Telefonieren im Urlaub
14.November 2008
Viele Menschen nehmen ihr Mobiltelefon mit auf Reisen, um auch im Urlaub erreichbar zu bleiben. Trotz langsam fallender Gebühren kann sich das Telefon aber schnell zu einer Kostenfalle entwickeln, wenn im Ausland zuviel telefoniert wird. Bei Grenzübertritt wählt sich das Handy automatisch in eines der jetzt verfügbaren Netze ein. Bei einem Gespräch zahlt er jedoch nicht nur die Inlandspreise des genutzten Anbieters, sondern rund 25 Prozent Aufschlag zusätzlich für die Fremdnutzung des Netzes. Diese Roaming-Gebühr beträgt bis zu 66 Eurocent pro Gesprächsminute. Bei Anrufen aus dem deutschen Ausland zahlt der Anrufer lediglich die Gebühren bis zur Grenze, also ein Inlandsgespräch. Für die Kosten ab der Grenze kommt der Angerufene auf, hier besteht der wesentliche Unterschied zum Festnetztelefon, bei dem stets der Anrufer zahlt. Dieser Umstand sollte auf jeden Fall bedacht werden, denn dies gilt auch dann, wenn das Telefon kurzzeitig nicht erreichbar oder ausgeschaltet ist. Spricht der Anrufer auf die Mailbox, fallen auch hierfür Gebühren an, für den Abruf der entgangenen Nachricht zahlt der Kunde ebenfalls.Wer einige Punkte beachtet, kann jedoch deutlich sparen ohne komplett auf das Telefon verzichten zu müssen. Wer das Handy nur mit hat, um im Notfall erreichbar zu sein, sollte das Telefon über den Tag ausschalten und seine Verwandten und Bekannten darüber informieren, dass sie nötigenfalls eine Textnachricht schicken. Kurznachrichten sind auch im Ausland vergleichsweise günstig und eignen sich somit für den Kontakt sehr gut. Wer öfter in dasselbe Land fährt oder es für einen längeren Zeitraum besucht, kann sich im Urlaubsland eine passende Prepaid-Karte holen und das Guthaben abtelefonieren. Darüber ist eine genaue Kostenkontrolle möglich, außerdem fallen dann nur die Gebühren des Landes an. Für längere Gespräche mit der Heimat sollte ein Festnetzanschluss bevorzugt werden. Hotels stellen in der Regel Telefone zur Verfügung, die auch vom Ausland angewählt werden können.
Über die beliebten Reisemonate bieten die deutschen Mobilfunkanbieter spezielle Tarife an, die auch für eine kurze Laufzeit in Anspruch genommen werden können. Diese ermöglichen zum Teil sogar das Telefonieren im Ausland zu innerdeutschen Preisen, jedoch fällt eine zusätzliche Grundgebühr an.
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