Venedig, die Stadt im Wasser

21.Oktober 2008

Die Stadt Venedig liegt im Nordosten Italiens an der Adriaküste und war noch bis weit in das 18. Jahrhundert einer der wichtigsten Handelspunkte Europas. Bis 1797 war die Provinz Venedig sogar selbständig.Vor allem Frischverheiratete und Verliebte reisen in die Stadt, die von unzähligen kleineren und größeren Kanälen durchzogen ist. Diese Kanäle trennen die rund 100 Inseln, aus denen sich Venedig zusammensetzt. Inzwischen werden viele der Kanäle nicht mehr für den Verkehr genutzt, einige wurden sogar zwecks Landgewinnung zugeschüttet. Der Canale Grande dient als zentrale Verkehrsstraße der Stadt und ist sicherlich einer der Hauptanziehungspunkte für Touristen. Ein Großteil der Kanäle ist für Fußgänger gar nicht erreichbar, da sie direkt an den Häusern vorbeifließen. Doch von den zahlreichen Brücken eröffnet sich dem Venedig-Urlauber manch unvergesslicher Blick.

Ebenfalls sehr bekannt ist der Markusplatz, der von vielen geschichtsträchtigen Gebäuden gesäumt ist. Hier findet sich der Dogenpalast, in dem einst die Regierungs- und Justizorgane der freien Republik Venedig untergebracht waren. Der etwas eigenwillige Bau gilt als einer der bedeutendsten der Gotik und wurde von Claude Monet von der Kanalseite her malerisch festgehalten. Neben diesem eindrucksvollen Gebäude finden sich auf dem Markusplatz außerdem die Markuskirche mit einem imposanten Glockenturm, außerdem Bibliotheken und Museen.

Das typische Transportmittel in Venedig ist das Boot. Die weltweit bekannten Gondeln werden dabei vorzugsweise von Touristen genutzt- eine Fahrt mit einer solchen Gondel ist jedoch sehr teuer und sollte fest in das Urlaubsbudget eingeplant werden. Auch die Einwohner der Stadt nutzen den Wasserverkehr, vor allem die Wasserbusse, die auf dem Canale Grande verkehren. Inzwischen nutzen Privatpersonen sogar Motorboote für die eigene Flexibilität, jedoch wird dies sehr kritisch gesehen. Die Stadt wurde im Wasser errichtet, alle Gebäude stehen auf Holzpfosten. Motorboote wirbeln das Wasser auf und mischen vermehrt Sauerstoff darunter. Dieser wiederum fördert die Vermehrung von Bakterien, welche die Zersetzung der Holzpfosten beschleunigen. Dies, und der Umstand, dass der Wasserspiegel ununterbrochen steigt, führen dazu, dass ein regelrechter Kampf um den Erhalt der Stadt entbrannt ist. Venedigs Bauwerke müssen vor dem Eindringen des Wassers geschützt werden, außerdem sind an verschiedenen Stellen bereits neue Holzpfosten nötig.

Der Gedanke, dass Venedig vielleicht dem Untergang geweiht sein könnte, macht die wundervollen Sehenswürdigkeiten, die zahlreich vorhanden sind, umso attraktiver. Ein Aufenthalt in Venedig spielt sich vor allem draußen ab, denn die eigenwillige und unterschiedliche Architektur der Kirchen und Paläste lädt zum Staunen und Verweilen ein.

Artikel gespeichert unter: Italien

Ihr Kommentar

Pflichtfeld

Pflichtfeld, anonym

Folgende HTML-Tags sind erlaubt:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Trackback diesen Artikel  |  Kommentare als RSS Feed abonnieren


Kalender

Februar 2012
M D M D F S S
« Jun    
 12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
272829  

Virtualrank Werbung

Aktuelle Artikel