Das Reisen zum Beruf machen: Flugbegleiter
03.November 2008
In der Welt herum kommen, fremde Länder sehen, arbeiten, wo andere Urlaub machen- Berufe rund um Reisen und Tourismus ermöglichen diese Träume. Einer dieser Berufe ist die Tätigkeit als Flugbegleiter. Vor allem junge Frauen träumen von diesem Job, da er viel versprechend klingt.Der Weg zu dem Traumberuf ist jedoch nicht leicht. Eine staatliche Anerkennung hat diese Tätigkeit nicht, da keine herkömmliche Berufsausbildung auf sie vorbereitet. Vielmehr besteht der Werdegang eines Flugbegleiters aus Seminaren und Workshops, die jede Fluglinie speziell für ihr Bordpersonal anbietet. Je nach Airline dauert diese Einführung einige Tage bis hin zu einigen Monaten. Dabei werden die Flugbegleiter auf die Anforderungen des täglichen Arbeitens und hinsichtlich der kommunikativen Gegebenheiten gegenüber den Fluggästen geschult. Der Aufgabenbereich eines Flugbegleiters umfasst das Boarding der Gäste, das Seating im Flugzeug und das Servieren von Speisen und Getränken, jedoch müssen die Stewards und Stewardessen auch in kritischen Momenten eingreifen können. Bei einem Druckabfall oder anderen Schwierigkeiten soll es in der Lage sein, die Passagiere zu beruhigen und für die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften zu sorgen.
Die Arbeit in der Luft stellt große Anforderungen an die körperliche Fitness der Flugbegleiter. Deshalb ist der Gesundheitszustand der Bewerber eines der ausschlaggebenden Kriterien bei der Einstellung. Außerdem sollte ein Anwärter auf diesen Beruf über ein gepflegtes Äußeres verfügen und eine gute Schulbildung vorweisen können. Mindestens eine Fremdsprache im aktiven und passiven Gebrauch wird vorausgesetzt.
Jede Fluglinie hat eigene Richtlinien hinsichtlich der monatlichen Arbeitsstunden. Anrecht auf freie Wochenenden oder Feiertage hat jedoch kein Flugbegleiter. Lange Arbeitszeiten und häufige Abwesenheit vom Heimatort belasten das Privatleben vieler Menschen, die als Bordpersonal eingestellt werden. Zusätzlich erschweren zeitliche Umstellungen das normale Leben. Je nach Arbeitsplan sehen Flugbegleiter von dem Zielort oder -land nicht viel. Oftmals liegen auch bei Intercontinentalflügen zwischen Ankunft und Rückreise nur wenige Stunden, die für Schlaf und Nahrungsaufnahme benötigt werden. Dennoch ist Flugbegleiter ein abwechslungsreicher und spannender Beruf, der von den Beschäftigten gerne ausgeübt wird. Ständig wechselnde Gäste und Reiseziele sorgen dafür, dass keine Langeweile aufkommt.
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