Irland
04.August 2008
Im Nordosten vor Großbritannien liegt der Inselstaat Irland. Erreichbar ist die Insel mit dem Schiff oder mit dem Flugzeug. Wer seinen Urlaub mobil gestalten möchte sollte sein Auto mitnehmen, da die Leihwagen vor Ort dem in Irland herrschenden Linksverkehr angepasst sind und das Lenkrad auf der rechten Seite haben. Die Schnellfähre braucht für die Verbindung zwischen England und Irland nur rund zwei Stunden, allerdings sollte der Passagier seefest sein da die Schnellboote die Wellen nicht durchfahren sondern eher über diese springen. Eine gemütlichere Überfahrt kann von mehreren Häfen Frankreichs aus unternommen werden, die Fahrtzeit ist hier jedoch bedeutend länger, weshalb eine Kabine für die Nacht mitgebucht werden muss.
Die rund 4 Millionen Einwohner Irlands verteilen sich vorwiegend über viele kleine, verstreut liegende Dörfer. Der Verkehr zwischen diesen läuft über meist ziemlich unebene und schmale Straßen. Bundesstrassen wie sie in Deutschland vorhanden sind, sind äußerst rar, Autobahnen gibt es in Irland gar nicht. Die Iren selber unterteilen ihre Straßen in breit und schmal, dabei können auf einer breiten Straße eine Kuh quer und eine Kuh längs stehen, auf schmalen dagegen passen nur zwei längs stehende Kühe nebeneinander. Da die kleinen Strassen auch für den Viehtrieb genutzt werden und hinter einer Kurve öfter eine Herde Schafe wartet, ist eine angepasste Fahrweise ratsam.
Zu entdecken gibt es einiges in Irland, vieles davon kann unentgeltlich begangen werden. Dabei ist zu beachten, dass Irland, anders als die große Schwester England, wenig Geschichtsträchtiges bietet. Auf seine Kosten kommt, wer sich an grandioser Natur erfreuen kann und gerne das Land an sich erleben möchte. Charakteristisch für die Insel sind die weiten Torffelder. Torf ist noch immer eines der meistgenutzten Heizmittel der Einwohner. Daneben laden viele alte Klöster und Kirchen zu einem Besuch ein, die angeschlossenen Friedhöfe mit den bekannten keltischen Kreuzen unterscheiden sich deutlich von den unseren mit den gedrungenen Steinen und Platten.
Häufig besucht werden die Cliffs of Moher an der Westküste der Insel, südlich von Dublin. An dieser Stelle fällt die Küste steil zum Meer ab; von einem Plateau aus kann der mutige Urlauber zweihundert Meter tief gerade hinab auf die Oberfläche des Meeres sehen. Da weder der Aussichtspunkt noch der Weg dorthin mit einem Geländer gesichert sind, sollte auf dem Weg geblieben und bei starkem Wind auf ein zu nahes Herangehen an den Abgrund verzichtet werden.
Von den Cliffs of Moher aus kann ein Abstecher nach Galway unternommen werden. Diese Stadt ist eine der größeren der Insel und gilt als die Schönste unter ihnen. Durch die direkte Nähe zum Meer bieten die Restaurants eine reiche Auswahl von frischen Fischgerichten an. An vielen Abenden der Woche kann das Essen zusammen mit Live-Musik genossen werden.
Auch der Besuch von Kilkenny lohnt. Ein Bummel durch die Stadt führt durch den alten Stadtkern und an mehreren Kirchen vorbei. Natürlich kann in den diversen Pubs das gleichnamige Bier gekostet werden. In der näheren Umgebung Kilkennys befindet sich der Rock of Cashel, auf welchem eine mittelalterliche Burgruine besichtigt werden kann und die Klosteranlage Glendalough in den Wicklow Mountains.
In den Sommermonaten ist entgegen der landläufigen Annahme auch in Irland das Wetter sonnig und warm. Sofern es regnet, sind die Schauer kurz und lohnen kaum das Auspacken der Regenkleidung. Erst wenn die Einheimischen zu den Regenschirmen greifen, sollten die Aktivitäten möglichst nach Innen verlagert werden.
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