Fuß, sondern bequem per Bus zurück zum Hotel gelangt.

jetzt kommentieren? 20. Mai 2008

Die Südtiroler Alpen- ein Wanderparadies

Heute soll es ernst werden, die erste richtige Tageswanderung steht auf dem Programm. Daher geht es auch zeitig aus dem Bett. Das Ziel ist die Schwarzensteinhütte, zu der man am besten vom wenige Kilometer entfernten Gisse aufsteigt. Ein Blick auf das Panorama mahnt zur bedachten Vorbereitung – selbst im Sommer sind manche Gipfel schneebedeckt und wir wollen ja heute hoch hinaus. Es geht fast zweitausend Meter nach oben, eine echte Herausforderung für Anfänger im Bergwandern und auch für alte Hasen kein reiner Spaziergang.

Der erste Streckenabschnitt bietet den Vorteil schattig zu sein, da er durch Wälder führt. Ein großer Vorteil an heißen Tagen, besonders bei den nicht unerheblichen Mengen an Gepäck, die man unweigerlich mit sich führen muss. Diese Wege führen steil nach oben, belohnen aber bald mit einem herrlichen Ausblick auf den Ausgangspunkt.

Mit zunehmender Höhe nimmt die Vegetation immer weiter ab. Der nächste Abschnitt besteht bereits aus Wiesen statt Wäldern. Bald ist aber auch der letzte Rest Grün verschwunden und der nackte Fels tritt hervor. Entsprechend mühsam und vor allem heiß wird der weitere Aufstieg nun an einem sonnigen Tag. Die Steine speichern die Hitze und werfen sie unbarmherzig auf die Wanderer zurück.

Trost spendet hier nur die Aussicht, dass der Abstand zum ersehnten Ziel immer kürzer wird, obwohl man wenigea hundert Meter unterhalb der Hütte diese noch immer nicht sehen kann.

Das letzte Stück bietet zwei alternative Strecken: entweder ein Kletterweg oder ein Gletscher, ganz nach Geschmack und Vorliebe.

Das Klettern fordert nach der Eintönigkeit der zurückliegenden Piste hohe Aufmerksamkeit. Leitern und schmale Felsgrade sind zu überwinden, die zwar sämtlich gesichert sind, jedoch sollte man sich keinen Fehltritt leisten. Die abgeforderte Konzentration verkürzt die Zeit und macht die Anstrengung vergessen. Besonders beansprucht wird der ungeübte Körper jetzt durch die spürbar dünnere Luft auf fast dreitausend Metern über dem Meeresspiegel.

Das Ziel, die Schwarzsteinhütte, taucht erst auf den buchstäblich letzten Meter auf, nach, je nach persönlichen Voraussetzungen und der Wetterlage, nach fünf bis sechs Stunden Wanderung. Dafür lockt jetzt ein deftiges Abendessen und bequeme Betten, damit die ganze Seilschaft am nächsten Tag wieder voll einsatzbereit ist.

jetzt kommentieren? 17. Mai 2008

Wandern in den Südtiroler Alpen

Europa ist reich an vielen fantastischen Landschaften. Es muss nicht immer eine Fernreise sein um etwas Schönes zu erleben oder unvergessliche Urlaube zu machen. Das nahe gelegene Südtirol etwa, bietet dem Naturfreund und Wanderer nicht nur eine spektakuläre Alpenkulisse, sondern auch eine hervorragende Infrastruktur, die die Unternehmung komfortabel und sicher macht.Zuerst sollten ein paar Vorbereitungen getroffen werden, sofern man nicht auf das Angebot eines Reiseveranstalters zurück greifen will. Wer selbst organisiert, informiert sich am besten beim deutschen Alpenverein. Hier erfährt man nicht nur etwas über geeignete Routen, je nach Erfahrung und Kondition, sondern auch alles wissenswerte über das Hüttennetz der Alpen. Steht die Marschroute fest, sollte man sich dort direkt vor Ort über Öffnungszeiten und Kapazitäten erkundigen, damit man nach einem langen Wandertag nicht vor verschlossenen Türen steht. Diese traditionellen Einrichtungen ersparen die Mitnahme einer Campingausrüstung. Zudem erhält man dort alles, um die tagsüber verbrauchten Kräfte wieder aufzufrischen. Eigentich überall werden Mahlzeiten und Getränke angeboten.

