Reiterferien

20.Juli 2008

Viele kleine Mädchen und Jungen träumen vom Glück auf dem Rücken der Pferde. Reiten lernen steht daher auf der Wunschliste ganz oben. Ein Urlaub auf einem Reiterhof stellt ein ideales Umfeld dar, um die ersten Schritte in diese Richtung zu tun. Eine Vielzahl von Ställen bietet in den Sommermonaten für Kinder jeder Altersklasse und durchaus auch für Erwachsene Pension und Reitunterricht an. Wie lange der Aufenthalt dauert ist dabei ganz variabel, von einem Wochenende bis hin zu mehreren Wochen ist jeder Zeitraum umsetzbar.Während der Reiterferien dreht sich natürlich alles rund um das Tier. Neben den so ersehnten Reitstunden stehen aber auch Pflichten an. Noch vor dem Frühstück werden die Pferde gefüttert und gestriegelt, die Boxen gemistet und eingestreut und die Stallgasse gefegt. Diese Aufgaben werden in einem gewissen Umfang auch von den Pensionsgästen übernommen, schließlich bedeutet der Umgang mit einem Tier immer auch Arbeit und Verantwortung. Nach dem gemeinsamen Frühstück geht es aber dann meist doch auf in den Sattel. Entsprechend des Könnens werden die Gäste verschiedenen Gruppen zugeordnet. Vom ersten Anfängerunterricht bis hin zu langen Ausritten und Springunterricht wird meist alles angeboten.

Nach dem Mittagessen bieten nahezu alle Reiterhöfe gemeinsame Aktivitäten an. Hier können sich die Pferdefans anfreunden und ihre Erlebnisse austauschen oder über das gemeinsame Hobby fachsimpeln. Häufig wird am Nachmittag noch eine weitere Reitstunde angeboten, bevor der Tag mit dem Abendessen ausklingt. In fast allen Reitställen ist eine gemeinsame Nachtwanderung Pflicht, selbstverständlich mit dem dazugehörigen Lagerfeuer und gruseligen Geistergeschichten.

Wer seinen Kindern den Wunsch nach Reiterferien erfüllen möchte, sollte vor der Buchung auf einige Dinge achten. Liegt der in Frage kommende Stall in erreichbarer Nähe, kann das Kind an den Wochenenden besucht werden und auch bei starkem Heimweh können die Eltern schneller eingreifen. Wichtig in diesem Zusammenhang ist auch eine eventuelle Reiserücktrittsversicherung. Wie weit im Voraus kann der Aufenthalt storniert werden, ohne dass er bezahlt werden muss? Und was geschieht, wenn das Kind den Urlaub tatsächlich früher abbricht? Gerade bei längeren Ferien könnte eine entsprechende Klausel im Vertrag eine Teilrückzahlung regeln.

Reiten ist ein Sport, daher ist ein Unfall nicht gänzlich auszuschließen. Wie ist das Kind versichert? Lohnt der Abschluss einer zusätzlichen Unfallversicherung?

Für die richtige Ausstattung ist der Urlauber in der Regel selber zuständig. Auch wenn vor Ort Ausrüstung geliehen werden kann, sollte zumindest der Reithelm der eigene sein. Dieser ist ein wichtiges Utensil und dient der Sicherheit, daher muss er unbedingt passen. Reithose und Reitstiefel dagegen können durchaus ausgeliehen werden.

Ebenfalls wichtig ist die berufliche Befähigung des Personals. Nur geschulte Kräfte können Anfänger richtig an das Tier heranführen und dürfen Reitunterricht geben! Werden die Stunden von einem Mädchen aus der Nachbarschaft gehalten, sollte von einem Besuch des entsprechenden Stalls abgesehen werden!

Wenn dazu noch die beste Freundin oder der beste Freund mit in den Reiterurlaub startet, wird er sicher zu einem vollen Erfolg!

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