Die lange Auszeit- ein Sabbatjahr
24.März 2009
Der jährliche Urlaub ist immer viel zu schnell vorbei. Sobald die eigentliche Entspannung einsetzt, rückt der Rückreisetag bereits wieder an. Nur wenige Menschen haben die Möglichkeit, mehr als zwei Wochen am Stück zu verreisen, denn es stehen weder genug Zeit noch genug Geld zur Verfügung. Um sich einmal richtig zu erholen und dem Alltag den Rücken zu kehren, nutzen manche Menschen daher das Sabbatjahr, das auch als Sabbatical bekannt ist.
Ein Sabbatjahr bedeutet einen langen Ausstieg aus dem beruflichen Alltag oder zumindest die Reduzierung auf eine Teilzeitarbeit. In der Regel nutzen vor allem Beamte und Professoren diese Freistellung, um sich fortzubilden oder auch lange Reisen zu unternehmen. Wie der finanzielle Aspekt während des Sabbatjahrs geregelt ist, kann der Einzelne selber mitbestimmen. Möglich sind der Abbau von Überstunden, der Verzicht auf Lohn oder verschiedenen Auszahlungsmodelle. So kann über mehrere Monate auf einen Teil des Gehalts verzichtet werden, der dann während des Sabbatjahrs ausbezahlt wird.
Das Sabbatjahr muss nicht unbedingt ein ganzes Jahr dauern, auch ein halbes Jahr oder einige Wochen können frei genommen werden. Gerade Menschen, die sich im Beruf über- oder dauerhaft unterfordert fühlen, gerne einen Neuanfang wagen möchten oder einfach Abstand zu ihrem Alltag einlegen müssen, finden in einem Sabbatjahr eine wunderbare Möglichkeit dazu. Wer wirklich über eine lange Zeit reisen möchte, sollte seine Wohnung vielleicht untervermieten, damit die laufenden Kosten gedeckt sind und das Gehalt allein für die Reisen genutzt werden kann. Oftmals ergeben sich in der Zeit der absoluten Ruhe ganz neue Gedanken, vielleicht bieten sich neue Wege oder die Kraft für eine Umorientierung wird endlich gefunden. Wer sich den Rückweg in sein altes Leben bewahren möchte, sollte jedoch nicht alle Brücken abbrechen, denn es ist oft schwierig, nach der Auszeit wieder Fuß zu fassen. Der Arbeitgeber muss in jedem Fall lange im Voraus über die Planung informiert werden, damit er für den nötigen Ersatz sorgen kann. Manche Arbeitgeber unterstützen den Wunsch ihrer Angestellten sogar, denn daraus entwickeln sich oft neue Ideen und auch die Motivation für den weiteren Werdegang.
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