Reisen und Nationalität
11.Juni 2008
Glaubt man einer aktuelle Studie, kommt es bei der Frage wie willkommen man im Gastland ist nicht zuletzt darauf an, woher man stammt. Nicht jede Nationalität ist überall gleich gerne gesehen und Vorurteile mischen sich hier mit Erfahrungswerten zu einer Beliebtheitsskala mit interessanten Aspekten. Um herauszufinden, welche Eigenschaften und welches typische Verhalten man den einzelnen Staatsangehörigen überwiegend zuordnet, wurden mehrere tausend Hotels nach ihrer Einschätzung befragt. Dabei wurden Fragen nach dem Verhalten dieser Reisenden als auch solche über ihr Eigenarten gestellt und zu einer Gesamtnote zusammen gefasst. Beispielsweise sollten Angaben gemacht werden, ob die entsprechende Gruppe lieber gewohnte Kost am Urlaubsort zu sich nimmt oder sich auch auf Experimente mit der regionalen Küche einlässt. Selbst die Höhe der Trinkgelder spielt bei der Beurteilung eine Rolle.Gute Betragensnoten erhielten nicht nur fast erwartungsgemäss japanische Touristen; schliesslich ist deren Höflichkeit sprichwörtlich, was sich auch in der Realität zu bestätigt scheint. Auch wir selbst schneiden dabei überraschend gut ab, auch weil der Wille, sich in der jeweiligen Landessprache verständlich zu machen, bei uns wohl sehr ausgeprägt ist. Was Grosszügigkeit angeht liegen reisende US-Bürger allerdings weit vorne.
Geiz ist keine gern gesehene Eigenschaft am Urlaubsort, aber auch ?usserlichkeiten prägen das Bild des Touristen. Wie fast zu erwarten, punkten hier unser französischen Nachbarn und natürlich Italiener, die traditionell grossen Wert auf ihre Garderobe legen. Hier nachlässig zu sein ist ein Vorwurf, den auch wir uns gefallen lassen müssen, allein weil er zutrifft. Noch entspannter gehen US-Bürger mit ihrem Outfit um, ganz im Sinne amerikanischer Lebensart, die praktische Lösungen bevorzugt.
Gut abgeschnitten haben neben den genannten Völkern auch die kanadischen Globetrotter die auch bei sich zu Hause beliebt sind. Ganz am Ende der Wertung landen neben unseren französischen Nachbarn, die besonders wegen ihrer sprachlichen Arroganz so weit abgeschlagen sind, chinesische Staatsbürger und Inder.
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