Notwendige Ausrüstung ist allein ein so genannter Hüttenschlafsack, eine Hygienemassnahme. Der dünne Sack trennt den Körper von den von der Hütte zur Verfügung gestellten Decken.

In den Bergen ist die Sonnenstrahlung sehr intensiv, daher sollte man dringend entsprechenden Schutz mitführen.

Diese Reise beginnt im malerischen Örtchen Sand in Taufers. Hier gibt’s alles was das Touristenherz in den Alpen begehren kann, selbst eine stattliche Burg trohnt über dem Ort. Vorteilhaft bei einem Urlaub in Südtirol ist der Umstand, dass hier sehr weit verbreitet Deutsch gesprochen wird. Verständigungsprobleme sollten also kaum auftauchen.

Wer bislang noch nie eine große Wanderung unternommen hat, kann hier in den ersten Tagen an kürzeren Strecken üben und seine Kräfte testen und trainieren. Ziele existieren genug. Die Alte Kasseler Hütte als Ziel ergibt auf einem Rundweg einen schönen Tagesausflug, um sich auf das kommende vorzubereiten.

jetzt kommentieren? 16. Mai 2008

Österreich – ab ins Waldviertel

Der Frühling ist eine perfekte Jahreszeit eines der beliebtesten Urlaubsländer zu bereisen. Für einen kurzen Trip ins Nachbarland Österreich bietet sich das Waldviertel an.Kunstbeflissene sollten vorher einen kurzen Abstecher nach Krems machen, das quasi auf dem Weg liegt. Im dortigen Kunsthaus sind stets interessante Ausstellungen zu bewundern. Es muss nicht immer eine der großen Metropolen wie München oder Berlin sein, auch in der Provinz gibt es bemerkenswerte kulturelle Höhepunkte.

Für das Mittagessen nach dem Kunstgenuss bietet sich ein Ausflug ins nahe Senftenberg an. Mit etwas Glück spielt das Wetter mit und man kann sich das erste Mal im Freien niederlassen. Im Nigl läßt es sich gut und günstig speisen. Man sollte nicht versäumen den vorzüglichen Kremstaler Wein zu verkosten – nicht unbedingt ein preiswertes Vergnügen, aber man wird feststellen, dass es sich lohnt!

Die nächste Station ist Zwettl, eingebettet in eine auf Grund der Lage weniger üppige aber durchaus reizvolle Natur. Auch hier gibt es bei Bedarf ein Museum, eine herrliche Kulisse historischer Gebäude. Unübersehbar auf dem Hauptplatz ist der Hundertwasserbrunnen, den man wenigsten betrachtet haben sollte. Übrigens: in Zwettl ist das Parken (noch) umsonst – vielleicht die bemerkenswerteste Touristenattraktion.

Für die Übernachtung bietet sich das wenige Kilometer entfernte Schloss Rosenau an, eine prunkvolle Kulisse nicht nur für Hochzeiten, sondern auch um sich einmal so richtig verwöhnen zu lassen. Hier bleibt kein Wunsch unerfüllt, der Service entspricht der vornehmen Adresse. Neben ausgezeichnetem Essen, egal ob Frühstücksbuffet oder ein umfangreiches Menue am Abend, ist für alles gesorgt. Es existiert beispielsweise eine Trainingsraum und auch eine umfangreiche Bibliothek, ganz nach Stimmung und Geschmack lassen sich so wundervolle Tage verbringen.

Das Waldviertel ist ein Wandergebiet von besonderem Reiz. Direkt vom Schloss aus lassen sich verschiedenen ausgewiesene Wege begehen. Über den sogenannten Weltkugelweg führt eine etwas dreistündige Wanderung durch die Höhepunkte der Landschaft wieder zurück zur Unterkunft. Dort steht zur Wiederherstellung der verbrauchten Kräfte alles bereit. Im heimeligen Schlosshof kann man bei einheimischen Bier und einer deftigen Brotzeit entspannen und den nächsten Ausflug planen. Dazu muss man im Zweifel gar nicht weit gehen: im Schloss selbst befindet sich das Freimaurermuseum – eine lehrreiche und spannende Angelegenheit, die man nicht auslassen sollte!

jetzt kommentieren? 14. Mai 2008


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