Posts gespeichert unter 'Vereinigte Staaten'

Auf dem Ol’ Man River

Flusskreuzfahrten werden als attraktive Alternative zu den herkömmlichen Kreuszfahrten über die großen Meere immer stärker nachgefragt. Möglichkeiten gibt es viele, denn nahezu alle großen Binnenwasserwege werden befahren. Sehr beliebt ist eine Reise über den Ol’ Man River, den Mississippi.Eine der Strecken, die insgesamt 5 Bundesstaaten kreuzt, dauert eine Woche und führt von St. Louis im amerikanischen Bundesstaat Missouri bis nach St. Paul in Minneapolis. Eine Station auf der Reise ist die Großstadt Alton, Illinois, die mit der Lage an drei wichtigen Flüssen als Handelsstadt zu Wohlstand gelangt ist. Außerdem legt der Dampfer im Hafen von Hannibal in Missouri an, der Stadt, in der Mark Twain seine Kindheit verbrachte und an deren Ambiente er seine Geschichte um Tom Sawyer anlehnte. Daneben werden weitere Städte in Iowa und Wisconsin angefahren, die zu einem Ausflug einladen.

Andere Reisen führen an New Orleans und Memphis vorbei oder zeigen dem Urlauber die Landstriche der Indianerkriege.

Traditionell werden die Gäste auf einem der klassischen Dampfer untergebracht, die mittels eines Wasserrades angetrieben werden. Die Kabinen sind sehr nostalgisch eingerichtet, dabei aber geräumig und gemütlich. Die Ausstattung der Bäder ist auf dem neusten Stand und verspricht Erholung durch Massageduschen. Auch die Küche und der Service an Bord lassen keine Wünsche offen.

Varianten und Möglichkeiten gibt es demnach genug, und für jeden Geschmack ist eine passende Reise vorhanden. Eine Flusskreuzfahrt auf dem Mississippi ist jedoch ein sehr kostenintensiver Urlaub, da zu dem Preis für die mehrtägige Fahrt auch noch An- und Abreise zum Schiff kommen. Rund 2,500 Euro müssen allein pro Person für den Aufenthalt auf dem Schiff veranschlagt werden. Einige Anbieter in Deutschland stellen auch Komplettangebote zur Verfügung, über die gespart werden kann. Dennoch sollten die anfallenden Kosten vor Ort ebenfalls bedacht werden, da an Bord Getränke und kleine Snacks bezahlt werden müssen, außerdem sind auch die Landausflüge kostenpflichtig.

jetzt kommentieren? 10. September 2008

Sanfter Sicherheitscheck auf USA – Flügen

Was man auf Flugreisen alles beachten muss, wenn es um das Gepäck geht haben wir bereits berichtet. Allerdings ist die Gepäckkontrolle nur eine Teil der Sicherheitsmaßnahmen bei Flugreisen. Auch die Passagiere selbst werden überprüft und dies ist gerade in den Staaten für die Reisenden bislang eine besonders unangenehme Prozedur. Abertausende Beschwerden von Flugreisenden über die Art und Weise der Kontrollen zeigen nun ersten Wirkungen, wenn auch der eigentliche Anlass zu mehr Rücksicht die Absicht ist, Attentäter leichter zu enttarnen.Bislang werden die Reisenden bei den Kontrollen hart angefasst. Nicht nur langes Anstehen an den Schaltern ist anstrengend und nervenaufreibend, auch der Check selbst ist oft demütigend. Besonders Frauen führen die Beschwerdeliste an, die sich durch das Abtasten intimer Körperteile und den Zwang, sich vor dem Personal bei Aufforderung zumindest teilweise ausziehen zu müssen, erheblich beeinträchtigt fühlen. Das rüde Verhalten des Personals, das seine Machtposition mitunter ausnutzt, trägt nicht zur Verbesserung der Lage bei. Das hat die zuständigen Behörden in den USA bisher nicht wirklich gestört, aber man ist auf eine Aspekt dieser Methode aufmerksam geworden, der es Attentätern erleichtert, die Kontrollen zu passieren. Dem liegt die Überlegung zugrunde, das der potentielle Terrorist beim Sicherheitscheck aus nahe liegenden Gründen nervös sein muss, da er eine Entdeckung fürchten muss. Nun stehen bei der jetzigen Kontrollmethode alle Beteiligten unter starkem Stress und die gesamte Stimmung trägt zur allgemeinen Nervosität bei. Ein ebenfalls angespannter Krimineller fällt da nicht weiter auf, da ja nicht erkennbar ist, ob Angst oder Ärger für seine Gemütslage verantwortlich sind.

