Hundeschlittentouren

06.Oktober 2008

Der übliche Winterurlaub besteht für die meisten aus einer Reise in ein mehr oder weniger bekanntes Skigebiet. Dort werden täglich die Pisten erkundet und der Tag klingt beim Après-Ski aus. Andere ziehen einen Aufenthalt im Warmen vor und suchen sich ein sonniges Fleckchen Erde zum entspannen. Eine aufregende und noch ziemlich unbekannte Variante des Winterurlaubs sind dagegen Hundeschlittentouren, die in vielen schneereichen Gebieten der Welt angeboten werden. Vor allem in Schweden und Finnland bestreiten einige Anbieter mit diesem außergewöhnlichen Urlaub ihren Lebensunterhalt.Der Urlaub auf einer Huskyfarm ist ein echtes Abenteuer. Angst vor den Hunden sollte der Gast nicht haben, denn der Aufenthalt wird eng mit den Tieren verbracht. Auch Personen, die Erfahrungen mit Hunden haben, sind mit der Menge an lärmenden und aufgeregten Tieren erst einmal überfordert. Nicht zuletzt deshalb wird der erste Tag des Aufenthalts damit verbracht, den Gast in den Umgang mit den Schlittenhunden einzuführen. Hilfe bei der Fütterung ist zwar nicht nötig, doch jeder Schlittenführer sollte „seine” Huskys selber einschirren und führen können. Bei der Buchung sollte nachgefragt werden, ob der Leiter der Touren Deutsch oder Englisch spricht, damit das Erlebnis nicht an Sprachbarrieren scheitert.

Ab dem zweiten Tag geht es dann hinaus in die Wildnis. Auf Touren von einer Länge bis zu 40 Kilometer am Tag erlegen die Urlauber auf den Schlitten die weiße glitzernde Landschaft, ganz ungestört von Lärm. Die perfekte Umgebung, um alle Sorgen zu vergessen und die Gedanken frei schweifen zu lassen. Kälte muss übrigens keiner fürchten, denn das Stehen auf dem Schlitten und Lenken der Hunde ist sehr anstrengend- Muskelkater ist vorprogrammiert. Die Gästehäuser sind deshalb meist mit der typischen Sauna ausgestattet, in der die Urlauber sich abends entspannen können. Dennoch sollte warme, wind- und wasserdichte Kleidung im Gepäck sein, denn der Fahrtwind bläst schnell durch den Stoff und kühlt den Körper aus. Dazu gehören wie im Skiurlaub auch eine Sonnenbrille und Sonnencreme in die Tasche.

Neben den Schlittentouren gehören meist auch kleinere Ausflüge in die nähere Umgebung zum Programm. Ganz Hartgesottene können auch eine Übernachtung in der Wildnis buchen und die Stille fernab jeder Zivilisation erleben.

Da die Huskyfarmen meist außerhalb liegen, gehört der Transfer vom und zum Flughafen zum Service. Auch Getränke und Essen sind in den Preisen inklusive enthalten.

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