Sanfter Sicherheitscheck auf USA – Flügen
30.Juni 2008
Was man auf Flugreisen alles beachten muss, wenn es um das Gepäck geht haben wir bereits berichtet. Allerdings ist die Gepäckkontrolle nur eine Teil der Sicherheitsmaßnahmen bei Flugreisen. Auch die Passagiere selbst werden überprüft und dies ist gerade in den Staaten für die Reisenden bislang eine besonders unangenehme Prozedur. Abertausende Beschwerden von Flugreisenden über die Art und Weise der Kontrollen zeigen nun ersten Wirkungen, wenn auch der eigentliche Anlass zu mehr Rücksicht die Absicht ist, Attentäter leichter zu enttarnen.Bislang werden die Reisenden bei den Kontrollen hart angefasst. Nicht nur langes Anstehen an den Schaltern ist anstrengend und nervenaufreibend, auch der Check selbst ist oft demütigend. Besonders Frauen führen die Beschwerdeliste an, die sich durch das Abtasten intimer Körperteile und den Zwang, sich vor dem Personal bei Aufforderung zumindest teilweise ausziehen zu müssen, erheblich beeinträchtigt fühlen. Das rüde Verhalten des Personals, das seine Machtposition mitunter ausnutzt, trägt nicht zur Verbesserung der Lage bei. Das hat die zuständigen Behörden in den USA bisher nicht wirklich gestört, aber man ist auf eine Aspekt dieser Methode aufmerksam geworden, der es Attentätern erleichtert, die Kontrollen zu passieren. Dem liegt die Überlegung zugrunde, das der potentielle Terrorist beim Sicherheitscheck aus nahe liegenden Gründen nervös sein muss, da er eine Entdeckung fürchten muss. Nun stehen bei der jetzigen Kontrollmethode alle Beteiligten unter starkem Stress und die gesamte Stimmung trägt zur allgemeinen Nervosität bei. Ein ebenfalls angespannter Krimineller fällt da nicht weiter auf, da ja nicht erkennbar ist, ob Angst oder Ärger für seine Gemütslage verantwortlich sind.
Um diese Personen heraus zu filtern, sollen die Kontrollen jetzt stressfrei vonstatten gehen. Neue Technik soll dabei helfen. Die erste wahrnehmbare Veränderung ist die Berieselung mit angeblich entspannende Musik am Kontrollpunkt. Blaues Licht soll die Nerven beruhigen und den Reisenden die Angst nehmen. Sitzgelegenheiten und ansprechende Gestaltung und Farbgebung der Räumlichkeiten sollen ein Übriges tun, um keine Nervosität aufkommen zu lassen. Die besonderes unangenehme Untersuchung von Körper und Kleidung nach verdächtigen Gegenständen übernimmt die eigentliche Innovation bei dem neuen Prozedere. Ein neuartiges Gerät tastet berührungsfrei den ganzen Körper ab und kann auch unter die Kleidung sehen. Der Kontrollierte ist dabei alleine in einer Kabine und nicht den direkten Blicken des Personals ausgesetzt. Das sitzt nebenan vor einem Monitor und betrachtet das Röntgenbild der in der Kabine befindlichen Person. Um das Schamgefühl zu schonen, werden bei diesen Bildern die Gesichter unkenntlich gemacht und sie werden direkt nach dem Check, sollte nichts verdächtiges zu sehen sein, wieder gelöscht. Die Strahlung ist völlig ungefährlich. Im Vergleich zur bisherigen Praxis schont das Verfahren die Nerven von Kontrolleuren und Kontrollierten. Man hofft nun, das nervöse Attentäter unter den jetzt entspannten Passagieren schneller auffallen.
Artikel gespeichert unter: Vereinigte Staaten

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