USA-Reisen müssen gut geplant werden
14.Juni 2009
Neue Einreiseregeln erschweren ab sofort die Reisen in die Vereinigten Staaten. Das neue Einreise-Procedere gilt für alle Länder, deren Einwohner von der Visums-Pflicht befreit sind. Dies gilt seit Anfang der 1980er Jahre auch für Deutschland.
Das Einreiseverfahren soll vor allem präventiv gegen Verbrecher vorgegangen werden. Seit den Testläufen, die Mitte des vergangenen Jahres begannen, wurden über 2000 Personen bei der Einreise abgefangen, die gestohlene Pässe nutzten oder bereits wegen einer Straftat in den USA gesucht wurden.
Ab sofort müssen sich alle Deutschen, die in die Vereinigten Staaten einreisen möchten, spätestens drei Tage vor der Ankunft über ein Online-Portal registrieren. Abgefragt werden der komplette Name und der Wohnort sowie einige Daten des Passes. Sofern die USA die Einreise untersagt, erhält der Reisende rechtzeitig vor der Abreise Bescheid. Zusätzlich werden von den Einreisenden die Abdrücke aller zehn Finger genommen und gespeichert.
Diese Regelung gilt auch für Geschäftsreisende und für Personen, die ihre Verwandten in den Staaten besuchen möchten. Kurzfristige Reisen sind von nun an nur dann möglich, wenn die Online-Registrierung bereits einmal zeitgerecht durchgeführt wurde, denn dann gilt sie für den Zeitraum von zwei Jahren, sofern der Reisepass nicht vorher abläuft.
Auf große Gegenliebe stieß das Programm von Beginn an nicht, denn die EU-Kommission befürchtet, dass die Vereinigten Staaten auf diesem Weg wieder solche Einreisebeschränkungen einführen, wie sie eigentlich seit über zwanzig Jahren nicht mehr für deutsche Staatsbürger gelten sollten. Ähnliche Einreiseformalitäten gelten auch bei der Einreise nach Australien, und die Australien-Urlauber nehmen das Procedere ohne Schwierigkeiten an. Die Online-Registrierung nimmt nur wenig Zeit in Anspruch, und auch Reisenden ohne Internetzugang wird geholfen. Ob es Ausnahmeregelungen geben wird, sofern eine Reise sehr kurzfristig und aus einem Notfall heraus unternommen werden muss, ist bislang noch nicht geklärt.
Auch bei der Ausreise sollen in naher Zukunft die Fingerabdrücke kontrolliert werden, um sicherzustellen, dass Inhaber von Visen ihre Aufenthaltserlaubnis nicht überziehen. Allerdings ist bislang noch nicht geklärt, wer diese Aufgabe übernehmen soll.
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