Gesetzesänderung bringt Wandel bei Katalogpreisen
26.Dezember 2008
Es gibt viele Möglichkeiten, eine Reise zu buchen. Katalogreisen erhalten zunehmend Konkurrenz durch Last Minute-Angebote und Reisen von Internetanbietern. Vor allem die täglichen Preisanpassungen der Online-Angebote setzen Katalogveranstalter unter Druck. Um weiterhin für den Kunden attraktiv und wettbewerbsfähig sein zu können, wurde nun das Gesetz, wurde nun der entsprechende Paragraf in der BGB-Informationspflichten-Verordnung geändert.Seit November diesen Jahres dürfen nun auch die Preise von Katalogreisen geändert werden- auch dann, wenn der Katalog noch Gültigkeit besitzt. Für eine Preisänderung müssen jedoch triftige Gründe vorliegen. Welche das im Einzelnen sind, bleibt für den Verbraucher jedoch undurchsichtig. Diesen Punkt bemängeln Verbraucherschützer, die diese Neuregelung auch kritisch betrachten. Sicherlich bringt ein flexibles Preissystem mehr Dynamik in den Markt der Katalogreisen, dennoch sollte für den Kunden ersichtlich sein, auf welchen Kriterien Preisanpassungen beruhen. Mögliche Gründe sind schwankende Transportkosten oder auch ein nötiger Neuankauf von Reisen, falls die Nachfrage das Angebot übersteigt. Der Veranstalter muss sich jedoch im Preisteil des Katalogs mögliche Preisänderungen explizit vorbehalten. Derzeit wird über die genauen Klauseln noch diskutiert.
In wie weit von dieser Neuregelung jedoch Gebrauch gemacht wird, bleibt demnach noch abzuwarten. Die Kataloge für die Sommerreisen 2009 waren zum Zeitpunkt der Änderung bereits gedruckt, frühestens in den aktualisierten Preislisten, die im Februar erscheinen, könnte sich die Anpassung des Gesetzes niederschlagen. Ob auch der Verbraucher am Ende profitieren wird, ist noch nicht vorauszusehen. Eine deutliche Preissteigerung wird sich vermutlich nicht ergeben, denn der Druck von Seiten der Online-Reiseveranstalter ist enorm. Um der Konkurrenz etwas entgegen halten zu können, müssen auch die Preise der Katalogreisen in einem gewissen Rahmen bleiben.
Die Veranstalter andererseits benötigen Planungssicherheit. Bei zu großen Preisunterschieden bei vergleichbaren Reisen ist zu befürchten, dass die Verbraucher in der Hoffnung, ein Schnäppchen zu ergattern, zunehmend auf kurzfristige Buchungen zurückgreifen. Lediglich die Möglichkeit, auch während des Jahres das Kontingent der Reisen aufstocken zu können, ohne auf ein Preislimit achten zu müssen, kommt den Veranstaltern zu Gute- und letztlich auch den Kunden.
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