Um diese Personen heraus zu filtern, sollen die Kontrollen jetzt stressfrei vonstatten gehen. Neue Technik soll dabei helfen. Die erste wahrnehmbare Veränderung ist die Berieselung mit angeblich entspannende Musik am Kontrollpunkt. Blaues Licht soll die Nerven beruhigen und den Reisenden die Angst nehmen. Sitzgelegenheiten und ansprechende Gestaltung und Farbgebung der Räumlichkeiten sollen ein Übriges tun, um keine Nervosität aufkommen zu lassen. Die besonderes unangenehme Untersuchung von Körper und Kleidung nach verdächtigen Gegenständen übernimmt die eigentliche Innovation bei dem neuen Prozedere. Ein neuartiges Gerät tastet berührungsfrei den ganzen Körper ab und kann auch unter die Kleidung sehen. Der Kontrollierte ist dabei alleine in einer Kabine und nicht den direkten Blicken des Personals ausgesetzt. Das sitzt nebenan vor einem Monitor und betrachtet das Röntgenbild der in der Kabine befindlichen Person. Um das Schamgefühl zu schonen, werden bei diesen Bildern die Gesichter unkenntlich gemacht und sie werden direkt nach dem Check, sollte nichts verdächtiges zu sehen sein, wieder gelöscht. Die Strahlung ist völlig ungefährlich. Im Vergleich zur bisherigen Praxis schont das Verfahren die Nerven von Kontrolleuren und Kontrollierten. Man hofft nun, das nervöse Attentäter unter den jetzt entspannten Passagieren schneller auffallen.

jetzt kommentieren? 30. Juni 2008

Festung USA

Wer zu Zeiten des kalten Krieges wenigsten einmal in den Ostblock und insbesondere in die DDR eingereist ist, erinnert sich gewiss mit Schrecken an das Prozedere der Grenzkontrolle. Akribische Prüfung der Papiere, des Fahrzeugs, des Gepäcks nach allen Regeln der Kunst war Standard. Will man heutzutage in die Vereinigten Staaten einreisen, entsteht leicht der Eindruck, die Mauer sei nicht gefallen, sondern stünde heute nur an einem anderen Ort. Als Tourist oder als Geschäftsmann in die USA hinein zukommen wird ständig komplizierter. Die beizubringenden Informationen und die vom Einreisenden erfassten Daten übersteigen den Kontrollzwang der Zonengrenzer längst bei weitem.Ab nächstem Jahr wird ein Abstecher in The Land of the Free noch ein weniger schwieriger. Ganz aussen vor bleiben dann jene Zeitgenossen, die sich bislang noch keinen Internetzugang eingerichtet haben oder sich gar mit der Bedienung eines Computers nicht auskennen. Obligatorisch wird nämlich eine Online-Registrierung eingeführt. Ob die Amerikaner jeden, der sich nicht im Cyberspace bewegen will oder kann für potentielle Terroristen halten, weiss man nicht. Die offizielle Begründung für diesen Schritt ist die angebliche Vereinfachung des Einreiseverfahrens, zum Beispiel durch die Einsparung der Formulare, die man bislang auf dem Hinflug ausfüllen musste. Keinesfalls eine Vereinfachung, jedenfalls nicht für den Reisenden, ist die gesetzte Frist für diese Registrierung. Wer sie nicht spätestens drei Tage zuvor macht, braucht gar nicht erst in den Flieger zu steigen, da er nicht durch die Grenzkontrolle kommen wird. Ein ungeplanter Trip nach New York zum Wochenend-Shopping fällt damit schon einmal flach. Unvorhergesehene Ereignisse wie plötzliche Geschäftstermine sollten künftig auch nicht mehr vorkommen – sorgfältige Planung ist jetzt angesagt.

In das Online-Formular gehören übrigens sämtliche Angaben, die bislang auch in Papierform zu machen waren. Zusätzlich wird man bei der Einreise auch Abdrücke aller zehn Finger nehmen, statt bisher nur die der Zeigefinger. Es empfiehlt sich also, bei drüben geplanten Verbrechen und Anschlägen Handschuhe zu tragen, besonders,  da künftig auch bei der Ausreise die Fingerabdrücke gescant werden. Immerhin darf nach dieser Prozedur die folgenden zwei Jahre ohne erneute Registrierung die US-Grenze passieren.

Die Europäische Union stellt sich seit Bekanntwerden dieser Pläne übrigens die Frage, ob da durch die Hintertür die für Deutschland weggefallene Visumspflicht wieder eingeführt wird. Man war in Brüssel über das Vorgehen der Amerikaner nicht sonderlich begeistert.

jetzt kommentieren? 06. Juni 2008


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